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Tabuthema Geld: Über diese 8 Finanzfragen sollte man mit dem Partner sprechen

Gespräche über Geld können die Hölle sein. Vor allem dann, wenn das Gegenüber die Person ist, neben der man jeden Morgen im Bett aufwacht.
Ich erinnere mich nicht an die ersten Geldgespräche, die ich mit meinem Mann führte. Wahrscheinlich war es eins dieser merkwürdigen Gespräche bei den ersten Dates; dieser Moment, in dem beiden herumdrucksen, wenn es ums Zahlen geht. Sehr wohl erinnere ich mich allerdings an das erste Mal, als wir über eine größere Anschaffung sprachen. Er war damals noch in einer Band. Ich war gerade zu Besuch bei meiner Familie als Ken anrief und fragte, ob es in Ordnung sei, 200 Dollar für einen Bassverstärker auszugeben. Wir hatten bereits über eine gemeinsame Wohnung gesprochen, hatten den Plan aber noch nicht umgesetzt. Ich war begeistert von seinem gedanklichen Vorstoß. Ich sah es als Zeichen, dass er sich unserer Beziehung sicher war und sich mit mir wohlfühlte.
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In den folgenden Jahren führten wir hunderte von Gesprächen über Geld. Aber auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, spreche ich wirklich gerne mit Ken über Finanzen, weil diese Gespräche nötig sind, um unsere gemeinsame Zukunft zu planen.
Der Anfang eines solchen Gesprächs kann allerdings schwierig sein. Wann ist denn nun der beste Zeitpunkt, um das erste Mal über Geld zu sprechen?
Priya Malani, Finanzberaterin bei Refinery29, und ich sprechen oft darüber und bei einer Unterhaltung erwähnte sie eine Kundin, die immer eine Liste mit 40 Fragen parat hatte, welche sie jedem potenziellen Lebensgefährten stellt. Ich war sofort fasziniert: Diese Liste wollte ich unbedingt sehen. Ich wollte unbedingt herausfinden, ob sich unter den Fragen auch Finanzfragen befinden.
Sie zeigte mir den offiziellen Fragebogen und wir kürzten ihn erst auf 20 Fragen, fügten jedoch elf neue, für uns sehr wichtige Geldfragen hinzu.
In den folgenden Slides begleiten wir euch nun durch acht wichtige Meilensteine einer Beziehung. Aber denkt bitte daran: Jeder ist anders. Einige dieser Fragen passen vielleicht nicht zu eurer Situation. Vielleicht würdet ihr sie anders formulieren oder sie zu einem anderen Zeitpunkt fragen. Es geht hierbei also weniger um die Meilensteine an sich, dafür mehr um die Fragen.
Das nächste große Fragezeichen ist, wann man fragen soll. Das ist auch eine persönlich Sache. Ich spreche gerne über Geld, wenn ich ausgehe, beim Abendessen oder in der Bar. Für andere Leute kann Trinken und Geld eine schreckliche Kombination sein, und für andere wiederum ist das Thema Geld lange Zeit ein unantastbares Tabu. In den frühen Etappen einer Beziehung wird man etwas herumprobieren müssen, um den idealen Zeitpunkt für dieses (manchmal) schwierige Gespräch zu finden.
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Aber mach dir keine Sorgen, falls du dich unwohl fühlst. Niemand sagt, dass es einfach ist, aber es ist langfristig einfach notwendig. Also schau dir unsere Tipps an, verabrede dich und mach dich gefasst.
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Es fühlt sich wahrscheinlich nie wie der perfekte Zeitpunkt an, um in eine tiefgehende finanzielle Diskussion einzusteigen. Aber man kann klein anfangen.

Die Fragen:
1. Was machst du? Magst du deinen Job? Hast du auch schon früher gedacht, dass du das einmal tun würdest?
2. Sollen wir getrennt bezahlen?

Nicht vergessen:
Die Frage, wer beim ersten Date bezahlt, ist kompliziert – sie ist in der Tat so kontrovers, dass wir diesem Thema einem ganzen Artikel widmeten. Mir persönlich war es lieber, meine Rechnung bei den ersten Dates selbst zu bezahlen. Mir ist auch klar, dass damit nicht jeder einverstanden ist, aber ich bin der Meinung, man sollte zumindest das Angebot machen.

