Guccis neue Foundation ist ein echter Game-Changer

Seit Gucci 2019 seine Beauty-Kollektion relauncht hat, landet Gucci Beauty regelmäßig in den Schlagzeilen. Zum Beispiel mit der Lippenstift-Kampagne, deren Models – wie sonst in Lippenstiftwerbung üblich – keine perfekten, strahlend weißen Zähne hatten; oder mit den polarisierenden Mascara-Werbefotos, auf denen das Model recht klumpige Wimpern hatte. Während nicht alle Fans begeistert waren, liebten andere diese „gewagtere“ neue Version von Gucci Beauty. Und im Januar gesellte sich ein anderes Produkt zur Gucci’schen Make-up-Dynastie: die Fluide de Beauté Natural Finish Fluid Foundation (58,00 €). Im Gegensatz zu den anderen Produkten lief dieser Launch zwar ziemlich still und leise ab – aber glaub mir: Diese Foundation ist ein echter Game-Changer.
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Als Beauty-Redakteurin habe ich schon Hunderte Foundations getestet, die mir quasi versprochen haben, alle Unreinheiten und Fältchen wie durch Zauberhand hinter einem überirdischen Glow verschwinden zu lassen. Die Realität sieht anders aus; nur wenige dieser Produkte halten, was sie versprechen. Ich persönlich habe Mischhaut und neige an meinen besonders fettigen Stellen zu Unreinheiten, wohingegen sich die trockenen Zonen gern mal schuppen und besonders empfindlich auf Säuren, Heizluft und kaltes Wetter reagieren. Die meisten Foundations bescheren mir Pickel, sammeln sich an trockenen Stellen an, rutschen auf meiner Haut herum oder – und das ist vermutlich das Nervigste – oxidieren im Laufe des Tages und werden dann orange. Ja, sogar die richtig teuren Produkte. 
Zugegeben lasse ich mich schnell von hübschen Verpackungen blenden – und Guccis Natural Finish mit seinem Fläschchen aus Milchglas, dem rosé-beigen Deckel und dieser zarten goldenen Schrift war da keine Ausnahme. Für mich zählen hier aber die inneren Werte, und die toppen hier das schöne Aussehen: Die Foundation liefert mittlere Deckkraft, ist aber so leicht und seidig (dank ihrer Star-Zutat Dimethicon), dass sie sich auch problemlos aufbauen lässt. Nur ein Pumpstoß reicht für mein ganzes Gesicht, den ich dann mit dem Joy Adenuga Multi-Use Face Brush (17,11 €) verteile, besonders gründlich rund um Augen und Nase. 
Viele Foundations mit mittlerer bis hoher Deckkraft erinnern mich von der Konsistenz schnell an Gips und lassen sich nur schwierig mit der Haut verblenden; die hier schafft das nahtlos, ohne Schlieren zu hinterlassen. Das erste Finish ist matt – im Laufe des Tages lässt die Foundation meine Haut aber genau an den richtigen Stellen strahlen (besonders schmeichelhaft bei meinen täglichen Zoom-Calls). Besonders beeindruckend finde ich aber ihre Wirkung auf meine großen Poren: In Sachen Make-up wird der Spruch „Deine Haut, nur besser“ gern mal überstrapaziert, trifft hier aber total zu. Schon eine dünne Schicht der Foundation verleiht mir einen Look, der einem Real-Life-Filter gleicht, und versteckt auch meine Aknenarben problemlos, für die ich mich manchmal schäme. Und neue kommen durch sie sicher auch nicht dazu: Im Gegensatz zu anderen Foundations reagiert meine Haut hier nicht mit wütenden kleinen Pickeln.
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Für eine Medium-Coverage-Foundation hält sie außerdem erstaunlich lange und kann mit den meisten High-Coverage-Produkten mithalten, die ich schon ausprobiert habe. Sie bleibt den ganzen Tag lang dort, wo sie hingehört – ohne Nachpudern –, und lässt sich abends problemlos entfernen. Mit 40 verschiedenen Farbtönen hat die Foundation zwar zehn Nuancen weniger als die grandiose Pro Filt’r Soft Matte Longwear von Fenty (33,95 €), aber es gibt auch so genügend Auswahl für alle Hauttöne.
Ein bis zwei Haken bleiben allerdings auch hier nicht aus. Nummer eins: Die Foundation ist ganz leicht parfümiert – der Duft erinnert an das blumige Gucci Guilty Love Edition Eau de Parfum For Her (63,99 €). Meine Haut reagiert normalerweise sensibel auf jegliche Duftstoffe in Skincare, hat aber hiermit keine Probleme. Noch dazu finde ich den blumigen Duft deutlich angenehmer als der penetrante Farb-Geruch mancher anderen Foundations. Und der wohl größte Haken ist natürlich das Preisschild: Wenn du Guccis Foundation mit denen anderer Designer-Brands wie Chanel, Dior und YSL vergleichst, die abhängig vom Foundation-Typ meist zwischen 35 und 50 Euro kosten, sind 58 Euro doch ganz schön happig.
Wenn du stattdessen nach einer günstigen Alternative suchst, habe ich ein paar erschwinglichere Dupes für dich – angefangen bei der L’Oréal Paris Skin Paradise Tinted Water-Cream (10,95 €). Die hat eine leichte, frische Konsistenz mit mittlerer Deckkraft und bleibt, wie die von Gucci, wie eine zweite Haut an Ort und Stelle. Auch die Coverage Foundation von The Ordinary (6,90 €) liefert ähnliche Deckkraft; ich vermische sie aber gern noch mit ein wenig Serum oder Moisturizer, damit sie mir ein wenig Glow verleiht und nicht ganz so matt wirkt. Und die Flawless Finish Skincaring Foundation von Elizabeth Arden (33,90 €) liegt zwar preislich deutlich über den beiden anderen, liefert der Haut aber nicht nur dieselbe Deckkraft wie die Gucci-Foundation, sondern pflegt sie auch noch mit Hyaluronsäure, Vitamin C und E.
Obwohl alle drei tolle Produkte sind, sind sie natürlich keine exakten Kopie von Gucci. Wenn du dir also zu Beginn dieses neuen Jahres ein bisschen Beauty-Luxus gönnen möchtest, mach’s mit Guccis Natural Finish. Denn wenn du mich fragst, hat die Foundation das Potenzial, zum Kult-Produkt zu werden.
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