Wie du dein Sexleben in einer langen Beziehung wieder auffrischst

Foto: Natalia Mantini
Ganz egal, wie gemütlich der gemeinsame Netflix-Abend mit dem/der Partner*in auch ist, manchmal könnte es doch ein bisschen mehr Aufregung in eurer Beziehung geben? Im Laufe einer Partnerschaft wachsen wir zwar gemeinsam als Paar, aber wir verändern uns auch ganz individuell. Dasselbe gilt folglich also auch für unser Sexleben. Was uns am Anfang aufregend und neu erscheint, erschöpft sich vielleicht mit der Zeit und man sehnt sich nach neuen, erregenden Sex-Erlebnissen zusammen.

Neue Inspiration gesucht? Diese Sex-Tipps helfen euch dabei

Laut Expert*innen ist der Schlüssel zu einer glücklichen und erfüllten Sexualität in einer Langzeitbeziehung, sich stetig neu und abwechslungsreich zu begegnen. Spaß daran zu haben sich neue Kleinigkeiten für den anderen auszudenken, die eigenen Regeln immer wieder zu brechen und miteinander neu zu definieren. Stets orientiert an den wechselnden Bedürfnissen des Gegenübers und mit liebevollem Verständnis und Aufmerksamkeit für die Dynamik der Beziehung, denn verändert sich diese, zum Beispiel durch das Hinzukommen von Kindern, hat das natürlich auch Auswirkungen auf unser Sexleben.
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„Am Anfang einer Beziehung, wenn alles rosarot und wundervoll ist, fällt es uns leicht den Partner liebevoll zu behandeln und aufregend zu sehen“, beschreibt Dr. Sarah Schewitz. Die Beziehungstherapeutin spricht damit die Herausforderung an, die auf die Paare nach der ersten Verliebtheitsphase wartet. Der gemeinsame Alltag mit den Kindern, Geldsorgen oder schlichtweg ein Gefühl der Langeweile können sich negativ auf die partnerschaftliche Sexualität auswirken.

Abwechslungsreiche Sex-Tipps, mit denen ihr Routinen endlich durchbrechen könnt

Dies bedeutet nicht, dass jede langfristige Partnerschaft von Problemen im Schlafzimmer überschattet sein muss; es gibt unzählige Untersuchungen, die zeigen, dass Menschen über Jahrzehnte hinweg ausgesprochen verliebt bleiben können. Dennoch zeigen Studien, dass Paare, die sich sexuell abwechslungsreich umeinander bemühen, tendenziell zufriedener mit ihrem Sexualleben sind.
Wir haben die besten Sex-Tipps zur Inspiration von den gefragtesten Sexpert*innen in den folgenden 30 Slides für euch gesammelt. Denn selbst, wenn ihr schon rundum zufrieden mit eurem Sexleben seid, kann der ein oder andere euch vielleicht als aufregende Anregung für den nächsten Abend zu zweit dienen.
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„Schatz, ich hab einen Porno mitgebracht“

In den letzten Jahren hat sich der Porno raus aus der Schmuddelecke, die versteckt hinter dem Vorhang in der Videothek zu finden war, hin zum salonfähigen Sexpartner emanzipiert, der immer und überall im Internet abrufbar ist. Egal also, ob man bereits eine kleine eigene Sammlung angelegt hat oder ein völlig unbeschriebenes Blatt auf dem Gebiet ist, findet sich frei nach dem Motto „Jedem Tierchen sein Plaisierchen“ auch für jede Vorliebe das passende Bewegtbild. „Da gibt es alles von heiß und unanständig, bis hin zu epischen Filmen mit Piratenschiffen oder Weltraumodysseen mit den neuesten Spezialeffekten“, so Coleen Singer, Sexologin bei Sssh.com.

Für alle Porno-Neulinge empfiehlt sie, sich erstmal mit humorvollen Kategorien auf der Seite aufzuwärmen. Auch auf Trenchcoat X, der Seite von Stoya und Kayden Kross, kommen Mitglieder voll auf ihre Kosten und können den einen oder anderen erfrischenden Sex-Tipp absahnen.