Was die Frage nach dem Job angeht – das ist ein ganz normales Thema beim ersten Date und kann viel über die Zukunftspläne einer Person verraten. Falls er oder sie die aktuelle Arbeit hasst, bedeutet das vielleicht die Neugestaltung seiner bzw. ihrer Karriere oder einen großen Schritt in der Zukunft. Vielleicht passt das zu deinen Zukunftsplänen; vielleicht auch nicht. Ein wichtiges Thema also, das es am besten direkt herauszufinden gilt.
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Während der ersten berauschenden Wochen mit deiner neuen Flamme musst du wirklich nicht über Geld sprechen. Aber mit der Zeit wird das unumgängliche „Was ist das eigentlich mit uns beiden?“-Gespräch stattfinden, bei dem es gut ist, einige Geldfragen einzuwerfen; nun ist es an der Zeit, einander wirklich kennen zu lernen.

Die Fragen:
1. Hast du das Gefühl, dass wir in unserer Beziehung gleichberechtigt sind?
2. Was hältst du von heiraten?
3. Möchtest du dich in absehbarer Zukunft karrieretechnisch noch einmal neu orientieren?

Nicht vergessen:
Vielleicht denkst du: Wir gehen seit einem Monat aus! Ich werde nicht fragen, ob wir eine gleichberechtigte Beziehung haben. Aber warum eigentlich nicht? Sollte das nicht in Betracht gezogen werden, wenn du ausschließlich diese Person im Blick hast? Denk darüber nach. (Diese Frage musst du übrigens nicht wortwörtlich stellen – aber nutze den Grundgedanken dieser Frage als Ausgangspunkt. Oder stelle sie nur dir selbst.)

Es ist auch heikel, über das Heiraten zu sprechen, aber du fragst deine bessere Hälfte ja nicht, ob er oder sie dich heiraten will – nur wie er oder sie allgemein über die Ehe denkt. Auf dieses Thema lässt sich gut zu sprechen kommen, falls einer von euch Freunde hat, die bald heiraten; dies macht das Thema etwas zugänglicher und es erscheint weniger wie aus heiterem Himmel.

In so einem frühen Stadium einer Beziehung möchte man nicht über einen entfernten Zeitpunkt und mögliche, lebensverändernde Kompromisse sprechen – etwas Riesiges, wie die Kündigung des Jobs und der Umzug quer durch das Land, um den Karrierewechsel der anderen Person zu unterstützen zum Beispiel. Aber diese Dinge passieren eben. Sollte man das nicht wissen, bevor es ernst wird?
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Es kommt der Punkt, an dem ihr beide beschließt, gemeinsam etwas Großes zu kaufen; ganz egal, ob ihr einen Urlaub plant, einen Welpen möchtet oder etwas völlig anderes. Und dies ist ein guter Augenblick, um die etwas spezifischeren Einzelheiten über Geld zu besprechen.

Die Fragen:
1. Sparst du für die Zukunft? Wie bezahlst du Rechnungen?
2. Welche Sparphilosophie hast du?
3. Falls einer von uns eine Prämie bekommt / im Lotto gewinnt, was mache ich / machst du / machen wir mit dem Geld?

Nicht vergessen:
Diese Fragen sind alle miteinander verknüpft: Der Finanzhaushalt ist daran gebunden, wie Rechnungen bezahlt werden, dies ist mit der Art zu sparen verknüpft, was wiederum nicht von einem unerwarteten Geldregen zu trennen ist und wie man mit diesem umgehen würde. Für manche Menschen sind das durchaus heitere Fragen – sie geben einem die Chance, von der Zukunft zu träumen oder mit dem eigens ausgetüftelten Sparkonzept zu prahlen. Für andere ist Haushaltsplanung langweilig, abschreckend oder etwas, worüber sie gar nicht nachdenken.

Paare müssen bei diesem Thema nicht zu 100 Prozent einer Meinung sein, gut wäre es aber, wenn sie zumindest auf derselben Wellenlänge sind. Ich gebe definitiv mehr Geld aus als Ken, aber am Ende des Tages haben wir eine sehr ähnliche Geldphilosophie. Auch Verschwender und Sparer können gemeinsam glücklich sein, solange sie vom ersten Tag an offen und ehrlich zueinander sind.
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Wenn ihr euch zu diesem ersten großen Schritt entscheidet und zusammenzieht, wird ein Haufen großer finanzieller Fragen auf euch zukommen. Warum springen wir nicht ins kalte Wasser und räumen all die Peinlichkeit beiseite, bevor wir zusammenziehen?

