8 Tipps, wie du eine ausgeglichene Fernbeziehung führen kannst

Kommunikation ist in vielen Beziehungen sowieso schon kein leichtes Thema. Aber wenn dazu noch eine räumliche Trennung kommt und auf einmal buchstäblich Kilometer zwischen euch stehen, dann wird das Ganze um Welten komplizierter. Nach einem Streit könnt ihr nicht einfach durch die Wohnung laufen und so tun, als würdet ihr euch gegenseitig ignorieren. Oder joggen gehen, um runterzukommen und anschließend Versöhnungssex haben. Wenn du in einer Fernbeziehung bist, kann es nach einer heftigen Diskussion schon mal sein, dass ihr euch gegenseitig bei Facebook blockt, den Anrufbeantworter rangehen lasst und WhatsApp-Nachrichten einfach ignoriert. Nichts davon wird euch dabei helfen, euer Problem zu klären, das kann ich euch schon mal versprechen. Außerdem ist es einfach pure Folter, wenn du die- oder derjenige bist, der*dem die (digitale) kalte Schulter gezeigt wird.
Ich führe selbst eine Fernbeziehung. Natürlich haben auch wir gelegentlich mal Streit, aber insgesamt läuft es wirklich gut! Und ich würde fast schon sagen, wir sind mittlerweile richtige Long-Distance-Profis.

Unsere Geschichte

Mein Freund und ich haben uns vor drei Jahren während meines letzten Studienjahres in Toronto kennengelernt. Ich war schon eine Weile in ihn verknallt und als wir dann beide zur Geburtstagsfeier eines gemeinsamen Freundes gingen, zog ich extra mein gelbes Lieblingskleid an, in der Hoffnung, er würde mich bemerken. Als wir später noch zu einer Afterparty gehen wollten, stellte ich fest, dass es vielleicht doch nicht so eine gute Idee gewesen war, Stilettos anzuziehen – obwohl es nur zehn Minuten zu Fuß waren, kapitulierte ich direkt und er rief uns ein Taxi (nachdem er erst angeboten hatte, mich zu tragen und ich höflich abgelehnt hatte). Wir hatten uns kaum ins Auto gesetzt, da küssten wir uns auch schon zum ersten Mal. Kurz danach waren wir unzertrennlich.
Unser erstes gemeinsames Jahr lief wie geschmiert und das sagen wir auch jetzt noch, wenn wir in Erinnerungen schwelgen. Aber irgendwann kam der schicksalhafte Tag, an dem ich zurück in meine jamaikanische Heimatstadt Kingston gehen musste. Ich musste mich in meinem sicheren, mietfreien Elternhaus meiner Post-Uni-Depression stellen und herausfinden, was ich mit dem Rest meines Lebens anstellen will.
Weil wir unsere Beziehung nicht aufgeben wollten, beschlossen wir, einer Fernbeziehung eine Chance zu geben. Nach vier harten Monaten kam er mich in Jamaika besuchen und traf auch zum ersten Mal meine Eltern. Ein paar Monate später flog ich nach Toronto und wir verbrachten Weihnachten zusammen. Es war schwer, aber irgendwie funktionierte es. Dann bekam ich die Möglichkeit, in London Modejournalismus zu studieren (mein Traum) und gleichzeitig bot ihm seine Firma einen Job in Deutschland an (auch sein Traum und nicht zu weit weg).

Zurück im Jetzt

Hier sind wir also: ich in England, er in Deutschland. Nach zwei Jahren Fernbeziehung läuft es alles in allem ziemlich gut und das wird hoffentlich auch so bleiben (dreimal auf Holz geklopft!). Unser Geheimnis? Wir halten uns an gewisse Regeln und das macht, wie wir gelernt haben, einen großen Unterschied. Allerdings muss ich auch ganz ehrlich sagen, dass eine Fernbeziehung nicht für jede*n in Frage kommt. Ihr müsst euch wirklich aus tiefstem Herzen lieben und bereit für die Herausforderung sein. Und ihr solltet eine wirklich gute Internetverbindung haben, denn ihr werdet ganz schön Zeit bei Facetime, Skype oder WhatsApp verbringen.
In der Slideshow verrate ich euch unsere Tipps & Tricks.

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