6 Schritte, die du bei der Intimrasur beachten solltest (NSFW)

Illustration: Mallory Heyer.
Nachdem ich mich vor drei Monaten bei meiner Kollegin Alix Tunell immer wieder über eingewachsene Härchen im Intimbereich beklagt hatte, empfahl sie mir, es mal mit einer Nassrasur zu versuchen. Das Waxen hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon vor gut einem Jahr aufgegeben (zum einen aus finanziellen Gründen, zum anderen, weil die Prozedur einfach unglaublich schmerzhaft ist), was zur Folge hatte, dass entlang meiner Bikinizone immer wieder Haare einwuchsen. Also besorgte ich mir einen Rasierer und glaubte fest daran, dass sich nun alles zum Besten wenden würde.

Weit gefehlt. Als ich das erste Mal versuchte mir damit den Intimbereich zu enthaaren, schnitt ich mir beinahe die halbe Schamlippe ab - und schrie dazu wie am Spieß. Und mir wurde klar, dass man mir zwar beigebracht hatte – ob es nun meine Mutter war oder in der Schule – wie man sich ordentlich Achseln, Beine und Augenbrauen trimmte, aber niemals, wie man einen Rasierer im Bereich um die Vagina richtig anwendete. Und wenn etwas einer Anleitung bedarf, dann ja wohl das.

Ich habe mich daher mit Jodi Shays, Inhaberin und Gründerin des Queen Bee Salons, in Verbindung gesetzt und ihr einen Haufen ziemlich persönlicher Fragen dazu gestellt, wie ich mich diesem besonders anspruchsvollen Part meines Körpers, ohne etwaige Verletzungen zu riskieren, annehmen sollte. Tatsächlich ist sie generell kein großer Fan davon, dieser empfindlichen Zone mit einem Rasierer zu Leibe zu rücken, dennoch bekennt sie: „Ich verstehe vollkommen, dass man das tut. Manche müssen arbeitsbedingt immer rasiert sein oder ein Waxing ist schlicht zu teuer.“ So weit so gut.

Es folgt also die Anleitung, die endlich aufklärt, wie man so eine Intimrasur richtig angeht. Das Ganze ist zwar ein bisschen kniffelig, aber keine Sorge: Übung macht den Meister.

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Illustration: Mallory Heyer.
Der Schlüssel zu einer gelungenen Intimrasur ist eine sorgfältige Vorbereitung. „Wenn man seine Schamhaare rasieren möchte", erklärt Shays ,„sollte man darauf achten, dabei die Haut möglichst straff zu ziehen. Mit einer desinfizierten Nagelschere werden die Härchen zunächst auf etwa einen halben Zentimeter getrimmt. „Am besten setz man sich dazu auf die Toilette, damit man die Haare nicht überall verteilt", fügt sie hinzu.
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Illustration: Mallory Heyer.
Danach geht es unter die Dusche. Shays rät, den Intimbereich mit einer duftneutralen antibakteriellen Seife zu waschen, um eventuelle Infektionen durch eine Schnittwunde zu vermeiden. Das Produkt sollte jedoch lediglich in dem Bereich außerhalb der Vagina angewandt werden, andernfalls könnte der natürlich Reinigungsprozess gestört werden.
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Illustration: Mallory Heyer.
Kommen wir nun zum wichtigsten Teil des Ganzen. „Jegliche Produkte, die für die Rasur verwendet werden, sollten aus möglichst wenigen Inhaltsstoffen zusammengesetzt sein", erklärt Shays. „Am besten setzt man auf Cremes und Gele, die Aloe Vera enthalten. Diese sind antibakteriell." Es kann auch ein Öl verwendet werden, wobei Mineralöle vermieden werden sollten, da diese sehr schwer sind und dazu neigen, Poren zu verstopfen.
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Illustration: Mallory Heyer.
„Generell sollte immer in Richtung des Haarwuchses rasiert werden", so Shays. (Ja, auch wenn das zunächst widersprüchlich erscheinen mag und man meinen möchte, entgegen der Haarwuchsrichtung blieben weniger Stoppeln zurück. Aber es geht hier um einen sehr empfindlichen Teil des Körpers, da ist eine gewisse Vorsicht geboten.) Es sollten immer beide Hände gebraucht werden. Während die eine die Haut strafft, führt die andere den Rasierer. „Um auch die schwerzugänglichen Stellen zu erreichen, hilft es, ein Bein hochzustellen", erklärt Shays. Ein sicherer Stand sollte jedoch immer gewährleistet sein – andernfalls könnte die Sache unschön ausgehen. Außerdem sollte man sich Stück für Stück vorarbeiten und nicht zu hastig vorgehen. Wir veranstalten hier schließlich keinen Wettlauf.
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Illustration: Mallory Heyer.
Und was ist nun mit den Schamlippen? „Nicht jede Vagina sieht gleich aus”, so Shays. „Wenn etwa die inneren Schamlippen größer sind als die äußeren, könnten einige Härchen zwischen ihnen verschwinden.” In diesem Fall sollte man mit ruhigem Händchen vorgehen und die Haut besonders straff ziehen. Ebenso könnte ein sehr abenteuerlustiger Partner bei diesen schwerzugänglichen Stellen helfen, schlägt die Expertin vor. „Sie sind in der Lage dorthin zu sehen, wo man selbst nicht hinsehen kann”, erklärt sie.

Und wo wir gerade so schön die Anatomy des Körpers durchgehen: Aufgepasst, je weiter man sich nach hintern vorarbeitet. Shays rät, dem Bereich zwischen den Pobacken mit einer Rasierklinge besser nicht zu nahe zu kommen. „Die Haut ist dort sehr uneben und die Gefahr für Schnittwunden ist groß“, so die Expertin. „Außerdem können sich an diesem Teil des Körpers sehr schnell Bakterien ausbreiten und das sollte möglichst vermieden werden."
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Illustration: Mallory Heyer.
Und das war's - die Intimrasur ist komplett. Herzlichen Glückwunsch! Nun sollte die Haut nur noch mit einer feuchtigkeitsspendenden Pflege versorgt werden. Shays selbst schwört auf schützende Cremes oder auch Babylotion. „Die Produkte schützen und spenden Feuchtigkeit”, erklärt sie. Aloe Vera hat ebenfalls eine beruhigend Wirkung auf die Haut oder man zweckentfremdet kurzerhand eine wohltuende Gesichtsmaske. Hauptsache ist eine gute Portion Pflege – egal, ob es ums Rasieren oder um Sex geht. Bist du gut zu deiner Vagina, ist sie gut zu dir.
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