Die Fragen:
1. Wie viel verdienst du?
2. Wie teilen wir die Miete auf? Wie teilen wir die monatlichen Rechnungen auf? 50/50 oder anteilig je nach Einkommen?
3. Musst du BAföG/einen Studienkredit zurückzahlen oder anderweitige Schulden begleichen? Wie machst du das?
4. Gibt es etwas oder jemanden aus deiner Vergangenheit, über das/den ich Bescheid wissen sollte?

Nicht vergessen:
Letzten Sommer veröffentlichte Fidelity eine Studie, die herausfand, dass 43 % der verheirateten Menschen in den USA nicht wissen, wie viel ihr Partner verdient. Diese Statistik riss mich vom Hocker. Und ich weiß, was ihr jetzt denkt: Wir wollen nur zusammen wohnen, die Heiratsphase haben wir noch gar nicht erreicht. Doch sobald ihr euch für eine gemeinsame Wohnung entscheidet, müsst ihr Maklern oder Vermietern normalerweise tonnenweise persönliche Informationen über eure Finanzen preisgeben, einschließlich Jahresgehalt. Dies sollte ein ganz natürlicher Moment sein, in dem über das Gehalt gesprochen wird. Und von nun an solltet ihr absprechen, wie ihr die Miete aufteilt. Wenn ein Partner bedeutend mehr verdient, ergibt eine 50-prozentige Aufteilung möglicherweise keinen Sinn. Ihr müsst herausfinden, was am besten zu euch passt.

Das ist außerdem ein guter Zeitpunkt, um einige tiefer gehende Themen anzuschneiden: Bildungskredite, vergangene Beziehungen und Gesundheit. All diese Dinge können euer finanzielles Gesamtbild stark beeinflussen. Sich das einzugestehen, ist nicht immer leicht, aber die meisten von uns haben irgendwelche Schulden, aber das ist nichts, was man nicht in den Griff kriegt, und vor allem ist es nichts, wofür man sich zu schämen bräuchte.

Und dann kommt die oft unangenehmste Frage auf dieser Liste: „Gibt es etwas oder jemanden aus deiner Vergangenheit, über den/das ich Bescheid wissen sollte?“ Zu diesem Zeitpunkt habt ihr wahrscheinlich (hoffentlich!) bereits lange Gespräche über eure Vergangenheit hinter euch, aber nun ist es an der Zeit, klarzustellen, dass es in der Zukunft keine unvorhergesehenen Überraschungen gibt (eine/n Ex, maßlose Schulden, ein geheimes Doppelleben). Du ziehst mit dieser Person zusammen; solltest du nicht praktisch alles über sie oder ihn wissen?
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Du wirst mit deiner besseren Hälfte über Geld streiten. Da führt praktisch kein Weg dran vorbei. Darüber sollte man sich trotzdem keine Sorgen machen. Aber nachdem ihr diesen großen Streit hattet und sich die Situation etwas beruhigt hat, ist es wichtig, einige Fragen folgen zu lassen.

Die Fragen:
1. Vertraust du mir in Sachen Geld? Möchtest du eines Tages ein gemeinsames Bankkonto?
2. Wem vertraust du neben mir am meisten – oder vertraust du jemand anderem vielleicht sogar mehr als mir?
3. Wer sollte deiner Meinung nach über unsere Angelegenheiten Bescheid wissen (Probleme, Konflikte, Streitigkeiten)?

Nicht vergessen:
Die Frage „Vertraust du mir in Sachen Geld?“ ist extrem heikel und ich bin mir nicht sicher, ob ich dir raten würde, sie geradeheraus zu stellen. Aber die Folgefrage „Möchtest du eines Tages ein gemeinsames Bankkonto?“ ist überaus wichtig und beantwortet die Vertrauensfrage auch fast schon indirekt. Ob man sich dazu entschließt, seine Finanzen vor oder nach der Heirat (oder nie) zusammenfließen zu lassen, bleibt jedem Paar selbst überlassen, aber ihr solltet definitiv darüber sprechen, damit keine unerwarteten Gefühle hochkommen, falls sich einer von euch ungerecht behandelt fühlt.

