Wie du deine Haare im Winter am besten trocknest

Photographed by Sarah Harry-Isaacs
Ausgeblichene Farben, ausgetrocknete Haare und Spliss sind nur drei mögliche Konsequenzen, die dir die heiße Sommersonne bescheren kann. Doch auch das kalte Winterwetter birgt so einige Gefahren für deine Mähne. Ich sag nur: schuppige Kopfhaut, Mützenfrisuren und doppelt so viel Zeit beim Lufttrocknen der Haare. Deswegen haben wir den weltbekannten Hairstylist und Labelgründer Philip B. um Hilfe gebeten. Seine Tipps wie du einige der nervigsten Herbst- und Winterhaardilemmas umgehst, verrate ich dir jetzt.
Refinery29: Wie trockne ich meine Haare am besten, wenn es kalt ist?
Philip B: „Handtücher aus Microfaser trocknen deine Haare besser vor als die meisten normalen Handtücher. Wenn du noch mehr Zeit sparen und nicht in der Kälte rumsitzen willst, investiere in einen Diffuser-Aufsatz für einen Föhn. Halte den Diffuser einfach über deinen Kopf, ohne dabei die Haare zu berühren. Wechsel öfter mal die Position, dann kann das Wasser schneller verdampfen.“
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Was kann ich machen, damit die winterliche Luftfeuchte meine Haare nicht frizzy macht?
„Als Erstes solltest du es vermeiden, Wollschals zu tragen. Sei reiben an der Haaroberfläche und rauen sie dadurch auf. Das Ergebnis sind statisch aufgeladene, krause Haare. Zweitens: Wenn das in der kalten Luft enthaltene Wasser auf die Haare trifft, beschädigt es die Haarstruktur und die Haare können schlimmstenfalls sogar abbrechen. Deswegen empfehle ich, einen guten Leave-in-Conditioner zu verwenden. Der beugt dem vor und versorgt die Haare nach dem Waschen mit Feuchtigkeit.“
Wie kann ich meine Frisur retten, wenn ich in einen Platzregen geraten bin?
„Wenn du in den Regen kommen bist, kannst du deine Frisur einfach mit einem Leave-in-Conditioner in Spray-Form auffrischen. Spray es einfach direkt auf die Haare und streiche dann mit einen Händen noch mal darüber – schon sind deine Haare wie verwandelt. Du kannst aber auch einfach einen sleeken Dutt machen oder einen Wet-Look stylen. Dafür verwendest du einfach etwas Haarschaum. Wenn sie wieder trocken sind, bürstest du die Haare einfach aus.“
Und was mach ich gegen die „Mützenfrisur“?
„Auch hier kann dir ein Conditioner-Spray helfen. Locken brauchen etwas Extraliebe. Versuchs mit einer Stylingcreme, die du nach oben hin einknetest, statt wie bei glatten Haaren von oben nach unten die Haare glattzustreichen.“
Was kann ich es vermeiden, dass meine Haare austrocknen, spröde und brüchig werden?
„Spliss entsteht, wenn die Haarspitzen wie ein Trockenpflaume erst zusammenschrumpfen und dann brechen. Deswegen ist die Verwendung von Öl-Produkten eine der besten Möglichkeiten, das Haar aufzubauen. Es befeuchtet und versiegelt die Haaroberfläche. Enthält das Öl Aminosäuren und Peptide (daraus besteht das Keratin in unseren Haaren), klebt es die Haare praktisch wieder zusammen – allerdings nur vorübergehend. Deswegen solltest du dir auch regelmäßig die Spitzen scheiden lassen.“
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Was kann ich machen, um schuppiger Kopfhaut vorzubeugen?
Heiße Öl-Behandlungen sind fantastisch für deine Haare und deine Kopfhaut, weil sie die Porosität ausgleichen und helfen, tote Hautzellen ab- und aufzulösen. Deine Haarspitzen werden auch hungrig auf Lipide sein also ist das Treatment wie ein Neustart für deinen ganzen Kopf.“
Gibt es etwas, das ich machen kann, damit mein Natural Hair bei feuchtem Wetter nicht schrumpft?
„Auch in diesem Fall würde ich die Pflege mit Ölen empfehlen, weil sie super für Haar mit Struktur und Locken sind. Ich würde das Produkt immer aufs handtuchtrockene Haare geben, weil es die Feuchtigkeit dann besser einschließen kann.“
Sorgt der Winter dafür, dass mir mehr Haare ausfallen?
„Nein. Das sind absolute Fake News! Im Winter sind die Haare nicht anfälliger als im Sommer. Was ich dir allerdings raten würde, ist sanfter zu deinen Haaren zu sein und beispielsweise Haarbürsten mit natürlichen Borsten zu verwenden – und die kannst du gut auch das ganze Jahr über benutzen.“
Gibt es einen Trick, seltener Haare waschen zu müssen?
„Trockenshampoo. Auch wenn es manche sicher denken, ist Trockenshampoo hin und wieder nicht schlecht für deine Haare oder deine Kopfhaut! Letztere verfügt über eine wachsartige Talgschicht. Wenn du das Trockenshampoo aufträgst, nimmt es die natürlichen Öle auf. Dann musst du nur noch die Haare durchbürsten und schon sind deine Haare weniger ölig.“
Was ist dein absolutes Lieblingsprodukt für den Winter?
„Eine gute Spülung. Wichtig ist nicht nur das Produkt an sich, sondern auch die Anwendung. Weil wir so viele Haarfollikel haben, ist es hilfreich, mit einem Kamm durchzukämmen, nachdem du den Conditioner aufgetragen hast – so wird das Produkt gleichmäßig verteilt. Außerdem sollten deine Haare beim Auftragen nicht nur feucht, sondern klatschnass sein, denn sonst verwendest du am Ende eine doppelt so große Menge an Conditioner. Wasser ist das Transportmittel, dass all die guten Inhaltsstoffe in deine Haare befördert.“
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