Interview: Miranda Makaroff über die Essenz der Kunst & ihre Zusammenarbeit mit Desigual

Wer Miranda Makaroff noch nicht auf Instagram folgt, hat etwas verpasst: inspirierende Farben, gefeierte Femininität und jedes Bild ein Kunstwerk für sich. Und man fragt sich wirklich, was die spanische Malerin und Influencerin nicht kann – Art Direction, Schauspielen, Fotografie. Dazu gesellt sich seit einigen Saisons auch ihre Arbeit mit dem spanischen Label Desigual. In ihrer mittlerweile dritten Capsule Collection, die ab dem 11. Mai erhältlich ist, bleibt sie ihren Illustrationen und kraftvollen Farben treu. Außerdem ist die gesamte Kollektion aus 100% nachhaltigen Stoffen gefertigt und frei von umweltschädlichen Chemikalien.
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Miranda sieht kein Gender. Sie gestaltet Kunst und Mode für Menschen, die ihr Leben genießen, die Natur lieben und Spaß an Sex haben.
Wir haben die Spanierin interviewt und uns mehr in sie verliebt. 
Refinery29: Viele sagen Mode ist eine Form von Kunst. Siehst du das als Malerin genau so und wo sind die Unterschiede?
Miranda Makaroff: Meine Mutter hat mir früh beigebracht, dass Mode Kunst ist und ich habe mich mein ganzes Leben damit umgeben – Mode ist eine Art, sich selbst auszudrücken: Dein Medium sind Stoffe und dein Körper wird zur Leinwand, um genau das darauf  zu projizieren, was du fühlst. So wirst du selbst zum wandelnden Kunstwerk. Meine Mutter ist Modedesignerin und wenn sie Leute ihre Entwürfe tragen sieht, strahlt sie innerlich. Mode ist ein Spiel. Sie ist magisch! Was aktuell viele Brands mit Mode machen, zerstört diese Magie leider ein bisschen, da sie besessen von Umsatz und Verkaufszahlen sind. Wenn du Geld zur Priorität machst, killt das die Essenz der Kunst. Deswegen ist es so wichtig, hier die perfekte Balance zu finden.
Beeinflusst deine Kunst deinen persönlichen Stil oder verhält es sich umgekehrt?
Ich glaube meine Kunst beeinflusst eher meinen Stil, aber beide nähren einander. Ich liebe knallige Farben so sehr, weil sie sich für mich fast wie Therapie anfühlen. Kraftvolle Farben ziehen positive Energie an. Wenn ich ein buntes Outfit trage, lächeln die Menschen mich an, geben mir Komplimente und wollen mich manchmal sogar umarmen. Das ist wie, wenn du Blumen an einem sonnigen Tag siehst. Du fühlst dich einfach gut und bist glücklich zu leben. Ich weiß, das hört sich super cheesy an, aber es stimmt!
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Worauf achtest du, wenn du mit Brands zusammen arbeitest und was hat dich zu Desigual gebracht?
Das Wichtigste ist, dass die Brand wirklich an mich glaubt, hinter meiner Kunst steht und mir frei erlaubt, das zu tun, was ich fühle. Mit Desigual war das von Anfang an der Fall und das ist auch der Grund, warum unsere Zusammenarbeit sich in den letzten Jahren immer weiterentwickelt hat. Manchmal kontaktieren mich Marken für Projekte, bei denen ich sehr schnell merke, dass sie mich nur für eine Idee benutzen wollen, die schon von vorneherein geplant war – man wird zum Spielball. Mit Desigual ist genau das Gegenteil der Fall. Wir haben ein gemeinsames Team aufgebaut, spielen mit Ideen und sie lassen mir kompletten Freiraum beim Malen. So entstehen dann zum Beispiel die Prints für die Kollektion. Ich weiß noch wie einmal ein Manager sogar zu mir meinte: „Miranda, wir wollen etwas Provozierendes schaffen, schränke dich bitte nicht selbst ein. Du kannst du so frei sein, wie du möchtest und Prints erstellen, die ein Konzept haben und dir wirklich etwas bedeuten“ In diesem Moment dachte ich mir Verdammt, ich liebe Desigual so sehr. So zu arbeiten, ist das beste Gefühl überhaupt. Eine Künstlerin braucht genau diese Philosophie, um zu arbeiten. 
Deine Sexhibition soll die tiefsten Wünsche der Frauen reflektieren. Wie schaffst du es, die individuellen Versionen dieses Themas in eine allgemeine Vision zu übersetzen?
Es geht eigentlich nicht nur um die Sehnsüchte von Frauen. Klar, als Frau drücke ich diese Sehnsüchte in einer bestimmten Form aus, aber auch Männer und jedes andere Lebewesen im Universum kann sich bei meiner Sexhibition ähnlich fühlen. Wenn ich mich selbst frage, warum ich lebe, ist meine Antwort darauf: weil das Universum von uns will, dass wir auf einer höheren Ebene vibrieren und somit die Energie beeinflussen, die den ganzen Kosmos nährt. Und wann kommen wir in diesen Zustand? Wenn wir Lust erfahren, wenn wir Liebe und Glück spüren. Das ist genau das, was Gott oder das Universum oder wie auch immer du es nennen möchtest, von uns möchte. Deswegen siehst du in meiner Ausstellung eine übergroße Vagina – eine Metapher für die Lust und die Freude. Aber sie steht auch für Freiheit und Erschaffung. Eine Vagina ist der Beginn eines jeden menschlichen Lebens. Wenn ich male, kann ich die Erfüllung bis in meine Klitoris spüren. Es ist wie eine Verbindung zwischen deinem Körper und der Freude, die du spürst, wenn du etwas erschaffst. Es ist echter Orgasmus des Lebens! Der Grund, warum wir hier sind, ist die Vibration höher schwingen zu lassen, auf welche Art auch immer wir können. 
Und mit welchen Gefühlen sollen die Menschen deine Sexhibition verlassen?
Frei, sich selbst auszudrücken, unendliche Lust zu erleben, nach der Freude im Leben zu suchen und sich wiedergeboren zu fühlen!
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