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Wir nutzen “Slow Dating”, um andere Pärchen in unserer offenen Beziehung kennenzulernen

Emily und Jonathan sind seit fünf Jahren ein Paar und leben in Berlin, was ihrer Meinung nach die ideale Stadt für ein Paar wie sie ist. Die beiden führen nämlich eine offene Beziehung, die sogar als Dreiecks-Beziehung begann. Aber wie in jeder Beziehung gibt es auch in ihrer Regeln, Überzeugungen und Vereinbarungen. Hier erzählen sie Nina Damsch, wie ihre Beziehung sogar tiefer und intimer wurde, als sie sich gegenseitig Freiheit und ein OkCupid-Profil gaben.
Emily: Als wir uns vor fünf Jahren trafen, befand ich mich in einer Beziehung mit einer Frau. Eines Abends feierten wir ihren Geburtstag in einem Club. Viele Leute waren eingeladen, aber irgendwann am Ende waren plötzlich nur noch wir drei in dem Schuppen. Sie, ich und dieser Freund von früher. Das war Jonathan. Es funkte sofort zwischen uns.
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Jahre zuvor steckte ich in einer Beziehung mit einem Mann, der meine Bedürfnisse nach weiblicher Sexualität nicht unterstützte. Ich war also skeptisch, ob es diesmal funktionieren würde, aber das tat es. Zumindest für eine gewisse Zeit datete ich sowohl Jonathan, als auch meine Partnerin. Schlussendlich führten Jonathan und ich irgendwann aber unsere Beziehung nur noch zu zweit weiter und waren so auch sehr glücklich. Bis dann wieder ein dritter Player in unsere Beziehung kam, der uns in gewisser Weise aus unserer ersten kleinen Krise raushalf: OkCupid.
Wenn ich unsere Beziehung beschreiben müsste, wäre das erste Wort, das mir in den Sinn kommt, intim. Wir teilen alles miteinander und auch wenn wir immer noch getrennt leben, verbringen wir fast die ganze Zeit zusammen. Wir haben mal ausprobiert, wie es wäre, zusammenzuwohnen, als eine Freundin im Urlaub war und wir ihre Wohnung nutzen konnten. Da stellte Jonathan fest, dass ihm was fehlte. Seine eigenen Entfaltungsmöglichkeiten. Also haben wir das mit dem zusammenziehen erstmal gelassen.
Jeder braucht einen Rückzugsort, damit er den anderen auch wieder mit neuer Aufregung begegnen kann. Rückzug kann da örtlich und psychologisch verstanden werden. Das ist uns sehr wichtig, trotz aller Nähe und Verbindung muss man in der Lage sein, seinen Space in Anspruch zu nehmen. Offene Kommunikation und Ehrlichkeit sind deswegen auch unsere größten Güter. Es gibt keine Tabus, die nicht angesprochen werden können. Man sollte in einer Beziehung niemals Angst haben. Eine Beziehung ist dazu da, um gemeinsam zu lernen. Wir haben das ein weiteres Mal extrem gelernt, als wir nach zwei Jahren unsere erste kleine Krise durchgemacht haben: Jonathan hatte Gefühle für eine andere Frau entwickelt.
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Jonathan: Rückblickend betrachtet, waren das eigentlich gar keine Gefühle, die ich für die andere Frau empfand, sondern eher Gelüste, mal Erfahrungen mit einer anderen Frau zu sammeln. Emily war und ist meine erste wirklich lange Beziehung und war von Anfang an viel erfahrener als ich. Alles, was ich bisher in Beziehungskompetenz gelernt habe, habe ich durch sie gelernt und erlebt. Dass ich das Bedürfnis nach anderen Erfahrungen entwickelt habe, ist da wahrscheinlich nachvollziehbar und wäre auch für Emily kein Problem gewesen. Das eigentliche Problem war, dass ich gegen unsere Regeln verstoßen habe: Ich habe nicht offen kommuniziert und meine Gedanken lange Zeit nicht mit Emily geteilt, bis ich ihr schließlich viel zu spät davon erzählte. Wann immer wir offen kommuniziert haben, sind wir zu einer guten Lösung gekommen, auch wenn dies manchmal bedeutete, sechs Monate lang immer wieder über dasselbe Thema zu sprechen, bis eine Lösung gefunden wurde. Und so fing ich endlich an, über das Thema zu sprechen. Und unsere Lösung war damals OkCupid. Wobei – noch nicht direkt. Erst hieß sie Swingerclub. Der war quasi wie eine Brücke, die uns schließlich zu den Ufern von OkCupid führte.

Wir wollten sexuelle Kontakte mit anderen Personen zulassen und den Bedürfnissen des anderen Raum geben, ohne dabei unsere Verbindung zu gefährden. Uns war also klar, wenn wir uns öffnen, dann würden wir das gemeinsam tun wollen.

