Ein überraschendes Paar: Nudelsalat trifft auf Buchweizen!

FOTO: Anne Mühlmeier
Nudelsalat erinnert mich an meine Kindheit, als alle Mütter ihren Nudelsalat zu Festchen, Veranstaltungen, Geburtstagen oder Grillparties mitbrachten. Um ehrlich zu sein, ich mochte die nie so besonders. Mir waren die Nudelsalate meist zu klebrig und mächtig, die Nudeln zu verkocht und ich glaube, sonderlich gesund und verträglich waren die Nudelsalate auch nicht.
Ich will hier und heute ein Revival des klebrigen Nudelsalats, der in den 60ern in Mode kam, einläuten. Und zwar einen ganz besonderen – nämlich mit regionalen, saisonalen Produkten und einem leichten Dressing dazu.

Warum ich so auf saisonale und regionale Lebensmittel abfahre? Weil sie mehr Vitamine enthalten, da sie reif geerntet worden sind. Außerdem unterstützt man damit die kleinen Landwirte, die es sowieso kaum noch gibt. In der Schweiz zum Beispiel gibt es in Supermärkten, sehr viele regionale Lebensmittel, was ich super finde. Aber zum Glück findet man auch in unseren Supermärkten immer mehr Produkte von Herstellern aus der Umgebung. Dazu kommt, dass die Umwelt geschont wird: Obst und Gemüse von weit her unreif nach Deutschland schippern, ist doch im Grunde genommen echt Blödsinn... Als letzten Grund will ich noch das nicht so hübsche Obst oder Gemüse erwähnen. Auf dem Markt zum Beispiel spielt es keine Rolle, wie krumm oder gerade eine Karotte ist – wir haben ja auch nicht alle langes, glattes Haar! Bis zu 40% des Obst oder Gemüses jedoch, das nicht der optischen Norm entspricht, kommt gar nicht erst in den Supermarkt, da es zuvor aussortiert wird. (So, das musste ich nun einmal los werden, das sind einige der Gründe, warum ich so auf saisonal und regional abfahre.)

Zurück zum Nudelsalat. Warum ich mich für Buchweizennudeln entschieden habe? Buchweizennudeln sind bissfester, glutenfrei, kein Getreide und aromatischer als eine helle Weizenmehlnudel. Du kannst aber natürlich die Nudeln nehmen, die du gerne isst.
Was kommt noch in meinen Salat? Karotten – überall zu kaufen, super Nährstoffe und die kräftige Farbe frischt jedes Essen optisch auf. Ich habe da eine Philosophie, die ich mir selbst nicht so ganz erklären kann. Ich schneide meine Karotten immer längs, nicht in Scheibchen. Denn sie erscheinen mir süßer, wenn man sie längs schneidet als wenn man sie in Scheiben schneidet. Verrückt oder? Geht es dir auch so? Das musst du auch unbedingt testen.

Erbsen sind noch drin. Entweder du machst sie ganz frisch und pulst sie aus ihrer Schale oder kaufst sie gefroren. Daran ist nichts verkehrt, denn es ist so viel einfacher und die Vitamine sind meistens sogar besser erhalten, da das Gemüse direkt nach der Ernte gefroren wird. Erbsen haben wertvolles pflanzliches Eiweiß, was insbesondere für Veganer sehr wichtig ist, da für sie ja Fleisch- und Milchprodukte als Eiweißquellen ausfallen. Nicht umsonst gibt es Proteinpulver aus Erbseneiweiß.
Radieschen bringen uns die Würze im Salat. Wenn sie schön dünn geschnitten sind, verteilt man ihre Schärfe ganz dezent im ganzen Salat. Dazu sind sie echt hübsch anzusehen.
Petersilie könnte ich in rohen Mengen essen und genau so viel kommt auch in unseren Salat. Grünes Blattgemüse oder Kräuter sind für mich der Inbegriff von Frische und Vitalität. Kräuter habe ich darum immer auf meinem Balkon, weil sie einfach jedem Gericht etwas Besonderes und Frisches verleihen.
Eier sind Grundnahrungsmittel in unserem Kühlschrank, die nie ausgehen dürfen. Der Mythos, dass Eier den Cholesterinspiegel explodieren lassen, stimmt übrigens nicht, was in einer Vielzahl von Studien belegt werden konnte. Noch besser sind übrigens glückliche Bio Eier. Also genießt euer Ei. (Veganer können einfach die Eier im Salat weglassen, er schmeckt trotzdem voll lecker.)
FOTO: Anne Mühlmeier

Zutaten:
250 g Buchweizennudeln
300 g Erbsen (gefroren)
500 g Karotten
1 - 1 1/2 Bund Radieschen
2 Bund glatte Petersilie
2-3 Zitronen
5 Eier

Dressing:
7 EL Olivenöl
3 EL Sahne oder Soja Sahne (kein Muss!)
Salz, Pfeffer

1. Zuerst einmal die Eier hartkochen und abkühlen lassen und die Erbsen aus dem Kühlfach nehmen.
2. Dann die Nudeln in ausreichend Salzwasser kochen, sodass sie noch schön bissfest sind. Zitronen auspressen. Karotten schälen und in feine Stifte schneiden, in etwa die gleiche Länge wie die Nudeln.
3. Nudeln, Karotten und Erbsen in eine Schale und alle Zutaten für das Dressing dazu. Öl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Abschmecken, Deckel drauf und für 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

4. Währenddessen die Radieschen mit einem scharfen Messer in feine Scheibchen schneiden. Eier pellen und achteln. Petersilie grob hacken
5. Wenn der Salat eine Stunde im Kühlschrank war, die Radieschen und Petersilie dazu geben und abschmecken.
Ich war auch erstaunt, wie viel ich nachwürzen musste, also nicht geizen mit Öl, Zitronensaft, Salz oder Pfeffer. Der Salat verträgt viel Gewürz.
6. Ganz zum Schluss die Eier vorsichtig unter den Salat heben. Hübsch anrichten und genießen!
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