9 mögliche Gründe für übermäßigen Haarausfall

Manchmal hast du das Gefühl, deine Haare sind einfach überall: im Abfluss, in deiner Bürste, auf deinem Kissen, auf deinen Klamotten, auf den Klamotten deines Partners oder deiner Partnerin. Schnell kann es sich anfühlen, als würdest du mehr Haare verlieren als nachwachsen. Aber keine Sorge: Haare zu verlieren bedeutet nicht gleich, unter Haarverlust zu leiden. Unabhängig von deinen Styling- und Pflegemethoden ist es völlig normal, etwa 50 bis 100 Haare täglich zu verlieren – sagt auch Dr. Maryanne Senna, Dermatologin und Dozentin an der Harvard Medical School.
Sollten deine Haare nach dem Ausfallen allerdings nicht wieder nachwachsen oder sie dir büschelweise ausfallen, kann das ein Symptom von etwas sein, das in deinem Körper vor sich geht, sagt sie.
„Der Großteil der Haare auf deinem Kopf befindet sich noch in der Wachstumsphase. Rund 10 Prozent hingegen haben schon die Ruhephase erreicht“, erklärt Dr. Senna. „Das macht der Körper mit Absicht. Würden unsere Haare nämlich gleichzeitig wachsen und ausfallen, wären wir immer wieder vorübergehend kahl.“ Haare in der Ruhephase “ruhen“ für rund drei bis vier Monate und fallen dann nach und nach aus. Es sind diese Haare, die du überall verteilt findest.
In vielen Fällen können Dermatolog*innen einen verstärkten Haarausfall auf ein sogenanntes Telogen-Effluvium zurückführen. “Effluvium“ steht für einen stärkeren Haarverlust; “Telogen“ bezieht sich auf die Telogen-, also Ruhephase des Haars, während der es nicht mehr wächst. Kurz gesagt: Von einem Telogen-Effluvium spricht man, wenn übermäßig viele Haare frühzeitig von der Wachstums- in die Ruhephase übergehen und daraufhin ausfallen. Dazu kann es kommen, wenn der Körper eine große Veränderung zu verkraften hat – in Form von Stress, einem neuen Medikament oder Ähnlichem. „Nach einem solchen Auslöser gibt dein Körper ein Signal, das alle Haare in der Wachstumsphase vorzeitig in die Ruhephase schickt“, sagt Dr. Senna. Und dann fallen sie eben aus. Ärztinnen können sich zwar erklären, wie diese Phasen ablaufen – aber warum es dazu kommt, ist nach wie vor weitestgehend ein Mysterium.
Wichtig ist es in jedem Fall, auf eine ganzheitliche Behandlung zu setzen, betont Dr. Arielle Nagler, Assistenzprofessorin der Dermatologie am NYU Langone Medical Center. Und: Eine Selbstdiagnose ist keine gute Idee – du solltest dich auf jeden Fall an eine Ärztin oder einen Arzt wenden.
Starker Haarausfall ist nicht zu übersehen, und das daraus resultierende Trauma kann diverse Formen annehmen: Vielleicht fühlst du dich hilflos, vielleicht hinterfragst du vor allem die Ursachen. „Wende dich an einen Dermatologin, der oder die sich mit Haarausfall auskennt“, sagt Dr. Senna. Dort behandelt man Haarverlust oft genug, um deine Symptome systematisch einordnen zu können. Ist dein Fall besonders ernst, kannst du diesen Besuch auch skippen und direkt zumr Trichologin gehen. Trichologie-Expertinnen – also Haarspezialistinnen – sind zwar schwerer zu finden, sind aber für diese speziellen Probleme besser geschult und ausgerüstet.
Aber nun zurück zu den Ursachen. Hier sind neun mögliche Gründe für deinen stärkeren Haarverlust.

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