Diese 5 junge Muslim:innen definieren Beauty zu ihren Bedingungen neu

Muslim:innen gehören zu der weltweit größten Klientele im Bereich von Beauty.
Kürzlich stellte sich heraus, dass insbesondere saudische Frauen mehr für Make-up ausgeben als für Lebens-, Transportmittel oder Kleidung. Außerdem ist Dubai gerade im Begriff, Seoul als Schönheitshauptstadt der Welt abzulösen.
Da Beauty-Hersteller:innen die potenzielle Kaufkraft des „muslimischen Dollars“ erkannt haben, richten sich Kosmetik- und Modekampagnen zunehmend an diese Gruppe: Die halale Schönheitsbranche beispielsweise wird bis 2023 schätzungsweise etwa 46 Milliarden Euro wert sein.
Trotz der Fortschritte, die die Beauty-Branche weltweit gemacht hat, kann das Tragen von Make-up für muslimische Frauen zu Konflikten führen. Es kann nämlich mit den allgemeinen Erwartungen davon, was als anständig gilt, aufeinanderprallen. Das Thema hat sich innerhalb dieser Glaubensgemeinschaft lange Zeit als kontrovers erwiesen; in zahllosen Online-Foren ist die Ansicht weit verbreitet, dass eine Frau nur für ihren Mann Make-up tragen darf.
 
Glücklicherweise definieren muslimische Millenials ihre Beziehung zu Beauty zunehmend neu – und das zu ihren eigenen Bedingungen. Das tun sie, indem sie die abgedroschene Ausdrücke wie „unterwürfig“ und „Stereotypen durchbrechend“, die in den letzten Jahren oft mit dieser Gruppe assoziiert wurden, infrage stellen.
 
Ich habe mit fünf muslimischen Frauen und nicht-binären Personen über ihre Schönheitsroutine gesprochen, darüber, wie ihre Identität in den letzten Jahren politisiert wurde, und, ob Make-up und Erwartungen an sie in Bezug auf Anständigkeit eine Konfliktquelle sein können.

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