Sugaring 1×1: Die natürliche Alternative zum Waxing

Illustration: Mallory Heyer
Wenn es um die Haarentfernung geht gibt es eigentlich keine Methode, die gleichzeitig schmerzfrei, günstig und easy ist. Wenn du aber noch kurz vor dem Strandurlaub Stoppel an Armen, Beinen oder der Bikinizone loswerden willst, greifst du auch gerne mal zum Rasierer oder lässt sie dir (unter Schmerzen) wachsen. Dabei gibt es noch eine weitere Enthaarungsoption und die ist sogar ganz natürlich. Wovon wir hier reden? Vom Sugaring natürlich!
Solltest du bis jetzt noch nie etwas davon gehört haben, ist das gar kein Problem. Wir haben mit Courtney Claghorn, Gründerin und CEO von Sugared+Bronzed, geredet und ihr alle wichtigen Fragen rundum das Thema Sugaring gestellt. Im folgenden Interview findest du ihre Antworten dazu.
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Aus Lesbarkeitsgründen wurde das Gespräch redaktionell bearbeitet und gekürzt.

Was ist Sugaring?

Sugaring ist eine uralte Haarentfernungsmethode, die ihren Ursprung wahrscheinlich in Ägypten hat. Für das Endprodukt brauchst du nur drei Zutaten: Zucker, Zitrone und Wasser. Diese werden zusammen in einem Topf erhitzt, bis sie eine klebrige Masse bilden. Sobald diese auf eine hautfreundliche Temperatur abgekühlt ist, kann die Zuckerpaste an der gewünschten Stelle aufgetragen werden. Wenn du sie dann abziehst, wird das Haar samt Wurzel von der Haut entfernt. Und das Tolle ist, dass du ähnlich wie beim Waxing bis zu einen Monat haarfrei bleibst.

Was ist der Unterschied zwischen Sugaring und Waxing?

Der Unterschied liegt in der Formel. Wachs wird meistens aus synthetischen Mitteln zusammengestellt, die Zuckerpaste hingegen besteht nur aus den drei genannten Zutaten, deshalb ist es auch hypoallergen und für viele Hauttypen gut verträglich. Außerdem entfernst du die Haare, in Richtung des Haarwuchses und nicht wie beim Waxing entgegen. Dadurch ist es auch weniger schmerzhaft als die synthetische Variante. Wenn deine Haut also eher sensibel ist, wäre Sugaring eine gute Option für dich.
Abgesehen davon ist es nunmal auch viel sicherer als Wachs, weil du die Paste erst aufträgst, wenn sie lauwarm ist und dich so nicht verbrennen kannst. Einige Menschen bekommen nach dem Waxing manchmal Rötungen oder Pickel oder haben hier und da ein paar eingewachsene Haare – weil die Zuckerpaste aber so sanft zur Haut ist, hast du diese Probleme beim Sugaring eher selten.

Wie sehr tut Sugaring weh?

Wenn es um Schmerzen geht, ist jeder Mensch anders. Manche zucken nicht mal, wenn sie die Bikinizone enthaaren lassen, während bei anderen schon bei den Achseln die Toleranzgrenze erreicht ist. Deswegen ist es schwierig eine allgemeine Aussage zu treffen. Normalerweise sage ich, dass Waxing-Kund*innen oder Personen, die sich sonst nur rasieren und zum ersten Mal zum Sugaring kommen, mit einem Schmerz rechnen sollten, der ähnlich der Wachsvariante. Das liegt daran, dass das Sugaring auch viele (durch das Wachsen und Rasieren) eingewachsene Haare herauszieht. Nach dem zweiten oder dritten Mal wird es aber leichter und weniger schmerzhaft sein.
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Kann Sugaring überall angewendet werden oder nur an bestimmten Stellen am Körper?

Eigentlich kann die Zuckerpaste auf jedes Körperteil – mir ist aber aufgefallen, dass die meisten meiner Kund*innen für eine Intimhaarentfernung zu mir kommen. Ich glaube, das liegt daran, dass die Bikinizone eine sehr sensible Stelle ist und da ist Sugaring angenehmer als Waxing und hält länger als Rasieren. Unseren Klient*innen raten wir sich vor dem ersten Sugaring mindestens zwei Wochen lang nicht zu rasieren. Wir geben ihnen als Richtlinie die länge eines Reiskorns – wenn das Haar so lang ist, kann es mit der Zuckerpaste entfernt werden. Bei regelmäßiger Behandlung, musst du irgendwann nur noch einmal im Monat zum Sugaring.
Auch beliebt sind große Flächen, wie Arme oder Beine. Im Gesicht ist es etwas komplizierter die Zuckermasse anzuwenden, weil du sie nicht so präzise auftragen kannst, was bei Augenbraucne fatal wäre. Und aus Sicherheitsgründen solltest du niemals Stellen behandeln, wo du normalerweise Aknemittel verwendest, denn das kann zu Hautirritationen führen.

Wie viel kostet das Sugaring?

Die Preise variieren bei den Armen zwischen 20 bis 40 Euro. Für die Beine zahlst du 40 bis 50 Euro und die Bikinizone kostet um die 45 Euro – das ist aber natürlich von Salon zu Salon unterschiedlich. Preislich sind wir aber ungefähr im Rahmen des Waxing.

Für wen ist Sugaring eine gute Wahl?

Jede*r kann zum Sugaring – egal, ob du besonders schmerzempfindlich bist oder zu eingewachsenen Haaren neigst. Ein weiterer Vorteil der Paste ist, dass du dich direkt nach der Behandlung sogar bräunen kannst ohne die Haut zu stark zu beanspruchen. Das ist beim Waxing leider nicht möglich.
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