Donald Trump wird US-Präsident: Das sind die ersten Reaktionen

FOTO: Gustavo Caballero/Getty Images.
Spannend blieb es bis in die frühen Morgenstunden. Erst gegen 9 Uhr deutscher Zeit stand das überraschende Wahlergebnis fest: Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Eine der ersten deutschen Reaktionen kam von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: Sie sprach im Interview mit der ARD von einem „schweren Schock“. Auch Grünen-Bundesvorsitzender Cem Özdemir wählte dieselbe Formulierung. Vor allem stehe die Frage im Raum, welche Pläne die Regierung Trumps konkret verfolgen wird.

Ein schwerer Schock.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sprach die Gedanken vieler aus, die die Wahlberichterstattung verfolgt haben: „Ich bin überrascht“. Protest gegen die etablierte Politik sei einer der Gründe für das Ergebnis.
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Ich bin überrascht.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz
Auch Bundesjustizminister Heiko Maas meldetet sich bei Twitter zu Wort.

Die Welt wird nicht untergehen, sie wird nur noch verrückter.

Bundesjustizminister Heiko Maas
„Er hat angekündigt, die Atomvereinbarung mit dem Iran aufzukündigen. Er glaubt ganz offensichtlich nicht, dass Klimaschutz weiterverfolgt werden muss und er hat auch angekündigt, unsere Handelsbeziehungen zu verändern“, erklärte US-Botschafter John B. Emerson der ARD.

„Wir haben das Ergebnis zu akzeptieren“, so Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Er sprach von der neuen Unberechenbarkeit der US-Außenpolitik. Trotzdem vertraue man auf die Basis der transatlantischen Beziehungen und werde aktiv das Gespräch suchen.

Wir haben das Ergebnis zu akzeptieren.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier
Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte die Bedeutung dieser Wahl, die weit über die USA hinausreiche und die besondere Verbindung von Deutschland und den USA. Die gemeinsamen Werte basieren laut Merkel jedoch auf einer gemeinsamen, klar definierten Grundlage: Demokratie, Freiheit, Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen. „Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Donald Trump eine enge Zusammenarbeit an“, so Merkel weiter.

„Deutschland und Amerika sind durch Werte verbunden: Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung. Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Donald Trump eine enge Zusammenarbeit an.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Als erster Staatschef meldete sich der russische Präsident Wladimir Putin mit Glückwünschen zu Wort. Spiegel Online berichtet, dass er per Telegramm erklärte, sich eine Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen zu erhoffen.

CNN
berichtet, dass Barack Obama Trump gratuliert hat. Ihr erstes Treffen wird am Donnerstag stattfinden.

Ich will der Weltgemeinschaft sagen, dass wir – auch wenn Amerikas Interessen an erster Stelle stehen – Partnerschaft und keine Konflikte wollen

Donald Trump
Trumps erste Rede fiel moderater aus als erwartet: Im Telefongespräch mit Hillary Clinton habe nicht nur sie ihm gratuliert, auch er habe ihr für ihre Arbeit gedankt.

„Ich will der Weltgemeinschaft sagen, dass wir – auch wenn Amerikas Interessen an erster Stelle stehen – Partnerschaft und keine Konflikte wollen“, so Trump laut Spiegel Online.

Seine Vereidigung wird am 20. Januar 2017 stattfinden.
Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.
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