Zu pleite für Weihnachtseinkäufe? Wir hätten da 6 Tipps

Illustration: Mallory Heyer
Jedes Jahr das Gleiche: Zu Beginn der Weihnachtseinkäufe bist du supermotiviert und fröhlich, aber dann wird aus diesen schönen Gefühlen plötzlich ganz schnell Angst und Schrecken. Warum? Weil dein Kontostand aussieht wie ein Laubbaum im Winter: traurig und kahl.
Die Adventszeit kann aus vielen Gründen stressig sein, aber so richtig anstrengend wird es erst, wenn du knapp bei Kasse bist. Vielleicht studierst du noch, bist gerade auf Jobsuche oder musst mit einem Berufseinstiegsgehalt über die Runden kommen. In jedem Fall fehlt dir das nötige Kleingeld, um all deinen Lieben eine Freude zu machen. Und das kann die Weihnachtsstimmung ganz schön drücken.
Werbung
Egal, welches (religiöse) Fest du feierst, den Druck, Geschenke besorgen zu müssen, kennst du bestimmt. Manchmal führt er dazu, dass wir mehr Geld ausgeben, als es das Budget hergibt – nur weil wir denken, wir müssten unsere Liebe füreinander durch den Austausch möglichst teurer Geschenke zeigen. Aber das ist Quatsch. Denn auch eine kleine Aufmerksamkeit kann jemandem ein großes Lächeln auf die Lippen zaubern. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten, wie du Weihnachten auch mit kleinem Budget genießen kannst. Wie das geht? Wir haben uns mal umgehört und verraten dir in der Slideshow sechs Tipps, mit denen du die Festtage schuldenfrei überstehst.
1 von 6
illustrated by Paola Delucca.

Last-Minute-Käufe sind tabu



Ja, wir haben alle viel um die Ohren. Deshalb verschieben wir Sachen wie die Weihnachtseinkäufe gern auf morgen. Oder auf den 22. Dezember. Doch wenn du dir frühzeitig Gedanken machst und das eine oder andere Geschenk schon vor dem ersten Advent kaufst, sparst du dir unnötigen Stress – und vielleicht sogar noch ein paar Euro. „Ich besorge meine Geschenke schon Monate im Voraus, denn so muss ich nicht am Ende des Jahres extrem viel Geld auf einen Schlag ausgeben“, verrät uns eine 22-jährige Leserin. „Ich beginne schon im Sommer mit dem Shopping. So habe ich genügend Zeit, großartige Dinge zu finden und bei Sales zuzuschlagen. Außerdem gebe ich so immer mal wieder kleinere Beträge aus“.

Die Black Friday und Cyber Monday Sales hast du jetzt zwar schon verpasst, aber es lohnt sich trotzdem, die Augen offen zu halten, denn Reduzierungen gibt es immer mal wieder.

Abgesehen davon musst du dich nicht durch die Massen drängeln und dich an endlose Schlangen anstellen, wenn du erst kurz vor knapp einkaufen gehst. Und während alle anderen total panisch von einem zum nächsten Laden hetzen, kannst du es dir auf dem Sofa gemütlich machen und einen Weihnachtsfilm auf Netflix schauen.
2 von 6
illustrated by Paola Delucca.

Fang rechtzeitig an, zu sparen



Vielleicht möchtest du dich bewusst nicht vor dem ersten Advent mit Weihnachten beschäftigen, vielleicht schaffst du es zeitlich einfach nicht früher, Geschenke zu kaufen. Und das ist auch okay. Aber es kann hilfreich sein, bereits vor dem 1. Dezember etwas Geld für Geschenke beiseite zu legen. „Ich versuche, so zeitig wie möglich mit dem Sparen anzufangen“, so eine weitere Leserin, 26, in der Befragung. „Zu Beginn des Jahres richte ich eine automatische Überweisung ein, so dass jeden Monat 20 Euro meines Gehalts auf ein separates Konto gehen. Wenn dann im Dezember die Weihnachtseinkäufe anstehen, weiß ich ganz genau, wie viel Geld mir für die Besorgungen zur Verfügung stehen“.

Ähnlich geht es auch einer 23-jährigen Studentin: „Ich bekomme alle zwei Wochen Gehalt. Das bedeutet, ich erhalte zwei Mal im Jahr drei Gehaltsschecks pro Monat. Einen davon spare ich und benutze ihn für Weihnachtsgeschenke“. Zwar ist es jetzt leider schon zu spät, diese Strategie umzusetzen, aber vielleicht versuchst du es nächstes Jahr einfach mal damit?
Werbung
3 von 6
illustrated by Paola Delucca.

Treffe individuelle Entscheidungen



Du musst nicht für jede Person gleich viel Geld ausgeben – es geht schließlich um die Geste und nicht um den Preis! Vielleicht entdeckst du auf dem Flohmarkt eine Schallplatte, nach der dein Vater schon seit Jahren sucht und kannst ihm so eine riesige Freude machen. Vielleicht hat sich deine Mutter schon seit Ewigkeiten nichts mehr gegönnt und du hast eine wirklich hübsche Bluse gefunden, die wie gemacht für sie ist. Natürlich kosten die beiden Geschenke unterschiedlich viel, aber das ist auch in Ordnung. Wer weiß: Am Ende gibst du nächstes Jahr dann wieder für Papa mehr Geld aus und sparst bei Mamas Geschenk.

