9 Tipps, wie du starkes Schwitzen im Sommer in den Griff bekommst

Illustration: Mallory Heyer.
Keine Frage, Schwitzen ist eine Funktion, die für unseren Körper überlebensnotwendig ist. Wenn wir uns körperlich anstrengen, sorgt das Schwitzen etwa dafür, dass unsere Körpertemperatur gesenkt wird und wir nicht überhitzen. Zudem wird überschüssiges Salz und Schadstoffe über die Schweißdrüsen ausgeschieden, zudem öffnen sich auch die Poren dank der Schweißproduktion. Und auch wenn sich eine fiese Erkältung ankündigt, kann eine „Schwitzkur" wahre Wunder bewirken – das hat Schließlich auch Oma schon immer empfohlen.
Obwohl es also gesund ist zu schwitzen, mögen wir es trotzdem nicht. Denn leider zieht übermäßiges Schwitzen auch die Bildung von Körpergeruch nach sich – bei dem einen eben weniger, bei dem anderen mehr. Wenn es jedoch zu übermäßiger Schweißproduktion kommt, die viele von uns als unangenehm wahrnehmen, spricht man im Fachjargon von einer so genannten Hyperhidrose. Wenn ihr davon betroffen seid, haben wir hier einige hilfreiche Tipps für euch, die starkes Schwitzen vermeiden soll:
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1. Die Auswahl der richtigen Kleidung

Viele Menschen schwitzen, weil sie die falschen Materialien tragen. Stoffe mit hohem Polyesteranteil oder enganliegende Klamotten tragen nicht unbedingt dazu bei, dass die Luft zwischen Haut und Kleidungsstück vernünftig zirkulieren kann. Damit die Haut optimal atmen kann, sollte der oder die Träger_In daher darauf achten, ein weit geschnittenes Oberteil zu tragen. Hilfreich sind auch so genannte Funktionstextilien, die atmungsaktiv sind oder den Schweiß besser aufnehmen können. Baumwolle ist nicht ratsam, da sie Schweiß und somit unangenehme Gerüche bindet.

2. Das richtige Deo wählen

Es gibt ja zum Glück kleine Mittelchen und Helfer, die man gegen starkes Schwitzen einsetzen kann – so wie etwa ein Deo. Wer allerdings stark schwitzt, sollte nicht auf ein handelsübliches Deo setzen, sondern besser ein Antitranspirant nutzen, das die Hautporen verengt und dadurch die Schweißbildung hemmt.

3. Ausreichend trinken!

Der weit verbreitete Irrglaube, dass Vielschwitzer möglichst wenig trinken sollten, um nicht noch mehr zu schwitzen, ist längst widerlegt. Damit der Flüssigkeitshaushalt im Körper ausgeglichen bleibt, müssen auch von Hyperhidrose Betroffene genügen trinken. Am besten jedoch Wasser!

4. Zigaretten und Alkohol möglichst vermeiden

Womit wir direkt beim nächsten Punkt angelangt wären. Denn Alkohol zählt nicht zu den empfohlenen Flüssigkeiten, die man zu sich nehmen sollte. Im Gegenteil: Alkoholische Getränke sowie Zigaretten solltet möglichst meiden, da beides die Schweißbildung fördert. Je mehr man trinkt und raucht, desto häufiger treten auch Schweißausbrüche auf.

5. Regelmäßige Saunagänge

Falls du zu denjenigen gehörst, die viel schwitzen, könnten dir eventuell regelmäßige Saunagänge helfen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Durch die starke Hitze in der Sauna, kommt die Schweißregulierung des Körpers wieder in Einklang.
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6. Die richtige Ernährung

Ja, auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle, wenn man übermäßiges Schwitzen vermeiden will. Verzichtet zum Beispiel auf besonders salzige Nahrung und scharfe Gewürze. Auch Fleisch und Wurst solltet ihr auf ein Minimum reduzieren. Generell solltet ihr nicht zu viel Fett zu euch nehmen. Obst, Gemüse und sämtliche Milchprodukte können dahingegen umso mehr.

7. Treibt regelmäßig Sport!

Um tendenziell weniger zu schwitzen, lohnt es sich zuvor erst einmal regelmäßig ins Schwitzen zu kommen. Denn je mehr Schweiß ganz gezielt durch Sport produziert wird, desto seltener kommt es zu spontanen und eher unerwünschten Schweißausbrüchen. Welchen Sport ihr treibt, ist dabei eigentlich relativ egal.

8. Geheimtipp: Bockshornklee

In den Samen der Bockshornklee-Pflanze befinden sich Stoffe, die bei regelmäßiger Anwendung auf der Haut, die Schweißdrüsenproduktion lindern können. Für die Hertsellung des Bockshornklee-Suds etwa zwei Esslöffel der Samen mit ungefähr einem Liter Wasser vermischen und sechs Stunden einweichen. Anschließend die Samen absieben, den Sud kurz zum Kochen bringen und wieder abkühlen lassen. Stellt eine Fußwanne mit Wasser bereit und gebt je nach Bedarf etwas von dem Sud dazu und badet Füße und Hände darin. Bei regelmäßiger Anwendung kann dies die Schweißproduktion einschränken. Die Bockshornklee-Samen kriegt ihr der Apotheke.

9. Wechselduschen

Wer schon morgens mit Wechselduschen in den Tag startet, kann damit auch übermäßigem Schwitzen vorbeugen. Menschen, die viel schwitzen, sollten nicht nur kalt duschen, da dies einen gegenteiligen Effekt hervorruft. Denn der Körper fährt seine Temperatur hoch, was wiederum zu Schweißattacken führen kann. Warmes und kaltes Wasser im Wechsel hingegen bringt den Kreislauf in Schwung und hat eine erfrischende Wirkung. Bei dauerhafter Anwendung wird die Schweißproduktion angenehm reguliert.
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