Urlaubshotspots für Serienjunkies

An der Manhattaner Upper Eastside auf den Spuren von „Gossip Girl“ Blair Waldorf wandeln und sich dabei mit der dringenden Frage beschäftigen, wo man als nächstes shoppen gehen könnte? Oder als Kontrastprogramm in Brooklyn à la „Two Broke Girls“ darüber sinnieren, wie man es überhaupt nach Manhattan schaffen könnte – also so richtig, und nicht nur, um einen mies bezahlten Babysitter-Zweitjob bei einer viel zu reichen Familie anzutreten. Urlaub inmitten authentischer Schauplätze ist wie Serie-Gucken in Echtzeit. Seltsam vertraut und doch aufregend neu. Auf jeden Fall werdet Ihr Teil Eurer Lieblingsserie – spätestens dann, wenn Ihr zu Hause vorm TV schreien könnt: „Da war ich schon!“ Urlaubserinnerungen in der Flimmerkiste …


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FOTO: CBS Photo Archive / GETTY IMAGES
Two Broke Girls
Den berühmten „Williamsburg Diner“ im gleichnamigen Stadtteil von Brooklyn, in dem Max und Caroline von der eigenen Konditorei träumen, während sie mal mit mehr, mal mit weniger Enthusiasmus die Gäste bedienen, gibt es natürlich nicht. Das Lokal ist eine reine Kulisse, die Herrentoilette führt ins Nirgendwo, die Cupcakes sind aus Plastik und die New Yorker Skyline, die man gelegentlich zu sehen bekommt, ist ein Pappaufdruck. Sehr echt (und sehr lecker!) aber ist die „Like A Local“-Foodtour durchs hippe Williamsburg. Drei Stunden lang geht es kreuz und quer durch die Hood, vorbei an Street-Food-Tempeln, Street-Art-Malereien und natürlich dem einen oder anderen Serienschauplatz. Unbedingt guten Hunger mitbringen!
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FOTO: Netflix
Orange Is The New Black
Gut, in den Knast wollen wir natürlich nicht. Aber wer schon dabei ist, New Yorker Serienluft zu atmen, kann auch gleich noch einen Abstecher in das zwei Autostunden nordöstlich von New York gelegene Städtchen Litchfield, Connecticut machen. Dort befindet sich das Frauengefängnis, das eigentlich gar keins ist. Vielmehr dient das frühere Rocklands Children's Psychiatric Center als Drehort der meisten Außenaufnahmen. Gruselige Vorstellung, aber trotzdem gilt: Einfach herumwandern und die Szenen nochmal im Kopf durchspielen. Es gibt viel zu entdecken!
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Breaking Bad
Vom Großstadtdschungel geht es gen Westen nach Albuquerque, mit etwas über 500.000 Einwohnern die größte Stadt der US-Trockenzone New Mexico, Heimat des krebskranken Walter White, der an seinem gut gemeinten, aber herrlich schlecht durchdachten Drogen-Karriere-Plan tüftelt. Einer der absoluten Hotspots der Serie ist die Fast-Food-Bude „Los Pollos Hermanos“ am Isleta Boulevard, die in Realität „Twisters Burgers und Burritos“ heißt. Hauptschauplatz der Serie, Walter Whites Haus am Piermont Drive, ist in Privatbesitz, kann aber zumindest von Außen besichtig werden. Wer mit dem Auto unterwegs ist, braucht früher oder später dank ausgeprägter Sand- und Schotterwege definitiv eine Autowaschanlage – etwa die, in der Walter und seine Frau ihr Drogengeld wuschen: der Octopus Car Wash (in der Serie A1A) am Snow Heights Circle. Wer das Auto lieber stehen lassen will (aus welchen Gründen auch immer...), ist mit der „Biking Bad Tour“ gut beraten.
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FOTO: CBS Photo Archive / GETTY IMAGES
The Big Bang Theory
Eigentlich eher für Hipster und Trendsetter bekannt, ist Pasadena in Los Angeles die Heimatstadt der Supernerds Leonard, Sheldon, Howard und Raj. Hauptdrehort sind die Warner Bros. Studios Burbank in Los Angeles, die Touren über das Gelände und durch die Kulissen anbieten. Über tvtickets.com hat man sogar die Möglichkeit, bei einer Aufzeichnung live dabei zu sein. Wer keine Lust auf Filmstudio hat, findet aber in Pasadena durchaus auch Real-Life-Schauplätze aus der Serie: das Rathaus von Pasadena etwa, auf das Leonard und Sheldon von ihrer Wohnung aus blicken, das California Institute of Technology, das Comic Center oder die „Cheesecake Factory“, in der Penny arbeitet. Letztere ist in der Serie zwar auch nur als Studioset zu sehen, es gibt aber auch eine echte „Cheesecake Factory“ am West Colorado Boulevard.
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FOTO: James Devaney / GETTY IMAGES
Gossip Girl
Mit der Upper East Side, New Yorks vornehmste Gegend, als Schauplatz, kann ein Trip auf den Spuren von Blair Waldorf, Serena van der Woodsen & Co. mächtig ins Geld gehen. Muss er aber nicht. Hier findet man an fast jeder Ecke eine Location, die Erinnerungen wachruft. Los geht’s zum Beispiel in der Grand Central Station mit einem Cupcake in Gedenken an die Pilotfolge, als Serena gerade vom Internat nach New York zurückkehrt. Wer es sich leisten kann, nächtigt im noblen „New York Palace Hotel“. Alle anderen (uns eingeschlossen) flanieren in Wannabe-Highheels durch die Empfangshalle und gönnen uns dann stilecht für deutlich weniger Dollar ein Grill-Käsesandwich à la Serena im Restaurant. Dessert gibt in Dylan’s Candy Bar an der 3rd Avenue, die nicht nur von den Gossip Girls häufig frequentiert wird, sondern zugleich mit über 5000 verschiedenen Süßigkeiten das größte Zuckerwaren-Paradies der Welt ist. Wer keinen Hotspot verpassen will, bucht einfach die „Gossip Girl Tour“. Für Hardcore-Junkies: Es gibt auch eine „Sex and the City“-Tour.
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FOTO: Ron Tom / GETTY IMAGES
Greys Anatomy
Von Pasadena lohnt ein Abstecher in den etwa 30 Autominuten entfernten L.A.-Stadtteil North Hills, wo sich das VA Sepulveda Ambulatory Care Center befindet. Hier werden fast alle Innenaufnahmen für das fiktive Seattle Grace Hospital, das in der sechsten Staffel in Seattle Grace Mercy West Hospital umbenannt wurde, gedreht. Eigentlich spielt die Serie aber, tja, in Seattle halt. Gute 1800 Kilometer nördlich von Los Angeles, aber macht ja nichts. Dort, am Einkaufszentrum Fisher Plaza, auf dessen Dach sich der berühmte Helikopter-Landeplatz befindet, wird der Großteil der Außenaufnahmen gedreht. Statt ärztlicher Betreuung bekommt man dort also eher Retail Therapie, wie die Amerikaner es nennen. Heißt: Shoppen, bis die jungen Ärzte kommen! Deren Wohnhaus, das Dr. Meredith Grey gehört, ist auch einen Abstecher wert: An der 303 West Comstock Street steht die Villa, die in Privatbesitz und um die 1,3 Millionen Dollar wert ist. Ganz schön edler Schuppen für junge Assistenzärzte! Reingehen kann man nicht, aber gucken und Kopfkino laufen lassen.
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