Welche Facials sind wirklich die Zeit & das Geld wert?

Illustrated by Anna Sudit
Hast du dich schon mal gefragt, wie wichtig Facials, also Gesichtsbehandlungen, eigentlich für deine Haut sind? Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Fangen wir also mit den Basics an: Deine Haut braucht grundsätzlich Sonnenschutz, Feuchtigkeit, Gesichtsreinigung und regelmäßige Peelings. Wenn du ihr darüber hinaus noch etwas Gutes tun möchtest, können reparierende Inhaltsstoffe wie Antioxidantien und Peptide frühzeitiger Hautalterung entgegenwirken. Und dann gibt es noch Behandlungen, die ich gerne als Add-ons bezeichnen möchte. Das sind die Sachen, die Spaß machen: Masken, Gesichtsmassagen und sich Gurkenscheiben auf die Augen legen. Einzuschätzen, in welche Kategorie Facials fallen, ist nicht ganz einfach.
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Wie oft sollte ich ein Facial machen?

Ich habe mit der medizinischen Kosmetikerin Dr. Sarah Tonks gesprochen. Sie sagt, dass es keine feste Regel gibt, wie oft du eine Gesichtsbehandlung durchführen solltest. Das liegt daran, dass es so viele verschiedene Arten gibt. „Wenn du ein Facial gegen Akne machen lässt, bei dem du auf eine Lichttherapie oder aber eine Ausreinigung setzt, solltest du am Ball bleiben. Ich empfehle mindestens sechs- bis achtwöchige Zyklen.“ Auch wenn es dir bei der Gesichtsbehandlung eher darum geht, ein ebenmäßiges Hautbild zu bekommen, sollten deine Facials regelmäßig stattfinden. Gerade bei Narben, Pigmentflecken oder Melasma braucht die Haut in der Regel mehrere Sitzungen, bis sich Ergebnisse zeigen. Ein Fruchtsäurepeeling ist hier eine gute Idee. Dabei wird die Zellteilung angeregt, was die Haut zart, ebenmäßig und frisch wirken lässt. Aber auch eine Mikrodermabrasion eignet sich bei der Behandlung von Pigmentstörungen und Narben. Hierbei wird die oberste Hautschicht mechanisch abgetragen. Man kann sich die Prozedur ein bisschen wie bei einem Sandstrahler vorstellen: Es werden kleine Kristalle auf die Haut gestrahlt, die dann mit einem Vakuum wieder abgesaugt werden. Die ersten Termine sollten wöchentlich stattfinden, danach solltest du die Häufigkeit mit der oder dem behandelnden Kosmetiker*in, Arzt oder Ärztin besprechen.

Arten von Gesichtsbehandlungen

Darüber hinaus gibt es aber noch andere Facials. Die Bandbreite von Gesichtsbehandlungen, die von Kosmetiksalons und Schönheitskliniken angeboten werden, ist relativ groß. Jeder nennt sein Facial anders, dazu kommen verschiedene Preislagen. Da ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten. Laut Dr. Tonks kann die Vielzahl der Gesichtsbehandlungen jedoch in zwei Kategorien heruntergebrochen werden.
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Reinigung und Verfeinerung des Hautbildes

Zum einen gibt es Facials, mit denen bestimmte Effekte und Resultate erzielen werden sollen. Zur Reinigung sind das eben der Klassiker unter den Gesichtsbehandlungen, die Ausreinigung, die gegen Mitesser und Milien hilft, aber auch Behandlungen mit einer LED-Maske, also die zuvor angesprochene Lichttherapie. Diese beiden Treatments sollen bei unreiner Haut für Abhilfe sorgen. Geht es eher darum, ein ebenmäßigeres Hautbild zu erzielen, helfen diverse Peelings mit Säure, also zum Beispiel das Fruchtsäurepeeling, sowie eine Mikrodermabrasion. Darüber hinaus gibt es noch Oxygen-Facials, bei denen Wirkstoffe mit Hilfe von Sauerstoff in die tieferen Hautschichten gebracht werden sollen. Die zusätzliche Ladung O2 soll für eine frische, jugendliche Ausstrahlung sorgen.
Wichtig nach diesen intensiven Gesichtsbehandlungen ist laut Dr. Tonks, dass du deine Gesichtspflegeroutine darauf anpasst. Du solltest eine Zeit lang auf aktive Inhaltsstoffe in deiner täglichen Pflege wie Retinol oder diverse Säuren verzichten, da diese die Haut zu sehr reizen. Trotzdem solltest du deine Hautpflege, also tägliche Reinigung und Feuchtigkeit, ansonsten natürlich weiterführen.

Gesichtsbehandlungen im Spa

Es gibt aber auch noch eine andere Art von Facials, und zwar die entspannenden. Diese werden bevorzugt in Spas angeboten und oftmals geht es hier eher um die sinnliche Erfahrung und die Zeit, die du dir bewusst für dich selber nimmst, als um einen bestimmten Effekt auf deine Haut. Natürlich werden Masken aufgetragen, aber theoretisch könntest du diese Art von Gesichtsbehandlung, im Gegensatz zu den oben genannten, auch zu Hause durchführen, weil keine Geräte zum Einsatz kommen. Hier gibt es die verschiedensten Inhaltsstoffe, von speziellen Verfahren mit Naturkosmetik über Anti-Aging-Facials bis hin zu Feuchtigkeitsbehandlungen ist wirklich alles dabei. Tonks sagt: „Sie haben nicht den allergrößten sichtbaren Effekt auf die Haut. Aber wird eine Maske mit einer Gesichtsmassage auf die Haut aufgetragen, kann das sehr entspannend sein un der Haut guttun. Alles, was dich dazu bringt, 40 Minuten ruhig in einer schönen Umgebung zu liegen und einfach nur zu relaxen, ist schon eine kleine Schönheitskur an sich.“ Aber sein wir ehrlich: Eine Schlammmaske bleibt eine Schlammmaske, egal wo sie aufgetragen wird.

Was kosten Facials?

Wie viel eine Gesichtsbehandlung kostet, lässt sich pauschal nicht sagen. Dafür gibt es zu viele Anbieter und Arten von Angeboten. Preislich gesehen liegen die Relax-Facials generell unter den kosmetischen Behandlungen, weil sie keine Geräte und neuen Technologien beinhalten. Gerade bei intensiven Facials wie zum Beispiel Säurepeelings solltest du aber trotzdem nicht auf Schnäppchenangebote hereinfallen. Eine professionelle Behandlung vom Fachpersonal ist für deine Haut wesentlich besser, als eine schludrig durchgeführte Session bei ungelernten Aushilfen. Überlege dir also vorher, welche Resultate du dir erhoffst und lass dich beraten. Dann steht einem angenehmen, effektiven und entspannendem Facial nichts mehr im Weg!
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