So zelebrierte Insta-Model Slick Woods ihren schwangeren Frauenkörper

Foto: Getty Images/ Robert Kamau
Als ich am Wochenende die New York Fashion Week Revue passieren ließ, blieb ich besonders lang an der Präsentation von Rihannas Savage x Fenty hängen. Ich mache mir eigentlich nicht viel aus Lingerie, aber die Präsentation ihrer Sommerkollektion 2019 war all das, was Victoria's Secret nicht ist: wirklich repräsentativ, echt, wild und verdammt sexy.
Mit repräsentativ meine ich Frauen jeglicher Hautfarbe, aller Konfektions- und Körpergrößen und zwei Hochschwangere. Eine von ihnen war die 22-jährige Slick Woods, Model, It-Girl und Rihanna-Muse. Die schwangere Woods in einem Hauch von Nichts auf dem Laufsteg zu sehen war das optische i-Tüpfelchen einer Schwangerschaft, wie eine Frau sie nicht hätte stolzer zelebrieren können.
Wofür man damals ein international angesehenes (Mode-)Magazin und eine Annie Leibovitz brauchte, funktioniert heute nämlich mit wenigen Wischern und Klicks. Die Art und Weise, wie Slick Woods ihren Bauch feiert, finde ich so schön in your face und authentisch, dass ich ich mir sicher bin, dass nicht nur eine Person sich davon angegriffen gefühlt hat. In einer Gesellschaft, in der schon das öffentliche Stillen von Babys für hitzige Diskussionen sorgt und gar sexualisiert wird, können schwangere Bäuche gar nicht nackt, out there und geschmückt genug präsentiert werden.
Woods hat der wachsenden Kugel um Sohn Saphir eine Bühne gegeben, ohne ihre Schwangerschaft zu einer Farce verkommen zu lassen (Stichwort Authentizität). Sie hat allen Frauen da draußen gezeigt, dass sie badass, sexy, glücklich, wunderschön und einmalig sind. Für zehn Monate sind sie das Zentrum eines Naturwunders (und das sage ich jetzt ganz ohne Ironie) und wenn sie das Bedürfnis haben, Federn und Glitter auf ihren Bauch zu streuen und ihn der Welt ins Gesicht zu halten, dann haben sie das Recht darauf.
Slick Woods hat kurz nach der Savage x Fenty Fashion Show übrigens ihren Sohn auf die Welt gebracht und ich freue mich schon auf sicherlich nicht weniger laute Bilder aus Woods Mutter-Dasein. Wem es nicht passt, der*die muss dann eben wegschauen.

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