Warum zuckt man kurz vor dem Einschlafen?

Foto: Michael Beckert
Vielleicht kennst du es ja auch: Du bist kurz vor dem Einschlafen, hast dich so richtig schön eingekuschelt und PENG! zuckt dein Körper plötzlich und ohne Vorwarnung. Bei Einschlafzuckungen, auch hypnagoge Zuckungen genannt, handelt es sich um rasche, kurze Zuckungen der Gliedmaßen oder des Rumpfes, die allerdings völlig ungefährlich sind. Manche Menschen erinnern sich auch gar nicht daran, andere wachen regelmäßig von ihren eigenen Zuckungen auf. Wahrscheinlich fällt es dir aber eher bei deine*m Partner*in auf, wenn du dich ankuschelst und er*sie plötzlich und heftig zuckt. Keine Sorge, es passiert nichts Schlimmes, da schläft gerade nur jemand ein.
Rund 70 Prozent aller Menschen kennen dieses Phänomen. Für das Zucken verantwortlich sind Myoklonien, das sind unwillkürliche Muskelzuckungen, die ganz verschieden aussehen und verschiedene Ursprünge haben können. Andere Formen der Myoklonien sind zum Beispiel Schluckauf, Tics oder Schauderattacken.
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Aber wie genau entstehen Zuckungen beim Einschlafen?

Während des Einschlafens tragen unterschiedliche Teile deines Gehirns wahre Kämpfe aus. Der eine Teil möchte, dass du sanft einschlummerst, ein anderer Teil möchte dich unbedingt wach halten und dieser Teil ist noch so aktiv, dass er kurzzeitig überreagiert. Durch fehlgeleitete Impulse kann es für den Bruchteil einer Sekunde zu Zuckungen kommen, die dich unmittelbar aus dem Schlaf reißen können. Da abends weniger Serotonin als tagsüber ausgeschüttet wird, zuckt nicht der ganze Körper sondern nur ein Körperteil. Und noch etwas: Stress und übermäßiger Koffeinkonsum können das Zucken verstärken.

Was kann man gegen Zuckungen beim Einschlafen tun?

Wenn du immer wieder durch das Gefühl zu fallen wach wirst und dich das in deiner Schlafqualität beeinträchtigt, kannst du versuchen, deinen Koffeinkonsum etwas zu reduzieren. Es kann außerdem helfen, abends vor dem Einschlafen keine körperlich anstrengenden Aktivitäten wie Sport zu machen und nicht mehr allzu lange am Handy, vor dem Laptop oder sonstigen Bildschirmen zu sitzen. Aber so richtig hilft nur das Älterwerden, denn die Zuckungen nehmen mit zunehmendem Alter ab und sind bei Kindern am ausgeprägtesten.
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