Du denkst vielleicht, dass es bei den Fragen „Wem vertraust du neben mir am meisten?“ und „Wer sollte über unsere Angelegenheiten Bescheid wissen?“ nicht um Geld geht, aber ich würde behaupten, dass sie fast so wichtig sind wie die Frage mit dem gemeinsamen Bankkonto. Gibt es jemanden im Leben deiner besseren Hälfte, der genau über eure Angelegenheiten informiert ist? Ist das in Ordnung für dich? Ich erzähle meiner Mutter fast alles, aber es gibt Dinge (vor allem finanzielle Details), die nur Ken und mich etwas angehen. Gleichzeitig wenden wir uns, wenn wir einen finanziellen Ratschlag brauchen, an seine und meine Eltern (sowie an eine Handvoll anderer Freunde und Berater), um deren Meinung anzuhören. Es ist gut zu wissen, auf wen deine bessere Hälfte sich verlässt und wie viel er oder sie teilt – oder mit wem er/sie womöglich zu viel teilt (oder dich komplett von der Diskussion fern hält).
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Es gibt viele Fragen, die man vor der Verlobung stellen sollte. Denn sobald das einmal besiegelt ist, hat man genug um die Ohren, auch ohne an diese durchaus wichtigen Punkte zu denken.

Die Fragen:
1. Ich möchte nicht, dass du dich wegen eines Verlobungsrings verschuldest. Wie viel sollten wir deiner Meinung nach ausgeben? Woher kommt das Geld dafür? Würde es dich stören, wenn wir beide den Ring bezahlen?
2. Wenn du mich heiraten würdest, gäbe es dann etwas, was du bereuen würdest, nicht getan oder erledigt zu haben?
3. Was hältst du von einem Ehevertrag? Was denkt deine Familie darüber?
4. Möchtest du Kinder? Wann und wieviele kannst du dir vorstellen?
5. Wie hoch sollte unser Notkapital sein?
6. Wo möchtest du, dass wir unseren Urlaub verbringen?
7. Wäre es ein Problem, wenn ich mit meinen Freunden ohne dich Urlaub machen würde?

Nicht vergessen:
Priya und ich hatten ein langes Gespräch über die Frage mit dem Verlobungsring. Ich weiß, es mutet nicht romantisch an, zu besprechen, wie viel der Verlobungsring kosten sollte, aber für viele Paare ist das eine der größten Einzelanschaffungen, die sie tätigen werden, mal von einem Auto oder Haus abgesehen. Warum sollte man kein ehrliches Gespräch darüber führen, wie viel man ausgeben sollte? Muss sich ein Partner verschulden, damit der andere den Ring seiner oder ihrer Träume bekommt? Die Antwort könnte Ja lauten. Das ist in Ordnung, solange diese Entscheidung von beiden getragen wird.

Wenn ein Partner nicht das Geld hat, um den Ring zu bezahlen, sollte der andere etwas beisteuern? Wärst du damit einverstanden? Ja, diese Fragen sind unbequem, aber ich denke, sie sind entscheidend, wenn es darum geht, eine solide finanzielle Basis für eure Ehe aufzubauen. (Und ja, Ken und ich hatten ein Gespräch über die Finanzierung der Ringe und ich bin immer noch der Ansicht, dass sein Antrag einzigartig romantisch war.)

Die Frage mit dem Ehevertrag ist meiner Meinung nach etwas furchteinflößender, denn wer möchte darüber nachdenken, dass die Ehe in einer Scheidung enden könnte? Aber man muss es berücksichtigen – vor allem gilt das für Paare, die heiraten, nachdem sie selbst in den Besitz von Wohneigentum oder eines Unternehmens gelangt sind, mit einer großen finanziellen Erbschaft aus der Familie rechnen oder anderweitig finanziell eigenständig sind. Es ist auch wichtig herauszufinden, was die Familie deiner besseren Hälfte über das Thema denkt. Die meisten Gespräche über Eheverträge, von denen ich gehört habe, werden von übermäßig besorgten Eltern angetrieben. (Das alles steht im Zusammenhang mit der Frage „Wer weiß über unsere Angelegenheiten Bescheid?“)

