Du verstehst den BTS-Hype nicht? 3 Fans erklären ihre Faszination mit K-Pop

Foto: GettyImages/ Chris Polk/ AMA2017
Obwohl Trends voll mein Ding sind und ich mit Popmusik und vor allem mit Boybands wie den Backstreet-Boys aufgewachsen bin, schaffe ich es trotz wochenlanger Recherche einfach nicht ins K-Pop-Universum einzutauchen. Ich sträube mich davor, mein fehlendes Fangirling auf mein fortgeschrittenes Alter zu schieben, weil ich durchaus K-Pop-Fans kennengelernt habe, die um einiges älter sind als ich.
Trotzdem kann ich mein Interesse an dem Phänomen nicht leugnen – K-Pop ist eine Millardenbranche. Mit poppigen Songs, perfekt einstudierten Choreografien und scheinbar durchgängig guter Laune haben es Bands wie BTS geschafft, eine riesige Fanbase auf dem gesamten Erdball zu begeistern. Vergleichbar ist ihre Bekanntheit eigentlich nur mit Stars wie Michael Jackson oder den Backstreet Boys – nur hoch 10. Es werden nämlich mehr Tweets über BTS ratsgezwitschert, als über Donald Trump und Justin Bieber zusammen, Karten für das Konzert in Berlin waren schneller ausverkauft, als die für Beyoncés letzte Tour, Studierende veröffentlichen Bachelorarbeiten über die ökonomische Superkraft des K-Pops, Shawn Mendes bringt bald einen gemeinsamen Song mit BTS heraus, während Big Hit Entertainment, die Company, die hinter der siebenköpfigen Sensation steckt, einen Börsengang plant, der ihren CEO zum reichsten Koreaner in der Entertainmentbranche machen würde.
Schnell merkte ich, dass ich persönlich mir nicht anmaßen möchte, irgendjemandem K-Pop erklären zu können. Ganz im Gegenteil, je tiefer ich in das Thema eintauchte, desto mehr Fragen kamen in mir auf. Also rief ich stattdessen asiatisch-deutsche K-Pop-Fans dazu auf, mir diese zu beantworten. Mich interessierte beispielsweise brennend – und da kann ich unmöglich die einzige sein – warum Gruppen, die aus männlichen Mitgliedern bestehen häufig erfolgreicher sind als K-Pop-Girlgroups, oder ob es unter nicht-Koreanisch-sprechenden Fans üblich ist, die Bedeutung der Songtexte zu googeln.
Hiermit ein großes Danke an Monika (29 Jahre), Indra (22 Jahre) und Jessica (21 Jahre). Mit ihrer Hilfe wurde mir und – hoffentlich auch einigen Leser*innen unter euch – einiges klarer.

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