Singer empfiehlt: „Inszenieren Sie Ihren Abend als ein sexy Stelldichein, sorgen Sie für die richtige Stimmung, in dem Sie sich mit Details wie Champagner, Erdbeeren und vielleicht einem verspielten Sextoy, den Pornoabend noch versüßen.“
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Smooth wie Kamasutra

Selbst wenn ihr schon glaubt zu wissen, was es ist, nehmt euch etwas Zeit, googelt das Kamasutra … und findet die Erleuchtung. Das hier ist beispielsweise eine kleine Übersicht unserer liebsten Kamasutra-Stellungen – wir empfehlen euch mit dem Lotus zu beginnen.

Schewitz schlägt vor, sich intensiv über Vorlieben und Wünsche auszutauschen und dann, einmal im Monat, eine neue Stellung auszuprobieren.

Keine Sorge, falls Kamasutra nicht euer Ding ist, haben wir auch passende Sexpositionen im Stehen oder Tipps für heißen Sex von hinten – erlaubt ist, was gefällt!
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Verzichtet auf Quickies (zumindest für eine Weile)

Einer der großen Vorteile an Langzeitbeziehungen ist die Nähe und das Vertrauen, das man dem Partner*in gegenüber empfindet. Nehmt euch Zeit, euch um den anderen zu kümmern, fragt genau nach und genießt es, euren Liebsten etwas Gutes zu tun. Verzichtet einfach mal eine Zeit lang auf die schnelle Nummer am Abend und investiert in die gemeinsame Zeit miteinander.

„Sex ist am besten, wenn man sich ganz vertraut ist. Auch wenn Quickies und die schnelle Lust sicher viel Spaß bringen, kann es sich lohnen den Akt mal wieder öfter zu zelebrieren und sich Zeit zu nehmen“, empfiehlt Schewitz.
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Schluss mit dem Versöhnungssex

Auch wenn wir alle wissen, wie aufregend dieser sein kann, warnt Sexual- Beziehungstherapeutin Courtney Geter davor, Sex zum Konfliktlöser werden zu lassen. Er sollte lieber als Belohnung genossen werden, wenn man sich bereits wieder versöhnt hat. Dennoch, sollte andauernder Streit einem nicht den Spaß am Sex verderben. Eine ausgewogene Balance ist hier der Schlüssel zum Glück.

„Der Tipp hier ist, eine gesunde Streitkultur zu entwickeln, die die Beziehung stark und gesund macht und Sex nicht zum Symptom des Konflikts werden lässt“, so die Therapeutin.

Meist führt der Weg zu besserer Sexualität über eine veränderte Art der Kommunikation.
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Bon appétit

In langen Beziehungen, insbesondere dann, wenn man einen gemeinsamen Haushalt führt, ist eine der häufigsten Fragen:„Was essen wir heute Abend?“ Deshalb empfiehlt die Beziehungsexpertin Lisa Hochberger, sich doch einmal ein etwas anderes Menü auszudenken: „ Jeder Partner*in schreibt drei verschiedene intime Wünsche auf, die sie bzw. er zur Vorspeise, Hauptgang bzw. als Dessert serviert bekommen möchte. Anschließend tauschen sich beide darüber aus und besprechen ihr gemeinsames Sexmenü für den Abend.“

Als Anregung hier ein kleiner Menüvorschlag von unserer Seite:

Vorspeise:
Fußmassage
Rücken streicheln
Am Ohrläppchen knabbern

Hauptgericht:
Oral Sex
Anal Sex
Vibratorspielchen

Dessert:
Liebevolle Klapse
Rückenmassage
Kuscheln
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Your Body Is A Wonderland....

