Wie Ikea schon wieder eine frauenfeindliche Aktion bringt

Alle lieben Ikea, oder? Nein, Frauenrechtlern ist das schwedische Möbelhaus mal wieder zu weit gegangen: Für die ultraorthodoxe Minderheit in Israel, also knapp 10 % der Bevölkerung, brachten sie einen eigenen Möbelkatalog heraus – und zwar ohne Abbildungen von Frauen und Mädchen.
Nachdem international Kritik laut wurde, hat sich Ikea nun für sein Vorgehen öffentlich entschuldigt. Josefin Thorell, Sprecherin von Ikea Schweden erklärte laut der israelischen Zeitschrift Haaretz, dass der ultraorthodoxe Katalog nicht in der Verantwortung der schwedische Zentrale lag, sondern über das israelische Franchise-Unternehmen gelaufen sei: „Wir haben sehr deutlich gemacht, dass das nicht das ist, wofür die Marke Ikea steht", erklärte Thorell.
Dabei gab es schon des öfteren Ärger wegen Frauenfeindlichkeit: 2012 gab es einen internationalen Skandal, weil der Möbelhersteller für den Katalog in Saudi-Arabien Frauen ganz aus den Bildern retuschierte. Weltweit wird der Katalog in 43 Ländern vertrieben, je nach Religion und Kultur des Landes gehen die Franchise-Unternehmen mit dem Thema Familien und Frauen um.
In den Montageanleitungen sind allerdings in jedem Land ausschließlich männliche Möbelschrauber zu sehen...
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