Warum Naturkosmetik nicht so umweltfreundlich ist, wie du denkst

Es wird Zeit, aufzuwachen: Am globalen Klimastreik-Tag widmet sich die VICE Media Group ausschließlich der aktuellen Klimakrise. Klicke hier, um junge Klima-Wortführer*innen aus aller Welt kennenzulernen und zu erfahren, wie du selbst etwas bewirken kannst.
Von ‚clean’ über ‚nachhaltig’ bis hin zu ‚organisch‘: Die Kosmetik-Industrie
haut uns mittlerweile jede Menge Adjektive um die Ohren. Wenn man
Google-Suchanfragen trauen kann, gibt es darunter aber einen eindeutigen
Gewinner: ‚Natürlich’. Kein anderes Wort wird in der Kategorie ‚Schönheit
und Fitness‘ häufiger gesucht – und das, obwohl es dafür nicht einmal eine
konkrete Definition gibt. Denn was soll ‚natürlich‘ in unserer Kosmetik
überhaupt heißen? Meist gehen wir dabei von natürlich gewonnenen
Inhaltsstoffen aus. Das sind vorrangig Pflanzen, die in Form von Extrakten
und Ölen in unseren Kosmetika landen, und manchmal auch tierische
Nebenprodukte wie Honig oder Milch.
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Heutzutage achten wir mehr darauf, womit wir unsere Haut in Kontakt
bringen. Immer wieder hört man von der schädlichen und reizenden Wirkung synthetischer Inhaltsstoffe wie Parabenen (Konservierungsmittel, die in vielen Hautpflegeprodukten enthalten sind) und Sulfaten (Tenside, die für Schaumbildung sorgen) auf empfindliche Haut. Kein Wunder also, dass ‚natürliche‘ Produkte demnach auf solche Zusatzstoffe verzichten und somit automatisch für umweltfreundlicher gehalten werden. Die Konsequenz ist ein regelrechter Naturkosmetik-Boom: Allein in Deutschland hat sich der Umsatz mit Naturkosmetik im vergangenen Jahrzehnt etwa verdoppelt . Und dennoch hat natürlich auch sie eine wenig diskutierte Schattenseite.

Begünstigt der Naturkosmetik-Boom den Klimawandel?

