Taschen aus Apfelleder sind der neue Eco-Trend aus Kanada

Photo: Courtesy of Samara Bags.
Wie bei vielen anderen Modelabels, entstand die Idee für Samara aus der Not heraus. Damals suchte die Designerin Salima Visram nach Handtaschen, die ethisch vertretbar, vegan, minimalistisch und handlich sind und im besten Fall sollte nicht der halbe Monatslohn dafür draufgehen müssen. Da so etwas einfach nicht zu finden war, machte sie sich kurzum selbst an die Arbeit – und so war die Samara-Tasche geboren.
„Samara ist für Menschen gedacht, die die Eleganz in der Einfachheit suchen und es gerne etwas dezenter mögen“, sagt Visram. Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Samara (ja, sie ist die Namensgeberin) brachte sie 2018 das Accessory-Label aus Toronto auf den Markt. Inzwischen haben sie mehr als ein Dutzend nachhaltige Pieces in ihrem Sortiment.
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In diesem Herbst gelang den Schwestern dann der Schritt in Richtung nachhaltige Innovation: Sie entwarfen eine Kartenbörse, die komplett aus sogenanntem Apfelleder besteht. Hergestellt aus Apfelschalen, die normalerweise von Saftfabriken nach der Entsaftung des Obstes entsorgt werden, ist die neu entwickelte Technologie weitaus umweltfreundlicher als veganes (Kunst-)Leder. Dieses ist zwar auch vegan, seine Verarbeitung erfordert jedoch viele Chemikalien, was in der Konsequenz auch nicht unbedingt umweltfreundlich ist.
Photo: Courtesy of Samara Bags.
Mit diesem Material beweist die Marke, wie ernst sie es mit ihren Idealen wirklich nimmt. Die Apfelledertaschen sind nämlich „extrem hochwertig und schaden dabei der Umwelt nicht, ihre Herstellung ist vollkommen unbedenklich“, betont Visram. Sie stieg während ihrer Zeit als Studentin für internationale Wirtschaft und Entwicklung in die Modebranche ein. Schon dort gründete sie das Unternehmen The Soular Backpack, die solarbetriebene Rucksäcke für Kinder in Ostafrika herstellt. Das war ein Herzensprojekt der Gründerin, weil sie und ihre Schwester in Kenia geboren und aufgewachsen sind. Mithilfe des Lichts der Rucksäcke können die Kinder selbst im Dunkeln ihre Hausaufgaben erledigen und müssen dafür kein teures Kerosin Licht machen verwenden.
Als ihr Vorbild in der Modebranche nennt Visram das Label Everlane – das steht nämlich für „radikale Transparenz“. Sprich: Als Kund*in weißt du genau wo und wie die Produkte hergestellt wurden. „Ich schaue wirklich zu Everlane auf. Wie transparent sie mit ihren Fabriken sind, ist einfach toll“, sagt Visram. Deshalb legen sie und ihre Schwester auch so großen Wert darauf, die Fabriken mit denen Samara zusammenarbeitet, hin und wieder zu besuchen. „Außerdem finde ich es recht bemerkenswert, wie die Beauty-Marke Glossier es schafft, ihre Community so gut zusammenzuhalten; das ist nun mal auch ein wichtiger Punkt beim Aufbau einer Brand!“
Fazit: Die Taschen von Samara sehen toll aus, kosten kein Vermögen und sind noch dazu gut für die Umwelt – her damit!
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