Natürlich gewellte Haare mit dem Glätteisen (ohne verbrannte Finger & Spliss)

Photo: Courtesy Of L'Oreal Professionnel
Abgesehen von nach hinten gegelten Haaren gibt es eigentlich nur einen anderen Haartrend, der bei den Fashionshows der letzten Wochen überall zu sehen war: zarte, natürliche Wellen. Der Look an sich ist natürlich nicht gerade eine Innovation. Aber die Technik, die die Hairstylist*innen angewendet haben, um sie zu kreieren, ist neu. Und ziemlich clever!
Sie griffen nicht etwa zu Lockenstab, Lockenwicklern oder Papilotten, sondern zum Glätteisen. Auch das klingt jetzt erst mal nicht so aufregend. Schließlich stylen sich viele die Haare mit einem Straightener, in dem sie einzelne Strähnen einwickeln. Wenn du das schon mal ausprobiert hast, weißt du aber, wie anstrengend das ist. Und das ein unnatürliches Zickzackmuster, verbrannte Finger und Spliss praktisch vorprogrammiert sind. Und genau deswegen haben sich die Stylist*innen auch was einfallen lassen: Sie haben die Haare erst geflochten und dann mit dem Glätteisen bearbeitet.
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Photo: Jacqueline Kilikita
Roksanda SS19 Backstage
Der Hairstylist Anthony Turner gab bei der Fashionshow von J. W. Anderson L'Oréal Professionnels Tecni ART Pli Shaper auf die nassen Haare. Dann föhnte er sie mit dem Dyson Supersonic und flechtete die Längen im Schulmädchen-Look in zwei Zöpfe. Anschließend ging er mit dem Glätteisen über jeden Zopf. Dafür drückte er es etwa ein bis zwei Sekunden an einer Stelle zusammen, bevor er es weiter nach unten gleiten ließ. Danach wurden die Models geschminkt, so dass die Zöpfe noch ein wenig auskühlen konnten. Fertig waren die modernen Bohemian-Wellen. „Es sollte nicht zu gewollt aussehen, sondern einfach so, als hätten sich die Models gerade die Haare gewaschen, sie anschließend geflochten und sie in der Sonne trocknen lassen“, so Turner.
Der Hairstylist James Pecis nutzte die gleiche Technik, flechtete die Haare jedoch in vier Zöpfe für die Show von Roksanda. So entstanden etwas kleinere Wellen. Er verwendete die Stylingcreme L'Oreal Professionnel's Tecni ART Liss Control im feuchten Haar und gab zusätzlich den wärmeaktiven Sprühfestiger Pli in die Spitzen.
Photo: Daisy Walker
Nach dem Flechten zog Pecis die Zöpfe leicht in die Breite (um weiche, runde Wellen zu kreieren) und ging dann vorsichtig mit dem Glätteisen drüber. Nach einer kurzen „Einwirkzeit“ löste er die Zöpfe und kämmte sie mit einer Wet Brush durch. So entstand ein natürlich krauser Look.
Photo: Courtesy Of L'Oreal Professionnel
Auch der Hairstylist und Mane 'n Tail- Markenbotschafter Stefan Bertin schwört auf die Flecht-Glätt-Technik, denn die Wellen wirken dadurch „cool, unangestrengt und feminin zugleich.“ Wichtig ist nur, nicht zu viele, dünne Zöpfe zu flechten – sonst siehst du am Ende so aus als hätte dich ein Kreppeisen attackiert. Und du solltest natürlich die richtigen Pflegeprodukte verwenden, die deine Haare vorm Austrocknen schützen und sie mit Nährstoffen versorgen, wie beispielsweise Mane 'n Tails Deep Moisturizing Shampoo und Conditioner. Außerdem solltest du auf keinen Fall auf ein Hitzespray verzichten (zum Beispiel Perfect Defense von Moroccanoil) und die Haare sollten wirklich trocken sein, bevor du sie mit Hitze behandelst.
Fazit: Mit dieser Methode sparst du nicht nur Zeit, du schonst auch noch deine Haare, denn durch die kürzere Hitzebehandlung ist sie etwas sanfter.
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