„Langsam verpufft der Glaube, ‚natürlich‘ würde automatisch ‚umweltfreundlich’ bedeuten“, sagt Livvy Houghton, freie Forscherin am The Future Laboratory. Houghton ist sich sicher, dass jedes so alltägliche Produkt wie Skincare (ob nun natürlich oder synthetisch) zum Klimawandel beiträgt. „Pflanzenbasierte Produkte sind zwar biologisch abbaubar, aber womöglich nicht so nachhaltig, wie du vielleicht denkst“, merkt Houghton an. Dabei stellt sich die Frage: Sind wir inzwischen so fixiert auf die nachhaltige Verpackung unserer Kosmetik, dass wir ihren klimaproblematischen Inhaltsstoffen gegenüber blind geworden sind?
„Vor allem Palmöl hat inzwischen einen schlechten Ruf“, nennt Houghton einen dieser Stoffe. Palmöl findest du häufig in verarbeiteten Lebensmitteln, taucht aber auch in Kosmetika wie Seife und Lippenstift auf. Es ist zwar ein natürlicher Inhaltsstoff, aber enorm umweltschädigend. „Palmöl ist der Grund für die Abholzung vieler der artenreichsten Wälder weltweit“, erklärt Houghton. Abgesehen davon macht Greenpeace das Palmöl auch noch für die Vertreibung ganzer Dörfer und die drohende Ausrottung gefährdeter Orang-Utans verantwortlich.
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Auch ätherisches Rosenholzöl erfreut sich großer Beliebtheit in der Hautpflege und Aromatherapie. Es wird aus der Aniba Rosaeodora (auch Rosenholzbaum genannt) gewonnen; einer Pflanze, die aktuell auf der IUCN Red List gefährdeter Spezies als „gefährdet“ geführt wird. Laut Charles Victor Barber, dem Leiter der Forest Legality Initiative und führendem Artenvielfaltsberater im World Resources Institute, ist das Rosenholz erst vor Kurzem zum Problem geworden. Dennoch sollte es trotz seines vergleichsweise geringen Marktanteils in der Beauty-Branche nicht unterschätzt werden, da zur Gewinnung des Rosenholzes der gesamte Baum gefällt werden muss. Dieser wächst nur sehr langsam nach – und das ist weder nachhaltig noch gut für die abgeholzten Wälder, die eine entscheidende Rolle im Klimawandel spielen.
Dr. Barbara Olioso ist Expertin für die Markenentwicklung nachhaltiger Kosmetik bei The Green Chemist Consultancy. Sie erzählt, dass einige Firmen die Herkunft ihres Rosenholzes transparent nachweisen, wohingegen sich andere Marken diesbezüglich selbst unsicher sind. Genau deswegen hat die Skincare-Brand Willowberry den Inhaltsstoff komplett aus ihren Hautpflegeprodukten gestrichen. Auf ihrer Website schreiben sie: „Unser  verwendetes Rosenholzöl wurde nachhaltig gewonnen. Nachdem wir allerdings von den damit verbundenen Umweltproblemen erfahren haben, halten wir die Nachhaltigkeitsmaßnahmen nicht mehr für ausreichend, um das Rosenholz zu schützen.“ Die möglichen Konsequenzen für die Umwelt seien es einfach nicht wert, betont die Marke weiter.
Dann wäre da noch das Arganöl, gewonnen aus dem Argania-Spinosa-Baum. Bekannt für seine pflegende Wirkung, findet man Arganöl inzwischen in allen möglichen Haut- und Haarpflegeprodukten. Berichten zufolge ist die Pflanze allerdings nicht ohne Grund so selten; vor allem Viehhaltung und der Bedarf nach Bauholz behindern ihre Verbreitung und ihr Wachstum. Laut des Londoner Botanischen Gartens dauert es rund 50 Jahre, bis ein Arganbaum Früchte trägt, aus denen Öl gewonnen werden kann. Und während viele Beauty-Marken ihr Arganöl zwar aus nachhaltiger Zusammenarbeit bekommen, betont Olioso, dass das nicht in jedem Fall zutrifft. Einige fragwürdige Argan-Quellen könnten dabei durchaus durch die Maschen schlüpfen und Firmen so die Möglichkeit bieten, auf günstigere, weniger nachhaltigere Optionen zurückgreifen.
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Wenn du dich viel mit Skincare beschäftigst, ist dir vielleicht Bakuchiol ein Begriff. Es wird aus der Psoralea-Corylifolia-Pflanze gewonnen und gilt als die natürliche Alternative zum Hautpflege-Alleskönner Retinol. Und während unzählige Brands den neuen Trend-Inhaltsstoff zwar bereits in Seren, Cremes und Masken verwenden, sind seine Ursprünge etwas zweifelhaft. Zwar führen weder die IUCN Red List noch die der CITES (einer internationalen Vereinbarung, die sich für den Schutz gefährdeter Pflanzen und Tiere einsetzt) Bakuchiol als gefährdete Pflanze, doch warnen einige Studien vor der drohenden Gefährdung durch „willkürliches Ernten“. 
Laut Olioso hält sich der größte Bakuchiol-Zulieferer der USA (Laurus Labs in Indien) zwar an die Regeln des sogenannten Nagoya-Protokolls, nach dem Firmen bei der Ressourcengewinnung strengen Vorgaben folgen müssen. So müssen sie beispielsweise vorher die örtliche Erlaubnis dazu einholen sowie das Erntegebiet nicht für sich allein beanspruchen. Dennoch gibt es womöglich Firmen, die sich nicht an diese Regeln halten, sondern das Bakuchiol illegal ernten und für günstigere Preise an Skincare-Brands verkaufen. Zwar gilt Bakuchiol weiterhin als nicht gefährdet, doch vermutet Olioso, die Information der „willkürlichen Ernte“ könne von örtlichen Gemeinden kommen. Es ist nämlich nicht unüblich, dass Einheimischen auffällt, wie die Pflanzen für ihren traditionellen Gebrauch plötzlich verschwinden, wenn sie im Westen beliebt werden. Bakuchiol beispielsweise hat antibakterielle Eigenschaften und wird traditionell zur Behandlung von Diabetes verwendet. Wir können davon ausgehen, mutmaßt Olioso, dass den Einheimischen die Ernte der Pflanze für solche Zwecke immer weiter erschwert wird.
Werden alle Regeln befolgt, können die Ernte und der Handel mit natürlichen Ressourcen den örtlichen Gemeinden starke Profite einbringen – doch ist dabei vor allem Transparenz entscheidend. Marken wie Neal’s Yard Remedies gehen mit ihrem ethischen Handel ganz offen um und arbeiten bei der Ernte von Pflanzen wie Hagebutte und Sandelholz mit Erntehelfern und Einheimischen aus Dörfern mit hoher Arbeitslosenquote zusammen. Außerdem kooperieren sie mit dem Makira Forest Protection Project, um schädliche Abholzungen zu verhindern.
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Und was kannst du selbst tun? Houghton empfiehlt, dich nicht nur über die Wirksamkeit unterschiedlicher Inhaltsstoffe zu informieren, sondern auch darüber, wo und wie sie gewonnen wurden. Beim Kauf von Naturkosmetika solltest du laut Olioso auf das COSMOS- oder NATRUE-Zertifikat achten. Ersteres setzt europaweite Standards für organische und natürliche Kosmetika, Letzteres garantiert hochwertige Inhaltsstoffe und Herstellungsmethoden. „Sie haben anhand aller möglichen Anforderungen ihre eigenen Systeme für Inhaltsstoffe und Verpackungen entwickelt“, erklärt Olioso.

