14 Männer zeigen ihre Penisse & sprechen ehrlich über ihre Komplexe

Penisse tragen eine große Last auf ihren Schultern. Historisch betrachtet schon immer ein Merkmal, das stark idealisiert wurde, wird der Penis in popkulturellen Kontexten oftmals als komisch dargestellt, während der Penis für Privatpersonen oft genug Grund für ernstzunehmende Auseinandersetzungen ist: Sexualität, Performance, Gesundheit, Potenz, Zeugungsfähigkeit, Ästhetik. Während sie in Pornofilmen oft aggressiv und fast schon als selbstständig agierender Akteur eingesetzt werden, ist der Penis tatsächlich ein sexuelles Körperteil. Allerdings ist ein Penis per se weder bedrohlich noch penetrant – und Männer nicht von ihren Penissen besessen.
Es gibt so viele Ideen, Vorstellungen, Bilder und Konzepte des männlichen Geschlechtsteils, dass uns schnell klar war, wir müssen auch über männliche Sexualität mehr, beziehungsweise offener und anders sprechen.
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Penisse werden sehr oft stark idealisiert dargestellt

„In Anbetracht der Symbolträchtigkeit dieses Körperteils, fällt es vielen Männern schwer, sich von der allgemeinen Wahrnehmung und der damit verbundenen Erwartungshaltung zu trennen und einen eigenen Bezug zu ihrem Penis herzustellen“, erklärt Dr. Lisa Wade, Soziologieprofessorin am Occidental College. „Die Assoziationen mit Geschlechtsteilen sind stark geschlechtlich genormt. Während weibliche Geschlechtsorgane als sinnlich, verletzlich, empfindsam und auch schön gelten, wird das männliche Glied als ‚Instrument der Macht‘ und als ‚Symbol der Potenz und der Kraft‘ betrachtet – da ist es nicht überraschend, dass Männer Komplexe diesbezüglich haben und sich fragen, ob sie mithalten können.“
Geoffrey Berliner, Executive Director der Penumbra Foundation, einer Nonprofit-Organisation, die sich für fotografische Aus- und Weiterbildung und Forschung einsetzt, hat sich für eine Fotoserie Männern und ihren Penissen gewidmet. Dabei hat er den Fokus auf den ganz eigenen Bezug des Mannes zu seinem Penis gelegt und, nun ja, qualitativ hochwertige Dickpics geschossen. Wirklich.
Wer uns nicht glaubt, dass Berliners Arbeit nichts mit dem auf Tinder sonst so üblichen Selfie-Aktbildchen zu tun hat, der klicke sich durch die folgenden 14 Bilder. Und alle anderen auch.
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Photographed by Geoffrey Berliner / Penumbra Foundation.
„Ich fühle mich in meinem Körper wirklich wohl. Ich mache ziemlich viel Aktfotografie. Männliche Nacktbilder werden oft tabuisiert. Ich glaube, es gibt eine gesellschaftliche Angst vor dem männlichen Akt.“

„Die meisten Künstler suchen keinen perfekten Körper, sondern solche mit Charakter. Einzigartige, interessante Körper.“
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Photographed by Geoffrey Berliner / Penumbra Foundation.
„[Was meinen eigenen Penis angeht] bin ich eigentlich nie zurückhaltend gewesen. Ich bin wahrscheinlich ziemlich durchschnittlich, aber das macht mir nicht viel aus. Manche haben damit vielleicht ein größeres Problem, aber... er funktioniert so, wie er funktionieren soll.“
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Photographed by Geoffrey Berliner / Penumbra Foundation.
„Die meisten Männer, mit denen ich aufgewachsen bin, hatten ihren Fokus schon ziemlich auf dem ganzen ‚Wer hat den größeren“-Gehabe. Das war schon sehr dominant. Als ich jünger war, war ich also auch um einiges schüchterner. Aber je älter ich wurde, desto mehr habe ich verstanden, dass es sehr viel mehr auf die Persönlichkeit als auf den Körper ankommt. Und meinen Charakter finde ich wirklich toll, das kann ich auch selbstbewusst so sagen. Irgendwann bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es mir egal sein kann, wie ich aussehe. Deshalb stört es mich auch nicht mehr, ob jemand meinen Penis sieht oder nicht, und ob sie denken, das sei gut oder nicht. Ich bin, wer ich bin. Das ändert sich nicht, und ich finde mich selbst gut so.“
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Photographed by Geoffrey Berliner / Penumbra Foundation.
„Ich liebe es, gesellschaftliche Konventionen auszutesten und Standards zu brechen. Und ich finde, es gibt definitiv ein Riesentabu, das vor allem auch auf den männlichen Genitalien liegt. Ich meine, wir sehen so viele halbnackte und nackte Frauen, auf Postern, Titelblättern, weibliche Haut in Filmen... Penisse sieht man dafür nie, da flippen die Menschen dann aus.“
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Photographed by Geoffrey Berliner / Penumbra Foundation.
„Ich gehe oft an Unikliniken und gehe mit den Studenten durch, wie sie sich bei ihrer ersten Untersuchen dem Patienten nähern, wenn sie seine Genitalien untersuchen. Wir sprechen viel über Anatomie und Biologie, aber wir spielen die Gespräche auch durch - und ich sitze nun einmal in Krankenhemd da und lasse mich anfassen, abtasten und untersuchen. Da lege ich schon ziemlich viel offen dar. Aber es ist auch schön. Man sieht, wie in ihrem Kopf ein Licht aufgeht, wenn sie das Wissen, was sie sich über die Jahre theoretisch angeeignet haben, über die Hände praktisch umgesetzt wird. Man merkt richtig, wie die Verbindung entsteht, den Gedanken, Oh, wow, das habe ich in einem Buch gelesen und jetzt tue ich es wirklich! – diesen Gedanken kann man förmlich an ihren Augen ablesen.“
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„Ich arbeite im Finanzbereich und habe daher nicht viele kreative Outlets. Eine Sache, die ich über die Jahre allerdings beibehalten habe, ist Modelstehen für Projekte wie dieses hier. Seit dem College mache ich das schon. Nach der Bankenkrise 2008 – und ich arbeitete damals in einer Bank – gab es nicht viel zu tun, also entdeckte ich eine kleine Galerie in meiner Nähe. Dort habe ich mal wieder Model gestanden.“