Während du all dieses peinliche Zeug aus dem Weg räumst, lass uns über Kinder sprechen. Möchtest du welche? Wie viele? Und wann? Und wer kümmert sich um die Kinder? Soll ein Elternteil zu Hause bleiben? Oder stellst du dir eine gleichmäßigere Arbeitsaufteilung vor? All das kann einen großen Einfluss auf deine Verdienstaussichten haben, daher muss das unbedingt diskutiert werden. Eines sollte man beachten: Wie bei so vielen dieser großen Fragen, ist es in Ordnung, wenn man sich über die Antwort nicht zu 100 % sicher ist. Und nächstes Jahr hast du vielleicht eine andere Meinung – das ist völlig in Ordnung. Doch auch wenn du dir darüber nicht im Klaren bist, was du in der Zukunft willst – oder vielleicht gerade desalb –, kann dir ein Gespräch darüber ein wenig Perspektive geben.

Die Frage mit dem Notkapital kann schwierig sein. Ja, du solltest ein Notkapital haben – aber wie viel auf besagtem Konto sein sollte, steht zur Debatte. Priya empfiehlt die Höhe der Ausgaben für drei bis sechs Monate. Manche Leute wollen mehr als das; andere würden behaupten, das sei übertrieben (oder ein unmögliches Ziel – oder beides). Aber das ist eine Zahl, über die man sprechen sollte und auch darüber, ob man dieses finanzielle Ziel schon erreicht hat oder noch daran arbeitet.

Die Ferienfrage ist weitaus weniger ernst, sollte bei euren fortlaufenden Gesprächen über eure Ausgaben aber unbedingt berücksichtigt werden. Manche Paare können sich eine Reise ohne einander nicht vorstellen. Andere brauchen eine Pause ohne ihre bessere Hälfte. Aber dies steht alles mit Entscheidungen in Verbindung, ob ihr Geld gemeinsam oder getrennt ausgeben wollt. Vielleicht steht euer jährlicher Strandurlaub in Miami mit eurem Plan, ein Haus zu kaufen, nicht im Einklang – bist du bereit, darauf zu verzichten? Sprich darüber!
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Du hast dich entschieden, dich für den Rest deines Lebens einer Person gegenüber rechtlich zu verpflichten, was bedeutet, dass du viel über Geld und die Zukunft sprechen solltest.

Die Fragen:
1. Was sind deine Gedanken über unsere Hochzeit? Wer bezahlt sie?
2. Bedeutet eine gleichberechtigte Beziehung in fünf Jahren dasselbe wie jetzt? In zehn Jahren, usw.?
3. Falls unsere Eltern, Geschwister oder Freunde ernsthaft Hilfe benötigen (möglicherweise so sehr, dass sie bei uns wohnen müssen), wärst du dazu bereit?
4. Was tun wir, wenn wir in unserer Beziehung wirklich, aufrichtig unglücklich sind?

Nicht vergessen:
Hochzeiten sind teuer und im Jahr 2016 hat jeder eine andere Methode, dafür zu bezahlen. Bezahlt ein Teil der Eltern alles? Möchtest du einem Teil der Eltern so viel Kontrolle überlassen? Möchtest du wirklich zehntausende Euro für einen einzigen Tag blechen? Könnte man das Geld nicht sinnvoller in etwas anderes investieren? Bevor du mit der Planung beginnst, gilt es, diese entscheidenden Geldfragen mit deinem Auserkorenen zu klären.

Aber wenn man in die Zukunft blickt, möchte man sicher auch andere Themen als die Hochzeit aufgreifen. Nun ist ein guter Augenblick, um erneut auf die Frage der Gleichberechtigung zurückzukommen. Wenn du einen Heiratsantrag gemacht oder ja gesagt hast, so stehen die Chancen, in der Beziehung glücklich zu sein, gut. Aber so eine Hochzeit ist eben auch eine gute Gelegenheit, sich selbst einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Wo liegt dein Verbesserungspotenzial und welche Maßnahmen kannst du ergreifen, um in deiner Beziehung für mehr Gleichberechtigung zu sorgen?