Sind natürliche Inhaltsstoffe wirklich besser als synthetische?

Manche Skincare-Zutaten sind selten oder gefährdet, und die Handelskette schadet eventuell sogar der Umwelt und den Einheimischen. Könnte synthetische Hautpflege die Lösung sein? Lange hat die Beauty-Industrie künstliche Inhaltsstoffe wie Parabene und Silikone verteufelt. Vieles davon ist allerdings Panikmache. Laut der Dermatologin Dr. Anjali Mahto leben wir in einer Welt der ‚Chemophobie‘: Verglichen mit pflanzenbasierten Zutaten klingen die langen chemischen Bezeichnungen synthetischer Stoffe erst einmal einschüchternd. Auch fürchten sich viele vor der Behauptung, der Körper würde 60 Prozent dessen absorbieren, womit du ihn in Kontakt bringst. Dafür gibt es aber tatsächlich nur sehr wenige wissenschaftliche Indizien. Außerdem hat die EU strikte Regeln und Vorschriften, welche Chemikalien und Stoffe (nicht) in unserer Hautpflege verwendet werden dürfen. Und bloß weil ein Inhaltsstoff natürlich ist, macht ihn das nicht automatisch sicherer.
Tatsächlich haben sowohl die natürliche als auch die synthetische Hautpflege ihre Vor- und Nachteile, erzählt Olioso. „Bei künstlichen Zutaten weißt du  dank der transparenten Lieferkette genau, woher sie kommen. Außerdem verwenden wir einige synthetische Inhaltsstoffe schon seit über 50 Jahren; für den menschlichen Gebrauch sind sie also sicher. Aber was ist mit der Umwelt? Einige dieser Stoffe sind nicht abbaubar, und dann wäre da natürlich noch das Mikroplastik-Problem. Einige synthetische Zutaten sind effektiv Mikroplastik.“ Dimethicon zum Beispiel – ein Silikon, das in vielen Cremes verwendet wird. Zwar ist es nicht biologisch abbaubar, zersetzt sich aber dafür mit der Zeit. Kleinen Studien zufolge sind solche Silikone nicht allzu umweltschädlich, da sie sich eben doch allmählich zersetzen, aber dafür gibt es noch keine eindeutigen Beweise.
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Es kann auf jeden Fall nicht schaden, dir Inhaltsstoffe und Labels genau durchzulesen, meint Houghton. „Um als ‚natürlich‘ zu gelten, muss ein Produkt nur eine natürlich gewonnene Zutat enthalten“, erklärt sie. Der Rest könnte dabei sogar umweltschädigend sein. Daher rät Houghton dazu, nicht nur auf die natürlichen Bestandteile eines Produktes zu achten, sondern auch die Nachhaltigkeit seines ganzen Zyklus unter die Lupe zu nehmen. „Klar kann es schwer sein, diesen falschen Eindruck zu durchschauen, [dass ‚natürlich‘ ein Synonym für ‚umweltfreundlich‘ ist,] da wir das gerne glauben wollen. Außerdem suggeriert uns das auch das Marketing dazu“, sagt sie. „Sieh dir jeden Schritt genau an – von der Ernte bis hin zum Lieferweg.“ Aber was wird eigentlich am Ende ihres Zyklus aus unseren Hautpflegeprodukten? Olioso vermutet, unser Wasserreinigungssystem könne diese Vielfalt synthetischer Substanzen womöglich nicht vollständig herausfiltern. Einige von ihnen könnten durchs Netz gehen und so im Trinkwasser und unseren Lebensmitteln landen.

