Wenn meine Hautpflege brennt, bedeutet das, dass sie besser wirkt?

Foto: Myesha Evon Gardner.
Viele Leute scheinen zu glauben, es sei ein Zeichen dafür, dass ein Skincare-Produkt wirkt, wenn sich dein Gesicht nach dem Auftragen anfühlt, als stünde es in Flammen. Und wenn deine Haut im Nachhinein noch kribbelt, rot und gereizt aussieht, muss es wohl wirklich gut wirken. Weil du und deine Haut uns aber wichtig seid, möchten wir an dieser Stelle klarstellen: Das ist alles Quatsch. Deine Hautpflege sollte dir nicht wehtun und dein Gesicht auch nicht in eine Tomate verwandeln.

„‚Wer schön sein will, muss leiden‘ ist ein furchtbares Motto, wenn wir vom Gesicht reden“, meint die Dermatologin Dr. Lucile White. Hautpflege sollte nicht dauernd stechen, kribbeln oder brennen. Tut sie es doch, kannst du davon ausgehen, dass sich deine Haut bald täglich rötet, pellt und schuppt. „Das sind Anzeichen einer chronischen Entzündung“, betont auch die Dermatologin Dr. Karyn Grossman. In anderen Worten: Deine Haut ist über deine „Pflege“ nicht sehr happy, und entzündete Haut führt zu einer Vielzahl anderer Probleme – zum Beispiel Trockenheit, Spannungsgefühl und Überempfindlichkeit. 

Jetzt wird’s aber ein bisschen verwirrend: Einige beliebte Skincare-Inhaltsstoffe, wie Säuren und Retinoide zum Beispiel, können beim Auftragen sehr wohl brennen – und sollen es auch. Bei solchen Produkten ist das Kitzeln aber in Ordnung, sofern es nur kurz (sprich: drei Sekunden oder weniger) und gelegentlich (sprich: nicht täglich) auftritt.

Woher sollst du also wissen, ob das Brennen in deinem Fall gut oder schlecht ist? Im Folgenden erklären dir die Profis, wie du verhinderst, dass dich deine Hautpflege verbrennt – damit du auch noch möglichst lange was von deinem Gesicht hast. 

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