No-go-city! Das darfst du alles nicht in Singapur

Bevor ich gefühlt 538 Stunden von Hamburg aus nach Singapur geflogen bin, schrieb mir noch eine Freundin bei WhatsApp: „Aber nimm ja keine Kaugummis mit!“ Kaugummi-Verbot in Singapur? Das ist bei Weitem nicht das verrückteste Gesetz in der asiatischen Metropole, die ich abgesehen von einigen crazy Laws ziemlich cool und beeindruckend fand.


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Okay, das mit den Kaugummis stimmt so nicht ganz. Gesetzlich verboten ist der Verkauf von Kaugummis – der kann sogar mit einer Gefängnisstrafe von einem Jahr bestraft werden. Theoretisch dürfte ich also kauend durch Singapur laufen. Habe ich aber dann zur Sicherheit doch nicht gemacht. Schließlich ist schon auf die Straße spucken verboten (keine Traumstadt für Fußballer...) – ob mit oder ohne Kaugummi - und kann bis zu 1000 Singapur-Dollar (ca. 650 Euro) Strafe kosten.
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Überhaupt werde ich in Singapur dauernd von möglichen Geldstrafen verfolgt. In der U-Bahn darf ich quasi nichts, auch nicht trinken. Habe ich natürlich erst gelesen, als ich genüsslich einen Schluck aus meiner To-Go-Wasserflasche genommen habe. Als ich meinen Blick hebe, entdecke ich das Schild: Essen und trinken ist in der Bahn verboten und kostet gleich mal 500 Singapur-Dollar Strafe (Ups...). Und auch rauchen ist (verständlicherweise) verboten und kostet, wenn man erwischt wird 1000 Dollar. Lustig: auch die asiatische „Stinkfrucht“ Durian ist verboten. Wer einmal an ihr gerochen hat, der ist für dieses Verbot unendlich dankbar. Scheinbar fährt man mit der Durian aber noch am günstigsten, eine Geldstrafe ist nämlich auf dem Schild nicht aufgeführt.
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Bei gefühlten 90 Grad und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit in Singapur, würde ich beim Sightseeing am liebsten im Bikini durch die Straßen laufen – mache ich aber natürlich nicht. Aber auch bei Eurer Airbnb-Wohnung solltet Ihr einen Dress Code befolgen. Ja, wirklich! Nackt in der Wohnung – auch in der eigenen – herumlaufen ist nämlich auch strafbar. Also, wenn Euch jemand dabei zufällig sieht. Also schnell die Vorhänge zu!
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Sexy Singapur? Fehlanzeige! Auf der Straße solltet Ihr Euch lieber nicht leidenschaftlich küssen. Umarmen ist okay, ein sexy French Kiss kann Euch aber sogar ins Gefängnis bringen. Kiss, kiss. Jail, jail. Naja, auf der Straße muss das ja auch nicht unbedingt sein... Wütend macht mich allerdings der Umgang mit Homosexualität in der doch eigentlich so modernen Stadt. Noch immer sind sexuelle Handlungen zwischen zwei Männern oder Frauen gesetzlich verboten – das wird einem sogar auf der Website des auswärtigen Amts bestätigt. Homosexualität rechtlich illegal? Seriously, Singapore?! Den absoluten Gegensatz zur
No-go-city habe ich dann übrigens bei der Weiterreise nach Bali erlebt – Roller fahren ohne Helm mit einem Eis in der Hand, während die Hälfte in der nächsten Kurve auf dem Boden landet. In Singapur wäre das bestimmt verboten...
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