Wie können wir Naturkosmetika nachhaltiger machen?

Laut Olioso ist die größte Herausforderung nicht die Entscheidung zwischen natürlich und synthetisch, sondern die Frage, wie wir dem Natürlichen etwas mehr Nachhaltigkeit einhauchen können. Sie hält vor allem kleinere Indie-Beauty-Brands für umweltbewusster – würde dir aber raten, selbst nach Marken zu suchen, die ihre Nachhaltigkeitsbemühungen transparent darstellen. Das macht auch Zahra Broadfield. Sie ist die Gründerin des Online-Shops für nachhaltige Indie-Beauty SUST. Auf die Idee ihrer Website kam sie, als sie begriff, wie leicht es für Skincare-Marken ist, ihre Lieferkette zu verschleiern oder einen guten Aspekt ihrer Produkte zu bewerben (zum Beispiel dessen natürliche Inhaltsstoffe), ohne wirklich auf die negativen Seiten einzugehen. „Beauty-Marken wissen genau, wie sie einen Hype befeuern – vor allem rund um neue Inhaltsstoffe“, meint Broadfield. „Daher arbeite ich mit kleinen Brands zusammen und konzentriere mich mehr auf deren Geschichten. Wenn die guten Absichten und Visionen für verantwortungsbewusste, nachhaltige Beauty da sind, führt das automatisch zu tollen Inhaltsstoffen, Produkten und Wirkungen.“
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Broadfield betont auch, dass jede*r Beauty-Kund*in auch eine eigene Meinung zu Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein hat. „Wenn du dir noch nicht sicher bist, wie du darüber denkst, helfen dir vielleicht die Fragen, die ich stelle, bevor ich für SUST neue Marken auswähle“, meint Broadfield. Die da wären: Ist die Lieferkette der Zutaten transparent? Lässt sich der Ursprung jeder pflanzlichen Ressource nachverfolgen? Enthält das Produkt synthetische Inhaltsstoffe? Wenn ja, lässt sich überprüfen, ob diese der Umwelt schaden? Auch nachhaltige Landwirtschaft, eine faire Bezahlung für Landwirte und der CO₂-Fußabdruck der Betriebe sind Broadfield wichtig. „Wenn Marken ihre Zutaten aus aller Welt sammeln, ohne dabei an ihre CO₂-Bilanz zu denken, sollte man sie unbedingt darauf ansprechen“, findet sie. Dabei geht es ihr aber überhaupt nicht darum, Vorwürfe zu machen. „Manche Brands haben sich eben nicht über jeden dieser Faktoren Gedanken gemacht. Sie könnten sich aber ganz einfach verändern, damit ihre Pros verbessern und die Contras verringern.“

Wie du deine Beauty-Routine umweltfreundlicher gestaltest?

