Good Krama aus Kambodscha – Slow Fashion aus dem Land der Fast Fashion

Kennt ihr noch den Film über die Bob-Mannschaft aus Jamaika, die sich für die Olympischen Spiele qualifiziert? Cool Runnings, so der Titel, war einer meiner absoluten Lieblingsfilme als Kind. Der Film basiert auf der wahren Geschichte von fünf Jamaikanern, die es 1988 schafften, sich für die Olympischen Spiele im kanadischen Calgary zu qualifizieren. Entgegen aller Zweifel.
Ein wenig erinnert mich diese Geschichte an die Mission des kambodschanischen Labels Good Krama. Und nein, ich habe mich nicht verschrieben, es heißt wirklich Krama, dazu aber später mehr. Das besondere an Good Krama? Good Krama kommt aus einem Land, das in über 500 Fabriken Kleidung für den Rest der Welt produziert. Kambodscha ist, neben Bangladesch, die Nähmaschine der Welt. Gerade in den Produktionsländern unserer Kleidung spielt neben dem sozialen vor allem der Umweltaspekt eine große Rolle.
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Überproduktion und die Verwendung von umweltschädlichen und nicht oder nur sehr langsam abbaubaren Materialien, wie etwa Polyester, Acryl oder Nylon, lässt die Herkunftsländer unserer Modeartikel unter einem Müllberg ersticken, den unsere ständige Jagd nach dem nächsten Trend und dem wieder neuen T-Shirt verursacht.
Good Krama hat eine eigentlich recht simple Mission: Qualität soll mehr wiegen als Quantität. Das nachhaltige Brand schwimmt gegen den Fast-Fashion-Strom und kauft ungenutzte und überproduzierte Bestände der Fabriken in Kambodscha auf. Der komplette Herstellungsprozess läuft nachhaltig und ohne die Verwendung von umweltschädlichen oder nicht abbaubaren Materialien ab.
Und nun zum Namen: Der Krama ist ein traditioneller, kambodschanischer Seidenschal, meist in einem Vichy-Muster, der sowohl von Frauen als auch Männern getragen wird – jetzt macht das Wortspiel gleich doppelt soviel Sinn, hmm?
Damit das Team hinter Good Krama seine Mode während der Grünen Modewoche im Sommer in Berlin im Greenshowroom präsentieren kann, haben die kreativen Köpfe hinter der Brand eine Kickstarter-Kampagne gestrartet, die du sehr gerne unterstützen kannst. Auf diese Weise schafft es ein 100 Prozent nachhaltig agierendes Slow Fashion Brand aus einem Land, das für genau die gegenteilige Motivation in der Mode steht (schnelle, kurzlebige Produktion ohne Rücksicht auf sozio-ökonomische Folgen), seine faire, umweltfreundliche, nachhaltige und saisonlose Mode auf der weltweit größten Messe für grüne Mode zu präsentieren.
Good Krama wäre quasi die Bobmannschaft aus Jamaika und der Greenshowroom ihr Calgary. Wer sein Karma-Konto aufladen möchte, der kann hier auf Kickstarter Good Krama bei seinem Wunsch unter die Arme greifen. Im Onlineshop kannst du die fairen Entwürfe direkt zu dir nach Hause bestellen.
Es sieht ja schon sehr gut aus, im Juli werden wir dann dem Team von Good Krama hoffentlich einen Besuch im Greenshowroom absatten.
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