So schön es auch ist, den Körper des anderen in und auswendig zu kennen, kann sich dadurch auch manchmal eine Routine einschleichen, durch die wir uns gegenseitig um erregende Abwechslung bringen. Auch wenn wir denken, jede erogene Zone des Partners*in genau zu kennen, rät Hochberger einmal genau aufzuschreiben, was wir zu wissen glauben und dann intensiv darüber zu sprechen:

„Zu Beginn malt jeder den Körper des anderen auf (wobei die Zeichnungen nur für eure Augen bestimmt sind). Anschließend beginnen die Partner gegenseitig sich zärtlich zu streicheln oder auch zu lecken. Starten Sie mit den Füßen und fragen dann genau ab, ob sich das gut anfühlt und was man ändern könnte. Am Kopf angekommen, halten Sie dann an der Zeichnung die Vorlieben des Partners*in fest. Sie werden überrascht sein, was sich im Laufe der Zeit beim Partner verändert hat.“
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Verwöhnprogramm

Manchmal kann es unglaublich erotisch sein, sich auf Berührungen außerhalb der erogenen Zonen zu konzentrieren. „Verwöhnen Sie sich gegenseitig mit einer ausgiebigen Massage, die nicht in erster Instanz sexuell motiviert ist“, schlägt Hochberger vor, des Weiteren rät sie: „Kaufen Sie sich ein schönes Öl, dimmen Sie das Licht, schaffen Sie eine intime Atmosphäre im Kerzenlicht und ziehen Sie sich komplett aus. Nehmen Sie sich Zeit für eine intensive Massage und kommen Sie dabei den Genitalien des Partners so nah wie möglich, aber berühren Sie sie nicht. Nachdem Sie sich beide jeweils ausgiebig auf diese Art verwöhnt haben, freuen Sie sich auf intimen Sex miteinander.“
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Zeitumstellung

Ihr mögt erst spät am Abend so richtig in Fahrt zu kommen, oder es gibt für euch nichts schöneres als Sex direkt nach dem Aufwachen? Dennoch empfiehlt die Therapeutin Dr. Jane Greer, sich bewusst für eine andere Tages- bzw. Nachtzeit, als die gewohnte, zum Schäferstündchen zu verabreden: „Sollten Sie es gewohnt sein, auf Grund von Terminschwierigkeiten, immer an einem bestimmten Tag Sex zu haben, versuchen Sie einen Quickie an einem Tag, an dem Sie nicht ganz so viel Zeit haben, oder wenn Sie immer nur Nachts miteinander schlafen, verlegen Sie den Sex mal in die Morgenstunden. Der Reiz des Neuen wirkt wahre Wunder.“
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Raus aus der Komfortzone

Solltet ihr das Gefühl haben, dass die Initiative immer von eurem Partner*in ausgeht, oder euch wünschen, dass nicht immer ihr den ersten Schritt macht, versucht ganz bewusst aus eurer Komfortzone herauszutreten, so Greer: „Zeigen Sie Ihrem Partner*in, wie sehr er sie anmacht, das holt sie aus der Routine und überrascht die Erwartungshaltung des anderen. Zu wissen, dass der Partner*in Sie begehrenswert findet, ist unglaublich erotisch und aufregend.“
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Rollentausch

Oft hat es sich in einer längeren Beziehung bereits auch sexuell eingespielt, wer der aktivere, bzw. der passivere Part in der Beziehung ist. Wenn jeder so gut auf seine Kosten kommt, wird daran meist nicht gerüttelt. Dennoch kann es zu einmaligen erotischen Erfahrungen führen, wenn man die Rollen einfach mal vertauscht.

„Entscheiden Sie sich, wer welchen Part für den Abend spielt. Oftmals kann das helfen, sich auch von der scheinbaren Erwartungshaltung des Partners*in zu befreien. Die Folge: Eine entspanntere Sexualität und somit auch ein höherer Genuss beim Liebesspiel.“

Warum als heterosexuelles Pärchen nicht mal die Vorzüge eines Strap-On's ausprobieren und in die Rolle des jeweils anderen schlüpfen.
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Weniger ist mehr

Dein Partner*in findet dich im Kapuzenpulli bestimmt mindestens so sexy wie im schwarzen Negligee, aber das heißt nicht, dass es nicht extrem prickelnd sein kann, sich ihm in einem Hauch von Nichts zu präsentieren, sei es in schöner erotischer Unterwäsche oder mal in einem etwas gewagteren Outfit.

