12 Vorher-Nachher-Bilder zeigen, welchen Unterschied ein Scheitel macht

Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Schon Jennifer Lawrence, Kim Kardashian und Solange haben uns bewiesen, welch großen Unterschied ein einziger Seitenwechsel des Scheitels ausmachen kann. Aber seien wir ehrlich: Promis haben ganze Teams von Spezialisten, die sich tagtäglich für ihren besten Look verausgaben und sicherstellen, dass jede öffentliche Person möglichst hohen Standards entspricht, und außerdem ist ein Scheitel eben auch nur ein Scheitel. Was soll das schließlich für uns Nicht-Celebrities bedeuten? Wie viel kann so ein Scheitel wirklich bewirken, wenn wir ihn uns im Büro einfach schnell auf die andere Seite oder in die Mitte legen?

Wir haben Haarstylist Paul Warren in unser New Yorker Büro gebeten und die Scheitel-Challenge mit sechs unserer eigenen bezaubernden Kolleginnen ausprobiert. Bevor wir mit der tatsächlichen Challenge begannen, haben die sechs Kandidatinnen jedoch Hausaufgaben bekommen, die bei Bedarf jede einmal zuhause nachmachen kann: „Lockert das nasse Haar auf und legt es mit den Fingern nach hinten. Schiebt es dann mit der Handfläche über die Kopfmitte nach vorn: Dort, wo sich die Haare von alleine spalten, würde der natürliche Scheitel fallen“, instruiert Warren unsere mutigen Sechs.

Doch gleich als nächstes fügt er hinzu, es sei lediglich eine Orientierungshilfe, man kann sein Haar natürlich über gewisse Zeit auch trainieren, links, rechts oder mittig zu fallen. Die Hauptsache ist jedoch der Spaß und die Abwechslung dabei. „Wir befinden uns nicht mehr im Zeitalter der Frisuren nach Gesichtsform. Das war eine schöne, leichte Kategorisierung, ja, aber jetzt hat man sehr viel mehr Spielraum und die Möglichkeit, einfach das auszuprobieren, was einem persönlich am besten steht oder zu einem passt.“

Klickt euch durch die folgenden sechs Slides, um die Vorher-Nachher-Vergleiche unserer wunderschönen Kolleginnen anzusehen.
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Julianne Baker, Wachstumsstrategin

Vorher:
Ein 70er-Jahre-inspirierter Mittelscheitel

Juliannes lange Mähne bekommen wir bei der Arbeit kaum mit, da sie meist mit Zopf oder Dutt ins Büro kommt. Umso beeindruckter waren wir, als sie uns den wallenden Blondschopf präsentierte, den sie nach eigenen Angaben „am Wochenende die ganze Zeit“ trägt. „In der Regel trage ich dann einen einfachen Mittelscheitel, den ich mir im College bei einer guten Freundin abgeguckt habe.“

Und dann kamen wir um die Ecke und beschlossen, das Ganze mit einer Prise Glam zu versehen...
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Nachher: Ein romantischer Red-Carpet-Seitenscheitel

„Julianne sieht von sich aus schon sehr jung aus, der Mittelscheitel lässt sie aber noch vielfach jünger wirken“, so Warren. „Sie hat außerdem sehr langes Haar ohne jegliche Stufen. Diesen sehr einheitlichen Look kann man mit einem dramatischen Seitenscheitel aufputschen.“

Der Trick dabei: Zur Orientierung sollte der Scheitel auf der Höhe beginnen, wo die Augenbraue anfängt. Das sorgt gleich für eine andere Wahrnehmung des Gesichts und erinnert an das alte Hollywood.

Für eine natürliche Welle kann man die fast trockenen Haare strähnenweise auf breite Lockenwickler aufdrehen und sie nach ein paar Minuten herausschütteln.
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Ly Ngo, Editorial Design Director

Vorher: Sleek mit zur Seite gekämmtem Strähnenpony.

