Gefangen im Winterloch? 10 Tipps gegen ein psychisches Tief

Das letzte Jahr drehte sich bei mir vor allem um zwei Dinge: die Arbeit und darum, anderen Leuten zu gefallen. Wie es mir selbst damit ging, war zweitrangig. Wenn ich zurückblicke, erkenne ich, dass ich darunter ziemlich gelitten habe. Ich schäme mich schon fast, es zuzugeben, aber ich habe erst dieses Jahr damit angefangen, mich um mein eigenes Wohlbefinden zu kümmern. Das liegt auch daran, dass das gar nicht so einfach ist, wie es sich anhört. Persönliches Wohlbefinden bedarf Planung, Verzicht und langfristige Resultate über spontane Belohnungen zu stellen.
Mittlerweile sehe ich geistige Gesundheit als ein Ziel an. Wir alle wollen mit uns zufrieden sein, unseren Alltag genießen und ausgeglichen leben. Doch in einer Welt voller Ablenkung, Verwirrung, Neid und Wut ist es gar nicht so einfach, mental stark zu bleiben. Therapieplätze vermehren sich leider (noch) nicht exponentiell, weil der Weg über die Ausbildung bis hin zur notwendigen Niederlassung vor allem in Deutschland noch immer mit erheblichen finanziellen und bürokratischen Hindernisse gespickt ist. Wer schon einmal nach einer Psychotherapeutin oder einem -therapeuten suchen musste, kennt die potenziell jahrelangen Wartelisten, die für die seelische Gesundheit wiederum nicht gerade förderlich sind.
Über Neujahrsvorsätze mag man nun denken, was man will. Aber für den Fall, dass du 2019 auch etwas mehr auf dein eigenes Wohlbefinden achten möchtest, dich vielleicht sogar schon um einen Therapieplatz bemüht, aber noch keinen gefunden hast, haben wir hier zehn Tipps für dich, während du warten musst. Lauren Berger, selbst zwar keine Therapeutin, allerdings erfolgreiche Geschäftsfrau mit Fokus auf Karriere und persönliche Werdegänge, hat mit ihrem Buch Get it Together: Ditch the Chaos, Do the Work, and Design Your Success (bisher leider nur auf Englisch erschienen) einen Ratgeber auf den Markt gebracht, der ein stetiger Wegbegleiter sein kann. Die folgenden zehn Tipps können dir dabei helfen, deine geistige Gesundheit auch in den dunklen Wintermonaten aufrechtzuerhalten – oder zumindest die lästige Wartezeit zu überstehen.

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