„Es kann einen definitiven Kick bedeuten, sich für den Sex besonders schön zu machen“, so Greer, „wenn Sie sich sexy finden, wird dies auch Ihr Partner*in tun!“
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Hormonschub

Auch wenn ihr grundsätzlich eine glückliche Beziehung führt, kann es trotzdem Zeiten geben, in denen ihr euch nicht so sehr zueinander hingezogen fühlt, wie am Anfang – das ist völlig normal und kommt in jeder längeren Beziehung vor. Die Sexologin Jess O'Reilly empfiehlt deshalb, sich gemeinsamen Aktivitäten zu widmen, die die Hormone Dopamin, Adrenalin und Serotonin anregen, denn diese lassen uns uns wieder wie frisch verliebt fühlen.

Ein Weg, um sich wieder neugierig aufeinander zu machen, kann zum Beispiel sein, wieder mehr Zeit voneinander getrennt und unabhängig vom anderen zu verbringen.

„Alles Neue, das Unbekannte und die Unsicherheit über die Gefühle des anderen haben am Anfang Ihre Beziehung angeheizt, deshalb empfiehlt es sich, wieder eine ähnliche Situation herzustellen, um die Leidenschaft neu zu entdecken“, so Dr. O'Reilly.
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Turn' dich selbst an

Bestimmt ist euer Partner*in der absolute Expert*in, wenn es darum geht, euch so richtig in Fahrt zu bringen. Dennoch könnt ihr auch selbst einiges tun, um euch in die richtige Stimmung zu versetzen. Die sexuelle Erregung muss nicht immer von selbst kommen, erklärt Dr. O'Reilly, manchmal müssen wir sie auch erst selbst aufwecken. Der Partner*in spielt sicher eine Rolle dabei, aber man sollte nicht die ganze Verantwortung abgeben.

„Viele von uns sind nicht immer gleich in der Stimmung für Sex, manchmal dauert es eben ein bisschen. Warten Sie also nicht immer darauf, dass sie von alleine kommt, sondern bringen Sie sich selbst in die richtige Stimmung. Träumen Sie sich in erotische Gedanken, lesen Sie erotische Geschichten, schauen Sie einen Porno, aber vor allem: Flirten Sie!“, so die Therapeutin.

Dennoch bedeutet dies natürlich nicht, sich selbst unter Druck zu setzen und wann immer der andere will, bereit für Sex zu sein. Lernt euch und euren Körper besser kennen und achtet auf eure Intuition, dann steht einer erfüllten Sexualität prinzipiell nichts im Wege.
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Offenheit

Darüber zu sprechen, in einer Beziehung nicht monogam zu leben, bedeutet nicht, von heute auf morgen plötzlich in einer offenen Beziehung zu sein. Schon allein das bloße Reden über sexuelle Wünsche außerhalb der eigenen Beziehung, kann euch bereits näher zusammen bringen, eine ganz neue Intimität schaffen und auch sehr erregend sein, so Dr. O'Reilly: „Das Problem an der Monogamie ist, dass wir sie als eine Grundbedingung für eine Beziehung sehen, dabei ist sie doch nur eine von vielen Möglichkeiten.“
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Relax!

Nach Meinung von Dr. O' Reilly ändert sich unser sexuelles Verlangen stetig und Untersuchungen geben ihr Recht. Also macht euch keine Sorgen, wenn eure Libido unterschiedliche Phasen durchläuft. Hört auf euren Körper und vor allem hört nicht auf, mit eurem*r Partner*in zu kommunizieren.
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Sex-Reminder

Es mag sich zwar zunächst wie das genaue Gegenteil von „aufregend“ anhören, aber das gemeinsame Sexdate in den Kalender (digital oder in Papierform) des anderen einzutragen, kann die Vorfreude auf das Treffen enorm steigern. Egal wie ihr euren Reminder nennt, allein der Vorgang macht das Stelldichein zu einer Priorität.