Während die größte Last des Klimawandels natürlich auf den Schultern großer Marken ruht, solltest du bei deinen eigenen Pflegeroutinen und -ritualen über die einzelnen Produkte hinausdenken, findet Houghton; vor allem solltest du überlegen, wie du sie kombinieren könntest. „Das geht zum Beispiel in Form von Hybrid-Produkten, die mehrere Funktionen auf einmal erfüllen, oder mit probiotischer Pflege, die die hauteigene Regeneration unterstützt“, schlägt Houghton vor. Marken wie Gallinée (Probiotic Youthful Serum, 50,95 €) und Haeckels (Zinc + Fucoidan Overnight Spot & Acne Treatment, ca. 23 € plus Versand) setzen auf Probiotika und ‚gute Bakterien‘, um gegen Hautprobleme wie Trockenheit und Akne vorzugehen. 
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Obwohl es sicherlich kein Wundermittel gegen den Klimawandel ist, empfiehlt Olioso den Kauf lokaler Produkte, um den CO₂-Ausstoß zu verringern. Kein Problem, schließlich hat auch Deutschland zahlreiche Naturkosmetik-Marken zu bieten; Namen wie Dr. Hauschka, i+m Naturkosmetik Berlin, Lavera und Annemarie Börlind sind längst in Drogerien, Apotheken und natürlich diversen Online-Shops wie Naturalou angekommen. Um zu erfahren, welche von ihnen am besten zu dir passen könnten, kannst du dich beispielsweise hier belesen.
Du willst in Sachen Umweltfreundlichkeit noch einen draufsetzen? Dann könnte „circular beauty“ („Kreislauf-Beauty“), wie Houghton es nennt, eine Option für dich sein. Dabei werden für die Skincare-Herstellung ungenutzte Ressourcen wie beispielsweise Kaffeesatz oder Apfelrückstände bei der Saftproduktion verwendet. „Diese Zutaten würden ansonsten im Abfall enden“, meint Houghton. Anderswo sind daraus ganze Firmen entstanden: In London verwenden die Marken MONTAMONTA und UpCircle solche Nebenprodukte für die Entwicklung ihrer Skincare, beispielsweise in Peelings und Cleansern. Und das kannst du auch nachmachen! Aus Kaffeesatz lässt sich zum Beispiel ganz einfach ein Körperpeeling machen – das Rezept dafür findest du hier –, und über Sekt- und Bierreste freuen sich deine Haare
Und auch die Verpackung spielt natürlich in Sachen Nachhaltigkeit eine große Rolle. Olioso empfiehlt dafür feste Varianten von Shampoos und Co.: „Manche festen Kosmetika wie Shampoo, Conditioner und Deodorant können beim Plastiksparen einen großen Unterschied machen, aber daran müssen wir uns wohl erst gewöhnen.“ Solche Produkte haben es aber zumindest schon in die Drogerien hierzulande geschafft, und auch bei Lush gibt es seit Jahren feste Varianten unserer Alltags-Kosmetika.
Selbstverständlich trägt auch die Beauty-Industrie einen Teil der Verantwortung für den Klimawandel, und daran wird sich wohl so schnell nichts ändern. Charles betont aber, wie wichtig es ist, Druck auf große Marken auszuwirken und die richtigen Fragen zu ihren Methoden zu stellen, um die Message auch nach ganz oben durchzureichen. Und auch unser eigener Umgang mit Beauty-Produkten kann einen Unterschied machen, wenn wir in nachhaltige Marken investieren. Letztlich sollte die Verantwortung aber nicht bei den Konsument*innen allein liegen, meint Charles. „Hast du nicht alle Fakten, hast du keine echte Wahl“, fasst er zusammen. „Es liegt an der Industrie und der Regierung, Richtlinien dafür zu entwickeln. Und das geht nur, wenn alle zusammenarbeiten.“

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