Dennoch lebt ihr zwei nicht in einer Blase, und äußere Faktoren, wie etwa Familie und Freunde, werden während eurer gesamten Beziehung auch die Stabilität und das Glück in eurer Ehe beeinflussen. Möglicherweise hattet ihr schon mit dieser Art von Problemen zu tun. Doch genau wie der Versuch, eure Finanzen miteinander zu vereinbaren, ist es ebenso wichtig, über Punkte wie eure erweiterte Familie sowie über Geld zu diskutieren. Wie würdet ihr in einer hypothetischen Situation reagieren, in der ein Familienmitglied Geld oder einen Wohnplatz bräuchte? Das alles kann sich immer nochmal ändern, wenn so eine Situation wirklich eintritt, aber zumindest habt ihr dann eine Idee dessen, wie ihr das Problem angehen würdet.

Die letzte Frage ist wieder eine große. Und wie die Frage „Vertraust du mir in Sachen Geld?“ kann man sie nicht einfach geradeheraus stellen. Doch eine Beziehung erfordert Arbeit und wenn man verheiratet ist, ist ein Schlussstrich schwieriger, da ein rechtlicher Vertrag besteht. Falls bzw. wenn also Steine auf eurem Weg liegen, wie geht ihr damit um? Glaubt ihr an Paartherapie? Glaubt ihr an Scheidung? Über diese großen Fragen zu sprechen, verhindert keineswegs, dass solche Probleme wirklich eintreten, aber es kann euch dabei helfen, vorbereitet zu sein, falls sie im Verlauf eurer Beziehung auftreten sollten.
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Persönliche Finanzen sind schon kompliziert genug, wenn nur zwei Leute involviert sind. Taucht auch noch ein Baby auf, ändert sich alles. Geld und Kinder sind schier nicht voneinander zu trennen und es ist am besten, diese zähen Gespräche zu führen, bevor ihr hübsche kleine Babys zur Welt bringt.

Die Fragen:
1. Wie möchtest du unsere Kinder großziehen? Wie würden wir uns um unsere Kinder kümmern? Wer würde auf sie aufpassen?
2. Was passiert, wenn einer von uns krank wird? Hast du eine Lebensversicherung?
3. Wie würden wir mit einer Karrierepause umgehen?
4. Wie nahe würdest du eines Tages bei deinen Eltern leben wollen? Wie nahe bei meinen Eltern? Hast du einen Plan, wie du für deine Eltern sorgst? Hast du je mit deinen Geschwistern darüber gesprochen?

Nicht vergessen:
Ich denke, das sind einige der schwierigsten Fragen, denn selbst wenn ihr euch bezüglich Kinder einig seid, seid ihr hinsichtlich der Erziehung vielleicht unterschiedlicher Meinung. Und Kinder sind teuer.

Sicher ändern sich eure Pläne, sobald das Baby nicht mehr nur noch Theorie ist, aber wenn ihr rechzeitig mit diesen Diskussionen beginnt, könnt ihr beginnen zu sparen und euch richtig darauf vorbereiten. Zusammen mit der Frage der Erziehung eurer Kinder müsst ihr auch besprechen, wie ihr euch um sie kümmern wollt und ob ihr eine Lebensversicherung habt, für den Fall, dass etwas Schlimmes passiert.

Es ist auch wichtig, über Arbeitspausen zu sprechen. Ob es darum geht, sich eine Auszeit zu nehmen, um die Kinder zu erziehen, eine Entlassung zu überstehen oder einen Karrierewechsel zu planen, es besteht eine gute Möglichkeit, dass du und deine bessere Hälfte im Verlauf eurer Beziehung zumindest einer Phase der Arbeitslosigkeit gegenüberstehen werdet. Darüber zu sprechen (und über ein anständiges Notkapital zu verfügen), ist eine gute Methode, einen Teil des Stresses zu vermeiden, der bei solch einer unerwarteten Änderung eintritt.

Irgendwann in der Zukunft wollt ihr sicher auch über eure Eltern und darüber sprechen, wie ihr euch im Alter um sie kümmern wollt. Das ist eines der deprimierendsten Gespräche, die man führen kann, aber versuche, dich von einem rein praktischen Standpunkt aus anzunähern. Hast du vor, in ihrer Nähe zu leben, wenn sie älter werden? Musst du Geld sparen, um für sie sorgen zu können? Und hast du Geschwister, die die Last teilen können (ob finanziell oder emotional)? Nein, solche Gespräche sind nicht so vergnüglich wie die über die Gründung einer Familie, aber das sollte niemanden davon abhalten, sie zu führen.
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