Schewitz meint: „Das Leben heute wird immer schneller und voller, da kann es leicht passieren, dass der Sex in den Hintergrund rückt. Hält dieser Zustand zu lange an, können Distanzierung vom Partner*in die Folge sein und plötzlich steht man vor einem Berg an Beziehungsproblemen. Versuchen Sie sich feste Zeiten zu überlegen und sich auch daran zu halten, egal wie müde, oder beschäftigt Sie auch sein mögen. Ihre Beziehung wird es Ihnen danken.“
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Rollenspiele

Erinnert ihr euch an die Anfangsszene in „Mein Schatz, ihre Familie und ich“, in der das Pärchen sich an der Bar verabredet und so tut als ob es sich nicht kennt? Anschließend haben sie heißen Sex im Badezimmer. Sicher empfiehlt es sich nicht immer, sich einen Hollywood-Film als Vorbild zu nehmen, aber dieser Vorschlag ist ziemlich heiß und zumindest einen Versuch wert. Singer schlägt zum Beispiel vor, das Szenario „Ich habe eine Autopanne“ zu inszenieren. Einer der Partner*innen wartet am vermeintlich liegengebliebenen Auto, der andere kann dann rettend zur Hilfe eilen und das Spiel kann beginnen. Aber auch das „zufällige“ Treffen in einer Bar kann zu ganz neuen Erkenntnissen über den Partner*in führen und man verliebt sich vielleicht sogar noch mal ganz neu.

Singer schlägt vor: „Falls Sex im Auto nicht Ihr Ding ist, treffen Sie sich doch in einem Hotel für einen klassischen One-Night-Stand. Am nächsten Morgen können Sie dann noch gemütlich das Frühstück im Bett genießen.“
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Sexting

Benutzt euer Handy doch auch mal um euch Nachrichten abseits der Alltagsorganisation zu schicken. Anstatt: „Schatz, kannst du noch Klopapier auf dem Heimweg besorgen“, darf es da schon etwas schlüpfriger zugehen. Ein aufregender Vorgeschmack auf das, was zu Hause auf euch wartet.

„Beschreiben Sie sich gegenseitig, was Sie anhaben, oder wie Sie sich selbst verwöhnen, während Sie an den anderen denken“, so Singer. „Dieses Spiel können Sie über den ganzen Tag verteilt spielen, so wird das Heimkommen zu einem wahren Feuerwerk.“
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Spontanität

Manchmal überkommt einen die Lust völlig unerwartet, man kommt verschwitzt aus dem Fitnessstudio, der Partner steht beim Spaghetti kochen in der Küche und plötzlich findet man nichts sexier als diesen Menschen. Dann bleibt keine Zeit für Kerzenschein im Schlafzimmer. Egal ob auf dem Küchentisch, der Couch oder auch an jedem anderen Ort in eurer Wohnung, könnt ihr für das besonderes Kribbeln sorgen. Nichts ist erregender, als ein Partner*in, der oder die spontan seiner*ihrer Lust nachgeht.
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Werdet sexwütig

Auch wenn eure Eltern euch immer gesagt haben, niemals wütend ins Bett zu gehen, macht doch auch hier mal einen Ausnahme, denn wütender Sex kann ziemlich heiß sein. „Bei Wut werden im Gehirn die selben Stellen stimuliert, wie wenn wir sexuell erregt sind“, erklärt Geter. „Somit ist es nur natürlich, dass wir oft Lust auf Sex bekommen, wenn wir wütend sind, selbst dann, wenn wir uns noch nicht versöhnt haben. Eine weiteres Plus kann sein, dass wir uns aufgrund unseres Ärgers mehr auf uns selbst konzentrieren und so besonders auf unsere Kosten kommen.“
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Erwachsenenbildung

Bevor ihr jetzt verängstigt an den seltsamen Tantrakurs aus Sex and the City denkt, seid versichert, dass Workshops für Erwachsene nicht immer so intensiv ablaufen müssen. Indem ihr in eure sexuelle Weiterbildung investiert, zeigt ihr, dass ihr ein Interesse am Wohlergehen eures Partners*in habt und an einer langen und glücklichen Beziehung interessiert seid.