Ly trägt diesen Seitenscheitel-Eyeliner-Look seit sage und schreibe 13 Jahren. „Ich trage dieses Styling seit ich nach New York gezogen bin. Vorher hatte ich viele unterschiedliche Haarfarben, aber mit 20 in NYC hat man weder Geld noch Zeit für großartige Friseurbesuche.“ Ly probierte eine Weile unterschiedliche Scheitel aus, bis sie sich vor sieben Jahren dafür entschloss, ihn ein für allemal so zu tragen: mit einem Seitenscheitel und der Mähne seitwärts über die rechte Braue gelegt.

Für uns erklärte sie sich bereit, einen Throwback-Look auszuprobieren.

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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Nachher: Moderne Brigitte Bardot

„Mittelscheitel assoziieren die meisten noch immer mit jungen Schulmädchen, deswegen ging ich zum Seitenscheitel über“, so Warren vor der Umwandlung. Doch mit ihrem neuen Look haben wir Ly, und auch allen anderen, bewiesen, wie classy ein Mittelscheitel wirklich sein kann. Der Mittelscheitel fungiert als Vorhang und bringt ihr Gesicht neu zur Geltung, rahmt es und unterstützt die natürlichen Konturen. Trotzdem wird sie den neuen Look wahrscheinlich nicht in ihre Routine übernehmen, „Das würde mir morgens viel zu lange dauern. Meinen Seitenscheitellook bekomme ich mittlerweile in 45 Minuten hin, dieser Look, das Eindrehen, der perfekte Scheitel und dafür zu sorgen, dass es auch so bleibt, würde mich ewig kosten.“

„Es ist schon ein besonderer Look. Ich finde ihn nicht schlecht, aber das bin einfach nicht ich.“ Nun gut, wir haben's versucht.
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Lauren Newton, Talent Recruiter

Vorher:
Gekonnter Seitenscheitel

Lauren hat da ein paar Regeln, wenn es um ihr Haar geht: „Wenn die Haare lockig sind, wie jetzt, dann trage ich sie in der Regel auf der Seite. Wenn sie dann grober und welliger werden, trage ich sie normalerweise mit einem Mittelscheitel.“

Aber eine Angst bleibt ihr bei jedem Mittelscheitel: „Ich befürchte immer, dass es schnell aussieht, als hätte ich einen dreieckigen Kopf.“ Auf dem folgenden Bild zeigen wir, dass sich Lauren sich keine Sorgen machen muss.
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Nachher: Ein moderner Mittelscheitel

Warren hat Laurens Locken mit dem Diffusionsaufsatz behandelt und ihr einen geraden Mittelscheitel verpasst. „Mit einem Seitenscheitel kommt nur ein Wangenknochen sehr zur Geltung. Außerdem macht sie der Seitenscheitel geheimnisvoller, reservierter. Der Mittelscheitel hingegen gibt den Haaren die Freiheit wilder und luftiger auszusehen.“

Auch Lauren selbst zeigt sich zufrieden mit dem Resultat: „Ich habe definitiv das Gefühl, dass ich mit dieser Frisur einen Solange-Knowles-Look hinkriegen könnte.“
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Elyssa Starkman, Executive Director, Branded Video

Vorher:
Wash-and-Go-Mittelscheitel

Elyssa hat schon immer gern mit Haarfarben experimentiert, trägt aber im Gegensatz dazu seit ihrer Kindheit den Scheitel in der Mitte. „Ich habe ein paar Mal etwas anderes versucht, aber ich habe das Gefühl, mein Haar würde einfach so fallen. Es kommt mir einfach am natürlichsten vor.“

Klickt weiter, um zu sehen, wie wir sie in ihrer Abwechslungsfreude bestärkt haben.
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Nachher: Ein tiefer Seitenscheitel

Dank Elyssas eingetragener Kurzhaarfrisur konnte Warren das Haar schnell in Segmente unterteilen und ihr einen tief sitzenden Seitenscheitel verpassen. Mit einer hervorgeholten Strähne, die wie eine leichte Seitwärtstolle auf der Stirn schaut, kriegt der ganze Look eine passende Punk-Optik. „Dieser Look funktioniert am besten, wenn das Haar nicht frisch gewaschen ist. Dann ist Styling übrigens allgemein am einfachsten.“

