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Natürliches Heilmittel: Können Lavendelöle und -sprays Ängste lindern?

Foto: Zuzana Janekova
Lavendel, die lilafarbene Pflanze die von Großmüttern auf der ganzen Welt geliebt wird, wird seit vielen Jahren als Wundermittel gefeiert. Er soll heilen, reinigen und für einen erholsamen Schlaf sorgen. Eine Studie geht aber noch einen Schritt weiter: Sie deutet an, der Geruch könnte möglicherweise dazu beitragen kann, Ängste zu reduzieren.
Schon in der römischen Zeit wurde Lavendel als äußerst wertvolle Ware angesehen und beispielsweise für duftende Bäder und zur Wäsche von Kleidung genutzt (es soll Motten, Läuse und Flöhe abwehren). Die alten Griechen sollen es verwendet haben, um besser schlafen zu können, Königin Elizabeth I behandelte ihre Migräne mit Lavendel und 1640 hat der Kräuterkundler John Parkinson die Pflanze als „besonders gut für alle Leiden und Schmerzen des Kopfes und des Gehirns“ bezeichnet, so The Cut.
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Heute wird Lavendel vor allem für Kosmetika verwendet und als Mittel bei Schlafproblemen. Die Drogerien, Bio-Supermärkte und Apotheken sind voll mit Lavendelsprays, -ölen und cremes – und viele Millennials schwören auf die beruhigende Wirkung. Außerdem bestätigen diverse Studien die Wirksamkeit von Lavendel zur Verbesserung der Schlafhygiene.
Aber wie sieht es mit dem Thema Ängsten aus?
Laut einer Studie der Kagoshima University in Japan erlebten Mäuse, die Linalool, ein alkoholischer Extrakt von Lavendel, eingeatmet haben, einen “angstlindernden Effekt“ – ähnlich dem von Angst unterdrückender Medizin wie Diazepam. Bei Mäusen, die nicht riechen konnten, trat jedoch keine Veränderung auf. Die Vermutung liegt also nahe, dass es der Duft von Linalool ist, der die beruhigende Eigenschaft hat. Dr. Hideki Kashiwadani, ein Mitautor der Studie, meint, „diese Ergebnisse sind ein wichtiger Schritt in Richtung klinischer Verwendung von Linalool bei Ängsten – zum Beispiel bei Operationen, bei denen durch die Vorbehandlung mit Anxiolytika präoperativer Stress gelindert wird, was wiederum für einen reibungslosen Ablauf der Allgemeinanästhesie bei den Patient*innen sorgt. Außerdem könnten Linalooldämpfe eine Alternative für Patient*innen sein, die Probleme haben, Anxiolytika-Pillen zu schlucken oder -Zäpfchen verabreicht zu bekommen – wie Kleinkinder oder ältere Menschen.
Ob Lavendel auch bei Unruhezuständen, Angststörungen oder sogar Panikattacken hilft, muss noch genauer erforscht werden. Doch falls bei dir demnächst ein Date, ein Bewerbungsgespräch oder ein anderes wichtiges Meeting ansteht oder du generell oft unter Ängsten leidest, wäre es sicher einen Versuch wert, einfach mal ein Lavendelöl oder -spray auszuprobieren. Achte nur wie bei allen ätherischen Ölen auf die richtige Anwendung. Es kann beispielsweise sein, dass du es noch verdünnen musst oder es nur auf ein Tuch geben darfst und nicht direkt auf die Haut.

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