So etwas stärkt die Bindung und schafft Intimität“, so Geter. „Versuchen Sie es mit einem Tantraworkshop oder wagen Sie sich vielleicht mit einem Bondagekurs auf ganz neue Wege.“

Hauptsache ihr findet gemeinsam heraus, was euch gefällt.
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Sexcation

Auch wenn ihr verheiratet seid und auf die große Disneyreise mit den Kindern spart, nehmt euch ganz bewusst Zeit für eure Beziehung und plant Unternehmungen nur zu zweit, abseits vom Alltagsstress und der ganzen Verantwortung. Eine Sexcation, also eine Sex vacation, also ein sexueller Kurztrip, wird eurem Sexleben zu neuem Feuer verhelfen.

Geter empfiehlt: „Buchen Sie eine schöne Hütte in den Bergen oder ein schickes Hotelzimmer übers Wochenende, nehmen Sie alle Spielereien mit, die Sie schon immer einmal ausprobieren wollten. Lassen Sie Ihre Handys im Koffer und genießen Sie die Zeit mit dem Partner*in.“
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Jour Fixe Sex.

Warum nicht ein regelmäßiges Treffen vereinbaren, an dem man sich nur Zeit nimmt über das gemeinsame Verhältnis zu sprechen? Hier könnt ihr über Dinge, die euch gefallen oder stören besprechen – ganz speziell aber auch über Dinge, die ihr euch sexuell wünscht. Sextherapeut Dr. Dawn Michael empfiehlt, sich mindestens einmal zu so einem „Termin“ zu treffen: „Sprechen Sie alle Probleme oder Wünsche offen an, sodass sich Unzufriedenheit gar nicht erst breit machen kann.“
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Fantasiereise

Anstatt abends im Bett jeder für sich alleine zu lesen, den Instagram-Account zu checken, oder etwas Mitternachtsshopping zu betreiben, sprecht doch einfach mal über eure gegenseitigen sexuellen Fantasien.

In Langzeitbeziehungen kann es passieren, dass man den Anschluss zu den Wünschen des*r Partners*in verliert. Deshalb ist es wichtig sich immer wieder danach zu fragen, bzw. diese vielleicht sogar aufzuschreiben“, so Dr. Michaels.

Des Weiteren empfiehlt sie: „Sie können kleine Wunschzettel schreiben und diese dann in eine Fantasiebox legen, um von Zeit zu Zeit einen dieser Wünsche wahr werden zu lassen. Dies bringt beide Partner*innen dazu, sich Neues auszudenken und im Austausch zu bleiben.“
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Die Liebe ist kein Schlachtfeld

Egal wie gut ihr zusammen passt, es gibt immer kleinere oder auch größere Macken, die euch am anderen stören werden. Nach Dr. Michaels kann nur eine gute Streitkultur zum Erhalt von Romantik und Zufriedenheit in eurem Sexleben führen.

Wenn der oder die Partner*in ständig die Garagentür offen lässt und Sie sich immer wieder darüber ärgern, machen Sie sie einfach zu und lassen Sie es darauf beruhen. Es gibt bestimmt auch Sachen, die Ihre*n Partner*in an Ihnen stören. Sich die ganze Zeit über diese Kleinigkeiten zu streiten ist anstrengender als sie einfach selbst zu erledigen“, so die Therapeutin.
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Spieglein, Spieglein

Das große Plus einer dauerhaften Beziehung ist das gegenseitige Vertrauen. Genauso, wie ihr euch auf das Wort eures*r Partners*in verlassen könnt, solltet ihr auch im Schlafzimmer darauf vertrauen und auch mal die Führung abgeben können. Sextherapeutin Dee Wagner fordert Paare in langen Beziehungen regelmäßig mit einem Spiel, das sie „Das Spiegel-Mich-Spiel“ nennt, heraus.