Eine 32-jährige R29-Leserin aus Washington D.C. hat noch einen anderen Tipp: „Ich kaufe keine übertrieben teure Geschenke für meine Nichten und Neffen – einige sind so jung, dass sie es in einem Monat eh wieder vergessen hätten“. Außerdem ist es wirklich sinnfrei, für einen Strampler 40 Euro auszugeben, wenn er in vier Wochen nicht mehr passt.
4 von 6
illustrated by Paola Delucca.

DIY ist nicht so schlimm wie sein Ruf



Manchmal ist das schönste Geschenk, das du jemandem machen kannst, etwas Selbstgemachtes – und das sage ich wohl im Bewusstsein darüber, dass nicht jede*r ein*e geborene*r DIY-Lover ist. Nimm dir einfach mal ein paar Minuten Zeit und überlege, welche Geschenke nicht im Laden gekauft werden müssen. Wahrscheinlich kommen sie sogar besser an als superteure Sachen, denn schließlich steckt mehr Liebe und Zeit drin.

„Einige der besten Geschenke, die ich bekommen oder überreicht habe, waren zumindest teilweise selbstgemacht. Manchmal war es auch nichts Materielles, sondern ein Erlebnis oder eine Unternehmung“, schrieb uns eine weitere Leserin. „Ich habe auch mal alle alten Fotos meiner Eltern durchforstet, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatten und sie digitalisiert. Daraus habe ich dann ein kleines Video mit iMovie gemacht und es mit Musik hinterlegt“.

Eine andere R29-Leserin, 26, findet ebenfalls, dass (gemeinsame) Erlebnisse das schönste Geschenk überhaupt sind – vor allem für diejenigen, die schon alles besitzen und nicht noch mehr Kram brauchen. „Weil es um Weihnachten herum immer so stressig ist, finde ich, ein Dinner oder ein Tag im Spa sind die perfekten Geschenke. Du kannst auch jetzt einen gebastelten Gutschein verschenken und musst dann erst für ihn bezahlen, wenn er irgendwann in den kommenden Monaten eingelöst wird“.

„Mein Partner und ich kaufen uns nichts, sondern gehen einfach nur zusammen schick essen. Essen müssen wir ja so oder so, also sparen wir direkt mal 100 Euro“, verrät eine 27-Jährige Befragte. „Und in meinem Freundeskreis haben wir eine schöne Tradition: Wir kaufen keine Geschenke, sondern schreiben uns gegenseitig ein paar Zeilen und sagen uns, was wir aneinander schätzen. Und schon habe ich wieder 100 Euro gespart“.
5 von 6
illustrated by Paola Delucca.

Alles aus seiner Hand



Alles in einem einzigen Shop zu kaufen, spart wertvolle Zeit – und die hat in unserer Gesellschaft bekanntlich niemand. Das gilt sowohl fürs Onlineshopping als auch für Warenhausketten oder Kunst- und Designmärkte (und bei letzteren unterstützt du sogar noch kleine Unternehmen und Labels). „Ich kaufe fast all meine Geschenke bei Amazon, weil es billiger ist“, kommentiert eine Befragte. – Natürlich muss es nicht Bezos' Onlinekonzern sein, aber du verstehst das Prinzip.

Der Vorteil ist natürlich auch, dass du einen besseren Überblick über deine Ausgaben hast, wenn du alles oder zumindest einen Großteil in einem Rutsch kaufst. Gehst du in mehrere Läden, gibst du am Ende vielleicht in jedem einzelnen mehr Geld aus, als du es eigentlich wolltest. Damit dieses Prinzip auch in der Praxis funktioniert, solltest du dir im Vorhinein etwas Zeit zum Brainstormen nehmen. Schreib am besten alle Personen auf, die du beschenken willst und lege ein Budget fest. Solltest du schon Ideen haben, in welche Richtung die Geschenke gehen könnten, kannst du diese auch gleich mit notieren. Im Store schaust du dann, welche Produkte es wirklich gibt.
6 von 6
illustrated by Paola Delucca.

Legt eure eigenen Regeln fest



Eine einzige ehrliche Unterhaltung kann manchmal alles besser machen. Wenn es dein Budget einfach nicht hergibt, für jedes Familienmitglied und all deine Freund*innen teure Geschenke zu besorgen, dann sprich es offen an. „Rede mit deinen Lieben und denkt euch gemeinsam eine Strategie aus“, empfiehlt uns eine 34-jährige Leserin aus San Francisco. Wie wäre es beispielsweise, wenn jede*r einen Namen zieht und dann nur dieser Person etwas schenkt? Sollte Wichteln nicht so euer Ding sein, könnt ihr auch zusammenlegen und gemeinsam ein Geschenk für jemanden kaufen.

„Seit der Wirtschaftskrise 2008 ist es für meine Familie nicht so leicht. Also sprachen wir offen darüber, was wir uns leisten können und was nicht“, erzählt uns eine 30-jährige Berufseinsteigerin. „In manchen Jahren haben wir ein konkretes Preislimit festgelegt, meistens haben wir allerdings komplett auf Geschenke verzichtet und uns dafür auf die gemeinsame Zeit miteinander konzentriert“.

In diesem Sinne ist es also ganz egal für welche Strategie du dich entscheidest, vergiss nicht, was das Wichtigste an Weihnachten ist: Liebe.
Werbung

Mehr aus Arbeit und Geld

Watch

R29 Originals