Auch Elyssa zeigt sich begeistert: „Ich habe schon lange keinen anderen Mittelscheitel mehr ausprobiert. Vor allem nicht so einen radikalen Seitenscheitel. Aber wenn ich ehrlich bin, entspricht er meiner Persönlichkeit sehr viel mehr als der Mittelscheitel. Ich werde es ein paar Mal ausprobieren und gucken, wie das mit dem Styling läuft. Vielleicht wird es ja mein neuer Stamm-Look.“
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Ally Hickson, Associate Editor, Digital Innovation

Vorher: Natürliche Locken mit einem Mittelscheitel

Obwohl Ally relativ offen für Neues ist, was ihre Haarstylings angeht, hat sie trotzdem ein paar Regeln, auf die sie schwört: „Wenn ich mein Haar lockig trage, habe ich immer einen Mittelscheitel“, erzählt sie uns, „und wenn ich es glätte und nur Wellen habe, dann trage ich einen Seitenscheitel. Ich weiß gar nicht genau, warum, ich habe nur das Gefühl, dass das Volumen bei Mittelscheitel etwas überwältigend wird.“

Doch Warren wollte sie vom Gegenteil überzeugen...
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Nachher: Ein leichter Seitenscheitel

„Allys Locken, der Schnitt und der Mittelscheitel haben die runde Form ihres Gesichts sehr betont“, so Warren. Das Gegenteil? Dieser schicke, 80er-Jahre-Look.

Warren hat Allys Haare mit den Fingern sanft auf die Seite gehoben – ja, es ist mehr Volumen entstanden, aber nicht so überwältigend wie Ally es befürchtet hatte. „Dieser Schnitt macht sie anders sexy, er frischt den Look auf“, findet der Stylist.

Was Ally selbst darüber dachte? „Ich saß den ganzen Tag in Meetings und dachte Oh nein, mein Haar ist jetzt auf einer Seite wirklich groß! Aber alle haben mir durchweg Komplimente gemacht. Das fühlt sich gut an, ich habe mich schnell daran gewöhnen können. Und mit Locken hab ich sowieso das Gefühl, dass man sein Haar nie natürlich tragen können wird, wenn man sich das Volumen nicht einfach eingesteht. Man muss sich zwingen, sich zu trauen.“
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Anna Maltby, Deputy Editor, Health & Wellness

Vorher:
Ein süßer Seitenscheitel

Mehr als zehn Jahre hat Anna durchweg einen Seitenscheitel getragen. Kürzlich begann sie dann, ein wenig damit herumzuprobieren. „Meistens spiele ich den Tag über einfach mit meinen Haaren herum und muss dann zum Spiegel rennen, um es wieder hinzukriegen.“

Sie gibt aber zu, Mittelscheitel zu vermeiden, weil sie der Meinung ist, ihr Gesicht sei nicht symmetrisch genug, was durch die gerade Teilung in der Mitte noch mehr zur Geltung kommen würde.

Klickt weiter, um herauszufinden, was daraus geworden ist...
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Foto: Erin Yamagata – Haare: Paul Warren/Amika
Nachher: Der imperfekte Scheitel

„Annas Haar hat eine sehr eigene Wuchsrichtung und ein paar Wirbel, deswegen fällt es ganz natürlich etwas seitlich auf ihre Stirn“, so Warren. Das kann man zwar ändern, es dauert jedoch eine Weile und wird trotzdem sichtbar bleiben.

Um Anna einen leichten Mittelscheitel zu geben, hat Warren den Verlauf des Scheitels einfach in die Mitte verlegt, doch die Teilung nicht allzu streng vorgenommen, sodass das natürliche Verhältnis ihres Gesichts schmeichelnd umspielt wird. So kommt es zu keinem zu strengen Look.

Auch Anna fühlt sich wohler dabei: „Dieser Mittelscheitel fühlt sich sehr viel entspannter und natürlicher an. Er wirkt weniger inszeniert, das finde ich echt toll!“
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