Haare selber schneiden: Was du wissen musst & dein*e Friseur*in dir nicht verrät

Illustration: Anna Sudit.
Der Versuch, sich selbst die Haare zu schneiden, endet nicht selten in einer mittelschweren Katastrophe. Jede*r von uns kann wahrscheinlich die eine oder andere Horrorgeschichte zu diesem Thema erzählen. Da kommt man nach einigen Gläsern Wein mitten in der Nacht plötzlich auf die glorreiche Idee, sich einen angesagten Mikropony zu schneiden. Schnitt für Schnitt wird einem plötzlich klar, dass das nicht unbedingt der brillanteste Einfall war, den man je hatte. Am Morgen danach geht es dann panisch zum Haarexperten des Vertrauens, der das Ganze wieder richten muss. Und man selbst sitzt verzweifelt, womöglich weinend und um Vergebung bettelnd da und schwört sich, von nun an für immer und ewig die Finger von der Schere zu lassen.
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Haare selber schneiden: Mit dieser easy Anleitung klappt's

Es gibt allerdings ein paar kleine Tricks, mit denen man sich ganz einfach die Haare selber schneiden kann. Manche von ihnen sind wirklich so simple, dass sie selbst ein Affe mit verbundenen Augen ausführen könnte. Wenn ich so ausgebucht bin, dass ich nicht mal ein schnelles Spitzenschneiden dazwischen schieben kann, empfehle ich sie auch häufig meinen Kunden. Als Haarprofi bin ich zwar vorsichtig mit Ratschlägen rund um das Thema „Selbst Hand anlegen“ – aber ich wende diese Technik selbst seit Jahren bei meinen eigenen Haaren an und bin daher wirklich überzeugt. Mit diesem einfachen Trick sind kaputte Spitzen bald Geschichte, versprochen!
In unsere Slideshow erklären wir euch Schritt für Schritt, wie ihr euch selber die Haare schneidet, ohne anschließend einen Nervenzusammenbruch zu haben:
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Illustration: Anna Sudit.
Regelmäßiges Spitzenschneiden ist unverzichtbar, wenn man eine gesunde Traummähne haben möchte. Wenn die Haarenden sich bereits spalten, wirkt das Ganze schnell ungesund und spröde. Etwa alle sechs Wochen sollte die Schere bei längerem Haar zum Einsatz kommen. Für kürzere Schnitte empfiehlt sich alle drei bis vier Wochen ein sogenanntes Dusting.

Ich empfehle den Schnitt knapp oberhalb der kaputten Enden zu setzen – etwa ein bis zwei Zentimeter. Und woran erkennst du, dass es Zeit für die Schere ist? Ganz einfach: Wenn ein Bad Hair Day auf den nächsten folgt. Glattes Haar wirkt dann häufig trocken, stumpf und strohig. Locken werden rau und bekommen Frizz. Selbst mit hochwertigsten Pflegeprodukten ist Spliss nicht mehr beizukommen.

Meine Technik eignet sich vor allem für stufige, schulterlange Schnitte und funktioniert eigentlich bei fast jeder Haarstruktur. Mutige können sich auch selbst noch ein paar Stufen schneiden, um der Frisur ein bisschen mehr Würze zu verpassen. Für besonders lockiges Haar würde ich das Ganze allerdings nicht unbedingt empfehlen, weil die doch ein wenig kniffeliger in der Behandlung sind.
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Illustration: Anna Sudit.
Zunächst solltest du deine Haare anfeuchten. Rubbele es einfach nach dem Duschen mit dem Handtuch trocken. Gut durchbürsten und zu einem Pferdeschwanz zusammennehmen. Dieser sollte sich möglichst mittig befinden, das Haarband muss fest sitzen.
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Illustration: Anna Sudit.
Stell dich vor einen Spiegel. Halte mit einer Hand den Zopf nach oben, während du mit der anderen das Haarband in Richtung der Spitzen nach oben ziehst, bis etwa noch 5cm des Zopfes oben herausschauen. Gut festhalten und stramm nach oben halten.
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Illustration: Anna Sudit.
Als nächstes kommt die Schere zum Einsatz. Diese sollte möglichst scharf und speziell zum Haare schneiden geeignet sein. Dann beginnst du nach und nach die Spitzen zu kürzen.
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Illustration: Anna Sudit.
Für ein Dusting schneidest du nur die untersten, kaputten Spitzen ab. Soll mehr abkommen, schneidest du einfach einmal gerade das Ende des Pferdeschwanzes ab. Haarband raus, denn das war es schon!
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Illustration: Anna Sudit.
Wenn wir schon mal dabei sind und die kaputten Spitzen Schnee von gestern sind, geht es beim Pony weiter. Denn auch diese Technik ist wirklich simple. Du solltest lediglich darauf achten, dass deine Schere scharf und das Haar feucht ist.

Pony selber schneiden leicht gemacht!



Beginne damit deinen Pony in 3 Teile zu teilen, in dem du diagonal rechts und links zwei Strähnen abtrennst, sodass der mittlere Part ein Dreieck bildet.

Nun nimmst du einen feinzinkigen Kamm und ziehst diesen durch den ersten Part bis kurz vor die Spitzen, hältst ihn von der Stirn weg und schneidest die unteren Enden ab. Genauso verfährst du auch mit den anderen beiden Teilen.
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Illustration: Anna Sudit.
Haare auf, schütteln, fertig! Wenn du mit den Fingern durch dein Haare fährst, wirst du spüren, wie gesund sie nun sind und du wirst es im Spiegel sehen. Du hast dir selber die Haare geschnitten: Gratulation!
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