In diesem „Spiel“ geht es darum, dem*r Partner*in zu zeigen, welche Dinge mich anmachen und der Partner*in muss diese Bewegungen dann anschließend kopieren bzw. spiegeln. Einzige Bedingung: Man darf sich gegenseitig nicht berühren, nur kopieren, was der andere macht.

Auf diese Weise findet man oft Dinge über den oder Partner*in heraus, die man in all der Zeit noch nie wahrgenommen hat“, so Wagner. Wenn jede*r an der Reihe war, kann man dazu übergehen, die Bewegung synchron auszuführen und dann als Abschluss beginnen, sich nun endlich gegenseitig zu berühren.“
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Atmet zusammen

Es mag sich einfach anhören, aber für viele Menschen ist es ausgesprochen schwierig während des Sex richtig zu atmen. Wagner erklärt, dass das gemeinsame Atmen mit dem Partner die Intensität des Orgasmus' verstärken kann.

Und so funktioniert's: „Setzten Sie sich dem oder Partner*in gegenüber und schauen Sie sich gegenseitig intensiv an. Beobachten Sie die Atmung des anderen. Was sehen Sie? Heben sich die Schultern oder die Brust? Fangen Sie an, Ihre Atmung des oder der Partners*in anzupassen. Sobald Ihre Atmung sich synchronisiert hat, beginnen Sie sich zu berühren und versuchen die synchrone Atmung während des gesamten Aktes beizubehalten.“
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Fingerspitzengefühl

Unsere Fingerspitzen gehören zu den empfindsamsten Körperteilen, leider werden sie oft ganz vergessen, dabei ist es ein unglaublich sinnliches Erlebnis sich nur mit den Fingerspitzen zu berühren und kann zu ganz besonderen Erlebnissen führen. Deshalb empfiehlt Wagner den sogenannten „Fingerspitzensex“.

„Die einzige Art der Berührung mit den Händen darf ausschließlich über die Fingerspitzen stattfinden. Münder und Zungen dürfen erforschen was sie wollen, aber die Hände dürfen den*die Partner*in nur so berühren, wie wir ein Klavier berühren würden – nur mit den Fingerspitzen.“
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Macht’s euch selbst – und sprecht darüber

Auch wenn ihr so gut wie nie darüber mit dem*der Partner*in sprecht, bzw. es noch nie gemeinsam getan habt, die Chancen stehen gut, dass ihr es beide tut. Also warum sich nicht davon erzählen? „Über die jeweiligen Vorlieben beim Selbstbefriedigen zu sprechen kann unglaublich erregend sein“, sagt Therapeutin Holly Richmond. Die bewusste Akzeptanz der Praktiken des*der Partners*in nimmt dem anderen einen gewissen Druck und kann den gemeinsamen Sex noch entspannter werden lassen. Lassen Sie genügend Raum für sexuelle Selbsterfahrung“, so die Therapeutin.
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Stellt eure eigenen Regeln auf

Lasst euch nicht zu viel von Vorstellungen, vermeintlichen Regeln oder eingefahrenen Praktiken den Spaß am Sex verderben. Schließlich geht es darum, was ihr für euch schön findet. Was richtig ist für viele, muss nicht zwingend für euch gelten.

Am wichtigsten ist ein offenes und ehrliches Miteinander“, so O'Reilly.

Nehmt euch Zeit, gemeinsam eure Sexualität zu erforschen, probiert aus, was euch erregt und verwerft Sachen wieder, die nichts für euch waren. Vertraut einander, geht auf den anderen ein und vor allem bleibt stetig in Kontakt zu eurem*r Partner*in.
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