Emily: Wir wollten sexuellen Kontakt mit anderen zulassen und den individuellen Bedürfnissen Raum geben, ohne dabei jedoch unsere Verbindung zu gefährden. Uns war klar, wenn wir uns öffnen, dann würden wir das gemeinsam tun wollen. Als der Abend dann kam, waren wir super aufgeregt. Wir sind in diesen super schicken Swingerclub gestolpert, in dem ein Mann mit Zylinder uns abgeholt und herumgeführt hat. Unsere einzige Connection mit anderen Menschen an diesem Abend war mit einem anderen Paar, das auch zum ersten Mal in einem Swingerclub war. Am Ende passierte nicht viel; Wir hatten wohl schon immer irgendwie das Prinzip der „Slow Love” verinnerlicht.
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Jonathan: Die Entscheidung, uns bei OkCupid anzumelden, entstand bei uns eher aus der Not heraus. Denn Corona kam und Swingerclubs mussten schließen. Als die Fallzahlen nach der ersten Welle so gering waren, dass wir es mit unserem Gewissen vereinbaren konnten, wieder Leute zu treffen, dachten wir: Warum sollten wir nicht auch wieder andere Paare treffen? Als uns dann Freunde von OkCupid und deren seriöseren, „Slow Love”- Ansatz erzählten, kam uns das wie die optimale Lösung für unsere Wünsche vor. Bei anderen Apps schreckte uns das Vulgäre ab, aber OkCupid mit seinem Fragebogen und speziellem Aufbau, auch für Paare, war genau das Richtige. Man liest dort mehr, bekommt einen genaueren Eindruck davon, wie die Leute so drauf sind. Das hat uns gefallen. Und wenn man dann sieht, dass Sie 92 Prozent Übereinstimmung hat, fühlt sich das Ganze viel vertrauter an, was in einer Paar-Situation besonders wichtig ist. Also haben wir uns angemeldet. Emily und ich haben jeweils ein Profil erstellt und miteinander verknüpft, damit wir als Paar sichtbar sind. Es war fast so aufregend wie damals, als der Mann mit dem Zylinder uns herumführte. Nur digital.
Emily: Am Anfang haben wir sehr viel mit unterschiedlichen Couples geschrieben, bis sich dann ein festes Couple herauskristallisierte, mit dem wir uns das erste Mal treffen wollten. Nach diesem ersten „Date“, schrieben wir weiter richtig viel wie so kichernde Teenager. Jonathan und ich saßen teilweise sieben Stunden einfach zusammen und chatteten und die Funken sprühten nur so aus unserem Bildschirm. Wir ließen uns einige Zeit bis zum zweiten Treffen, schickten uns Fotos hin und her und bekamen einfach einen richtigen Eindruck davon, was wer in dieser Konstellation eigentlich wirklich will. Das war wirklich die Essenz von „Slow Love”. Nach dem zweiten Treffen unterhielten wir uns wieder erstmal wochenlang. Dadurch, dass so viel Zeit zwischen unseren Treffen lag, hatte man sich auch immer wieder viel zu sagen, wenn man sich wieder sah. Es blieb aufregend. Das ist ein weiterer Aspekt der Slow Love, den viele gar nicht sehen. Die meisten mögen das schnelle Abenteuer für aufregender halten, aber tatsächlich finde ich, hält sich so die Spannung viel länger. Sie wird Schritt für Schritt aufgebaut und verpufft nicht direkt.
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Neben diesem festen Couple, mit dem Jonathan und ich uns vergnügten, nutzte ich OkCupid aber auch ohne Jonathan, um Frauen zu daten. Ich glaube, ich habe fast jede Art von Frau getroffen, die es auf OkCupid gibt. Das ist großartig. Unsere Regel gilt aber auch für meine Solo-Abenteuer: absolute Ehrlichkeit und Offenheit. Ich erzähle Jonathan alles. Und Jonathan ist auch immer super interessiert daran.
Jonathan: Für mich existiert keine Eifersucht, wenn Emily Frauen trifft, weil ich weiß, dass ich ihr den Part der weiblichen Sexualität nicht geben kann. Warum sollte ich mich deswegen minderwertig fühlen? Wenn sie am Ende glücklich ist, weil sie keinen Teil von sich wegsperren oder unterdrücken muss, dann habe ich doch auch etwas davon: eine glückliche Freundin. Ohne eine glückliche Freundin kann man keine glückliche Beziehung haben.
Emily: Dass Jonathan mir meine Dates zugesteht, lässt mich ihn so sehr schätzen. Je mehr man seinerm Partnerin das Gefühl gibt, dass er/sie einzigartig ist und dass es niemanden gibt, der ihm/ihr das Gleiche geben kann, desto weniger Platz gibt es für Eifersucht und desto mehr für Wertschätzung.
Jonathan: Eine weitere großartige Erfahrung mit OkCupid war für mich, zu sehen, dass es auch andere Leute gibt, die so drauf sind wie man selbst, die dieselben Werte und Interessen in Bezug auf Liebe und Dating teilen, und die man eventuell ohne OkCupid niemals getroffen hätte.
Unser Rat an andere Paare, die sich überlegen, ein OkCupid-Konto einzurichten, lautet daher: Probiert es aus! Guckt einfach, wie es sich anfühlt. Über Wünsche zu fantasieren und sie tatsächlich in die Hand zu nehmen, das sind oft zwei ganz verschiedene Paar Schuhe und was man dabei über sich erfährt und was man wirklich will, ist sehr interessant.
Erforscht eure eigene Grenzenlosigkeit - aber auch eure Grenzen. Langsam – das ist eh klar.
Möchtest du erfahren, wie das “Slow Love”-Prinzip deine Beziehung verändern kann? Meld dich bei OkCupid an!
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