So wirst du mit eingewachsenen Haaren wirklich fertig

Genau wie Pickel oder Krampfadern tauchen eingewachsene Haare wie aus dem Nichts auf. Wir versuchen, mit ihnen fertig zu werden, probieren unsere ganze Jugend hindurch irgendwelche selbstgemachten Lösungsvorschläge aus, die wir gegoogelt haben, die in Katastrophen enden – bis wir erwachsen werden, müde sind und um nichts klüger.
Wir haben Arezoo Kaviani, eine Haarentfernungs-Expertin von Veet, nach ihrem Rat gefragt, wie man mit den empfindlichen und manchmal richtig schmerzhaften roten Schwellungen fertig wird, wenn Haare an den Beinen oder im Intimbereich einwachsen. Wir wissen aus Erfahrung, dass sie unbehandelt manchmal zu Infektionen und Narbenbildung führen, also ist es Zeit, unserer Haut mal ein bisschen Aufmerksamkeit und Liebe zukommen zu lassen.
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Wieso wachsen Haare überhaupt ein?

Eingewachsene Haare sind manchmal erblich bedingt, aber sie können auch vom Rasieren gegen die natürliche Wuchsrichtung des Haars, von der Haarentfernung mit Wachs, von der Reibung durch aufliegende Kleidung oder von abgestorbenen Hautpartikel rühren, die den Ausgang der Haarfollikel blockieren. Na klasse!
Zunächst erklärt Arezoo genau, um was es sich handelt: „Ein eingewachsenes Haar bedeutet, dass ein Haar nicht durch den Haarfollikel durchstoßen kann und seitwärts in die Haut wächst. Es verursacht eine Schwellung, die gerötet sein kann oder sich sogar entzündet und dann fies juckt oder schmerzt. So ziemlich jeder hat im Lauf des Lebens mal welche. Aber Menschen mit krausem oder lockigem Haar leiden oft häufiger daran. Interessanterweise sehe ich auch oft rothaarige Menschen, die sie bekommen.

Wie kannst du eingewachsene Haare vermeiden?

Wodurch alles noch viel schlimmer wird: „Enge Kleidung (einschließlich Strümpfe) und synthetische Gewebe können eingewachsene Haare begünstigen. Halte dich an Kleidung, die nicht an dir haftet!“. Also weg mit den engen Jeans. Abgesehen von ihrer Empfehlung von „Benzoylperoxid“, das nämlich „hilft, die Schwellung auszutrocknen und das Haar an die Hautoberfläche zu bringen“, haben wir Arezoo noch nach weiteren effektiven Behandlungen gefragt, die man anwenden kann. In der Reihenfolge nach Kosteneffizienz ist hier Arezoos Rat, wie du eingewachsene Haare ein für alle Mal aus deinem Leben verbannst.
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Illustration von Sydney Hass

Ein gutes Hausmittel?



Um von vornherein zu verhindern, dass Haare unter der Haut einwachsen, sorge für eine gute regelmäßige Peelingroutine (trocken oder nass). Führe sie nie direkt vor oder nach einer Enthaarung aus, sondern immer mindestens einen Tag vorher oder hinterher. Es ist wichtig, abgestorbene Haut regelmäßig abzutragen, denn bei einer Ansammlung der Hautschuppen können Haare nicht mehr zur Oberfläche durchstoßen. Nach dem Peeling ist es wichtig für ausreichend Feuchtigkeit zu sorgen mit allem, was nicht parfümiert ist – die Haut heilt so besser!

Zitronensaft etwa wirkt wie Salicylsäure, aber man sollte sie nur dort anwenden, wo auch das betreffende Haar ist, und nur nachts, um Hautverfärbungen in der Sonne zu vermeiden. Behandle die betroffene Stelle außerdem mit einer Waschlotion aus Teebaumöl, denn tötet Bakterien ab, wirkt antiseptisch und beugt so Infektionen vor.
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Illustration von Anna Sudit

Eine mittelteure Behandlung?



Magnesiumsulfat ist für schwere Fälle gut – man trägt es über Nacht als Paste auf, um (eingewachsene) Haare zu entfernen. Es wirkt entzündungshemmend und trocknet die betroffene Stelle aus. Man kann auch eine sanfte Haarentfernungscreme, z.B. von Veet ausprobieren, statt zu wachsen oder zu rasieren, da sie das Haar vollständig auflöst.
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Illustration von Anna Sudit

Die Lösung, wenn Geld keine Rolle spielt?



Dann muss es eine Laser- oder Elektrolyse-Behandlung sein. Sie ist teuer, aber sie entfernt das Haar dauerhaft, indem sie an die Haarwurzel und die Basiszellen geht, aus denen der Haarfollikel wächst.
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