Femna Health hilft Hebammen in Kenia – mit diesen Produkten kannst du sie unterstützen

Foto: Femna Health
Wenn mir im Supermarkt ein Frauentee begegnet, renne ich schnell weiter zum Krümeltee. Und das obwohl ich weiß, dass der mir seit meinem 14. Lebensjahr nicht schmeckt und zu knapp 99 Prozent aus Zucker besteht. Bisher hat sich mir das Konzept eines Tees extra für ein Geschlecht trotzdem einfach nicht erschlossen, doch Femna Health könnte das jetzt ändern. Hinter dem Berliner Start-up stecken Emily aus Australien und Maxie aus Deutschland, die sich beim Co-Working kennengelernt haben. Maxie kommt aus einer Medizinerfamilie und beschäftigt sich schon lange mit Frauengesundheit. Zuvor hat sie die Menstruationstasse Ruby Cup gelauncht.
Mit Femna Health bieten die beiden Frauen nun natürliche Kräutermischungen sowie Pflegeprodukte für alle Lebensphasen von Menstruation über Fruchtbarkeit bis hin zur Menopause an. Den Launch ihrer neuen Pregnancy-Linie haben wir zum Anlass genommen, um mit Maxie und Emily über ihr Unternehmen, ihre persönlichen Erfahrungen und ihr Charity-Engagement zu sprechen. Mit Moms For Moms wollen sie Hebammen in Kenia unterstützen und ihr könnt sie dabei bei IndieGoGo unterstützen. So können Schwangerschaften für viele Frauen hoffentlich einfacher werden. Wenn ihr wiederum die Produkte von Femna Health probieren wollt, werdet ihr im Onlineshop fündig. Der Krümeltee bleibt dann vielleicht doch im Supermarkt.
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Habt ihr schon vor Femna Health Tees für Frauen getrunken?
Maxie: Das ist eine gute Frage. Viele Kundinnen kaufen einen Tee und bestellen dann fünf weitere. Ich komme aus einer Medizinerfamilie. Deswegen stand ich Kräutern zuerst skeptisch gegenüber. Können sie wirklich helfen? Dabei basiert selbst Aspirin auf Kräutern. Der Tee gegen Krämpfe hat bei mir sofort geholfen.
Emily: Manche Tees funktionieren beim ersten Mal, andere brauchen eine gewisse Gewöhnungszeit.

Kein Model wollte für unseren Onlineshop das Gesicht der Kategorie Menopause sein.

Was ist eines der nervigsten Tabus um Frauenhygiene?
Maxie: Die Periode natürlich, doch mittlerweile ist da viel passiert. Jetzt ist es die Menopause. Wir konnten kein Model finden, das das Gesicht für die Kategorie in unserem Onlineshop sein wollte. Einfach weil es ums Altern geht. Das kann ich natürlich verstehen, doch es gehört eben zum Leben dazu. Die Menopause hat einen unsexy Ruf.
Emily: Ist ja auch klar, denn viele Frauen haben dann weniger Lust auf Sex. Der Körper macht eine extreme Umstellung durch.
Maxie: Bei einem Dinner habe ich eine bekannte Politikerin kennengelernt. Sie hat mir erzählt, dass sie für ihre Reden im Bundestag immer zehn weiße T-Shirts dabei hatte, weil sie so sehr geschwitzt hat. Das ist vielen Frauen so peinlich. Unser Tee hat vielen unserer Kundinnen geholfen nicht mehr nachts aufzuwachen, da sie keine Hitzewallungen mehr hatten.
Was waren die aufregendsten Momente deiner Schwangerschaft?
Maxie: Ich habe Zwillinge und hatte eine sehr entspannte Schwangerschaft. Es lief echt smooth. Doch es gab auch schwierige Momente. Einmal musste ich mich auf dem Weg ins Büro übergeben, als ich auf dem Fahrrad saß. Morgenübelkeit natürlich. Außerdem sind meine Beine und Finger extrem angeschwollen. Ich habe dann ein kühlendes Öl gesucht, damit mein Freund mich massieren konnte und ich habe nichts gefunden. Das entwickeln wir jetzt.
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Generell war ich die ganze Zeit unglaublich glücklich und bei mir. Währenddessen habe ich aber auch realisiert, wie verletzlich ich bin. Es war eine Risikoschwangerschaft. Mit dem „Moms for Moms®“-Projekt arbeitet Femna jetzt eng mit der kenianischen Hebammen-Organisation „Midwives Association of Kenya“ zusammen. Wenn ich dort geboren hätte, wäre mein zweites Kind gestorben. Das wollen wir ändern.

Ich habe Entwicklungshilfe studiert und weiß wieviel in diesem Bereich schief läuft. Das wollen wir ändern.

Welche Produkte helfen in der Schwangerschaft?
Maxie: Ich liebe unseren Roll-On. Er duftet nach Orangen und man kann ihn einfach unter der Nase auftragen. So nimmt man andere Gerüche nicht mehr wahr und die Morgenübelkeit hat keine Chance.
Welchen Ratschlag habt ihr von euren Müttern gelernt?
Maxie: Meine Mutter ist Psychologin. Sie hat mir beigebracht, dass man Stärken stärken sollte. Wenn man Personen unterstützt und ihre positiven Eigenschaften hervorhebt, dann entwickeln sie sich weiter. Wenn man ihre Fehler immer wieder thematisiert, dann ist die Lernkurve viel flacher. Das funktioniert viel besser, als wenn man versucht etwas auszugleichen, worin sie weniger gut sind.
Emily: Meine Mutter ist Lehrerin. Ihr Leben dreht sich darum, andere zu unterstützen, ihnen zu helfen und sie wachsen zu lassen. Das geht mir genauso und hat sicher zu unserem neuen Charity-Ansatz geführt. Ich habe gerade eine Woche in Kenia verbracht, um mehr über das Leben der Menschen dort zu lernen. Ich habe Entwicklungshilfe studiert und dort vor allem gelernt, was nicht in der Welt funktioniert. Zum Beispiel die UN. Theoretisch großartig, besonders nach dem Krieg. Doch heute ist sie teilweise korrupt und macht zu wenig. Ich glaube daran, dass gerade die kleinen Projekte in enger Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort funktionieren.
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Leider reproduzieren viele Influencer die immer gleichen Stereotypen. Dabei sollte es 2018 keine ollen Tabus um Frauenhygiene mehr geben.

Wer sollte Heranwachsende heute aufklären?
Maxie: Eigentlich Influencer, doch leider reproduzieren viele die gleichen Verhaltensmuster wie in den 50er Jahren. Viel zu oft geht es darum, wie man einem Mann gefallen kann. Das scheint oberste Priorität zu sein. Ich finde das Kollektiv "Girls Are Awesome" und Lena Dunham großartig.
Emily: Viele Vorbilder finde ich heute noch schwierig. Die Kardashians leben absurde Diäten und Selbstzweifel vor. Ich finde Mädchen sollten lernen, auf sich selbst zu hören. Ignorier die Hater! Ich wurde auf einer katholischen Mädchenschule gemobbt. Dadurch habe ich mir ein dickes Fell zugelegt.
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