Ohr, Nase, Bauchnabel & Co.: Welches Piercing tut besonders weh?

Bevor du dich piercen lässt, schießt dir zwangsläufig irgendwann eine Frage durch den Kopf: Wie doll wird das wehtun? Eine Google-Suche später stellst du fest, dass du mit dieser Frage nicht allein bist; dasselbe haben sich schon Millionen von Menschen gefragt. Vermutlich haben sich die wenigsten von ihnen dadurch davon abhalten lassen, einen weiteren Goldstecker zu ihrem Sternbild-Piercing hinzustechen zu lassen – aber trotzdem, die Frage bleibt. 

Der Promi-Piercer Brian Keith Thompson aus Los Angeles bekommt die Frage jedenfalls vor fast jedem seiner Termine zu hören – ganz unabhängig davon, ob er eine „Piercing-Jungfrau“ oder eine:n -Profi im Studio begrüßt. Dabei sind Schmerzen natürlich relativ, und wie auch beim Schmerzfaktor eines Tattoos lässt sich darüber beim Piercing keine genaue Aussage treffen, bevor die sterile Nadel die Haut durchsticht. Aber genauso schnell, wie er kommt, ist der Schmerz dann auch schon wieder vorbei. Nach wenigen Sekunden darfst du deinen neuen Schmuck dann im Spiegel bewundern und bist vermutlich viel zu sehr vom Ergebnis abgelenkt, als dass du wirklich noch an den Schmerz denkst.

Thompson zufolge können aber einige Variablen beeinflussen, wie schmerzhaft sich dieses oder jene Piercing für einen Menschen anfühlt. „Schmerz ist nicht bloß körperlich“, sagt er. „Das ist auch eine mentale Sache. Die meisten Leute machen sich mehr Sorgen um die wenigen unangenehmen Sekunden als um die fünf bis sechs Monate der Pflege danach.“ Dabei kann ein entzündetes frisches Piercing, wenn du dich nicht an die Pflegeempfehlungen hältst, viel unangenehmer sein als der Piercingvorgang selbst, betont Thompson. Und das beginnt schon vor dem Termin: Der Profi rät seinen Kund:innen dazu, vorher genug zu essen, viel zu trinken und generell entspannt ins Studio zu kommen. Natürlich besteht trotzdem das Potenzial für Schmerzen – aber ist das nicht ohnehin ein Grund dafür, warum wir uns masochistisch Löcher in den Körper stanzen lassen? 

Fakt ist: Alle Piercings werden beim Stechen mindestens ein bisschen piksen, vielleicht bluten, und dann ein paar Stunden pochen. Wenn du aber zu einem:einer Piercer:in gehst, dem:der du vertraust, und die Pflegeempfehlungen befolgst, hast du keinen Grund zur Sorge. Falls du dich aber trotzdem fragst, wie starke Schmerzen du von einem Ohrläppchen-, Nippel-, Nasenpiercing und Co. du allgemein erwarten kannst, lies weiter.

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