Die JoBros sind zurück & unsere Teenie-Herzen schlagen höher

Photo: Will Heath/NBC/NBCU Photo Bank/Getty Images.
Anfang der 2000er brachten sie ihre Fans noch in Massen zum Kreischen. Sie füllten mühelos Konzerthallen auf der ganzen Welt und waren das Aushängeschild der Disney-Maschinerie. In der damaligen Musikwelt hatten sich die Jonas Brothers ihren Platz als die Boyband der Millennials gesichert. Zusammen mit den Superstars Miley Cyrus, Taylor Swift, Justin Bieber, Selena Gomez und Demi Lovato bildeten sie die Elite der Jungstars. Sie dominierten die iPods und jede*r von uns hatte mindestens ein Poster mit dem Gesicht des Lieblingscelebs im Kinderzimmer hängen. Wir verfolgten die Liebesdramen von Nick und Miley oder Joe und Demi auf MTV und VIVA fieberhaft mit und warteten ungeduldig auf neue Fotos unserer Traumpaare. Und selbst wenn du mit der Popkultur des Milleniums nichts anfangen konntest, war dir das Gebrüder-Trio bestimmt bekannt – oder zumindest ihre Keuchheitsringe, die sie als Versprechen für die Abstinenz bis zur Ehe trugen.
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Doch auch Musterbrüder streiten mal und manchmal sogar so sehr, dass sie ihre gemeinsame Band auflösen. Nach Jahren des Erfolgs trennten sich die JoBros 2013. Grund dafür waren eben Streitigkeiten und der daraus resultierende Unmut, der sich in der Band breit machte. Sechs Jahre lang lebte das Pop-Universum ohne das Trio weiter, bis sie sich jetzt wieder dazu entschlossen, gemeinsam Musik zu machen.
Mit ihrer neuen Single „Sucker“ aus ihrem Album Happiness Begins eroberten sie die Charts weltweit und läuteten die neue Jonas Brothers Era ein. Und auch heute interessiert sich die Medienwelt nicht nur für die Musik der Brüder, sondern ebenso für ihre Beziehung zueinander und zu ihren Partnerinnen. Im Gegensatz zum ältesten Bruder Kevin, der mit einer Friseurin aus New Jersey verheiratet ist und Vater von zwei Mädchen ist, sind Nick und Joe mit echten A-Promis liiert – Joe mit der Game of Thrones-Schauspielerin Sophie Turner und Nick mit der ehemaligen Miss World und Schauspielerin Priyanka Chopra. An Liebe mangelt es also keinem der Brüder und das merkt man auch am neuen Album, welches vollgepackt ist mit öffentlichen Liebesbekundungen an ihre Frauen. Generell sind Liebe und Harmonie die Kernthemen von Happiness Begins. Und wie es sich für ehemalige Disneystars gehört, bleiben sie dabei ihrem puren und träumerischen Charme treu und verzichten auf allzu viel Lust und Ausschweifung.
Das ganze Album macht deutlich, dass es ihnen vor allem um gute Laune, Glück, Liebe und Familie geht. Kein Lied ist problematisch oder Frauen gegenüber respektlos. Tatsächlich nutzen sie jede Gelegenheit, um Frauen und Beziehungen zu romantisieren – was man vor allem bei „Love Her“ deutlich merkt. Songs wie „Hesitate“, den Joe für seine Frau geschrieben hat, und „Comeback“ sind beeindruckende Beispiele für ihr einzigartiges Songwriting-Talent. In Letzterem beschreiben sie ihre brüderliche Bindung zueinander, die sich nach einem Streit mit ihrer Wiedervereinigung befasst.
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Der Musik von Kevin, Nick und Joe entspringt eine gewisse Magie, die sie nur gemeinsam erreichen können. Selbst als Nick und Joe, welcher auch in der Band DNCE Frontsänger war, sich an einer Solokarriere versuchten, kamen nur wenige ihrer Lieder an das Suchtpotential der alten JoBro-Hits ran. „Sucker“ dagegen, ist in ganzer Linie ein perfekt abgemischter Popsong, der vor allem aufgrund des unerwarteten Sounds beeindruckt und doch den heutigen Mainstream bedient. Mit der Nachfolge-Single „Cool“ setzen sie weiterhin auf ein positives Lebensgefühl. Das Stück ist eine Hommage an die eigene Lässigkeit und gleichzeitig eine Aufforderung zur Selbstliebe. Vollgepackt mit Verweisen an die Popkultur, singen sie hier über Game of Thrones und Post Malone. Der Track „I Believe“ versteht sich als Vorlage für Happiness Begins. Nick Jonas nannte es mal in einem Interview das Herz des Albums. Dieser Song sollte der Welt den neuen JB-Sound zeigen – das haben sie mit Sicherheit auch geschafft. Das Comeback der Jonas Brothers ist vollgepackt mit vielversprechenden Popsongs und Familienzusammenhalt.
Damit ihr neues Debüt ein garantierter Hit wird, haben sich die Drei das Who-is-Who an Produzenten mit ins Boot geholt. So arbeiteten sie mit Max Martin (Ariana Grandes „God Is A Woman“), Shellback (Ed Sheeran & Justin Biebers „I Don’t Care“) und Greg Kurstin zusammen.
Die Brüder kommen mit neuem Sound und alten Vibes. Ihre Fans werden die Musik zu schätzen wissen – und diejenigen, die sich nicht viel aus den JoBros machten, werden gefallen an den Liebesbekundungen in den Songs finden. Mit den tiefgründigen Texten und einem sehr emotionalen Dokumentarfilm (Chasing Happiness, veröffentlicht am 4. Juni auf Amazon) haben sich die Jungs den Weg an die Pop-Spitze geebnet.
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