„Was vielen nicht bewusst ist, ist, dass es für Männer genauso viele oberflächliche, unrealistische Anforderungen und Standards gibt, die man besser erfüllen sollte, um als „wahrer Mann“ durchzugehen. Ständig wird man zugeballert mit Werbung zu Pillen und Stamina-Produkten. Es ist nicht einfach, selbstbewusst zu sein und einen kühlen Kopf zu bewahren.“
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„Ich war immer sehr groß und eher schlaksig dünn. Ich bin homosexuell... das hat es noch schwieriger gemacht, meine Identität zu finden. Heute identifiziere ich mich selbst offiziell als queer, weil ich bis vor kurzer Zeit auch noch mit Frauen geschlafen habe. Aktuell schlafe ich ausschließlich mit Männern. Es ist alles noch etwas neu für mich, aber danach fühle ich mich einfach.“
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Photographed by Geoffrey Berliner / Penumbra Foundation.
„Ich bin nicht beschnitten. In der Nachbarschaft, in der ich aufgewachsen bin, war es irgendwie üblich, beschnitten zu sein, deshalb haben das auch Mädchen immer von mir erwartet. Im College gab es dann definitiv Momente, in denen mich eine Frau dann angeschaut hat und meinte Oh, du bist nicht beschnitten. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll... Solche Reaktionen helfen leider weder dem Selbstbewusstsein noch geben sie dir ein gutes Körpergefühl.“
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„Ja, ich bin selbstbewusst. Warum auch nicht?“
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„Ich bin sehr stolz auf meinen Körper und wirklich happy mit der Größe meines Penis. Ich bin auch zufrieden mit seiner Form. Und ich bin beschnitten  – manchmal wünschte ich, ich wäre es nicht. Bei Typen mit beschnittenen Penissen kann die Eichel manchmal rau werden, das passiert unbeschnittenen Männern nicht. Ich bin trotzdem absolut fein mit meinem Penis und damit, mich nackt zu zeigen. Meistens zumindest.“
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„Ich hatte große Schwierigkeiten, meine Sexualität zu erforschen. Ich komme aus der Dominikanischen Republik – und ich bin schwul. Ich bin in einem homophoben Umfeld aufgewachsen, das war ziemlich hart. Man wird verurteilt, es ist einfach noch kein Teil der Kultur. Wir werden geboren und dazu erzogen, irgendwann zu heiraten, Kinder zu kriegen, eine Familie zu gründen, diese ganze Chose.“

„In meiner Heimat werden Körper zelebriert, Nacktheit wird gefeiert. Sobald du am Strand bist, wird erwartet, dass du dich ausziehst. Aber in allem anderen sind Dominikaner ziemlich konservativ und eher reserviert. Wir zeigen unsere Körper, aber sprechen nicht darüber, erst recht nicht über Sexualität. Zum Glück sind die Menschen dort, wo ich jetzt lebe, sehr viel offener und toleranter.“
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„Ich habe schon Komplimente für meinen Penis bekommen, aber mir hat eine Frau auch schon einmal gesagt, dass sie Schwänze mag, die ein bisschen breiter, kräftiger sind. Das war's aber auch schon an direktem Feedback. Ich finde, niemand sollte sich großartig mit der Größe seines Penis' beschäftigen. Es ist dein Penis. Du solltest ihn zu schätzen wissen.“
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„Ich bin nicht voll überzeugt von meinem Körper, aber für das Foto geht's.“
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„Ich verschicke definitiv Bilder von meinem Penis auf Dating Apps. Ich bin schwul und ich glaube, in der Gay Community kommt man damit besser klar als heterosexuelle Männer. Selbst wenn ich dafür [schlechtes] Feedback bekomme, denke ich mir eben Okay, bye. Das hat keine tiefergehenden Konsequenzen für mich. Niemand beurteilt dich wegen deiner Persönlichkeit, das fände ich viel schlimmer. Wenn ich mit jemandem ins Bett gehe und dem irgendwann auffällt, dass er mich nicht sexy findet – das fände ich auch schlimmer, als alles abzubrechen, bevor man sich überhaupt trifft.“

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