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“Ein gutes Mädchen trägt so einen Rock nicht” – warum wir das Frausein für uns selbst definieren müssen

Sängerin Elisa Loah macht ihre Art von Weiblichkeit zu ihrem Markenzeichen in der deutschen Musikszene. Mal in Jogginghose, mal im Tanga.

Wellenlinie
Zu dick, zu dünn, zu freizügig, zu prüde, zu laut, zu leise, viel zu aufgetakelt, mein Gott lässt die sich gehen. Frau sein fühlt sich auch in 2022 an wie ein Hürdenlauf, für den wir uns nie aufgewärmt haben. Unser Treppchen in dieser von Vorurteilen und Stereotypen behafteten Welt zu finden, ist alles andere als einfach. Wem sollen wir nacheifern? Wem wollen wir es eigentlich recht machen?
Nur uns selbst, findet Elisa Loah. Und damit rennt sie über die Ziellinie. Die Sängerin und Songwriterin aus Berlin, die gemeinsam mit ihrem Bruder am Mischpult und ihrer besten Freundin Fafa als Creative Director an ihrer Seite komplett independent die vielleicht sinnlichsten, multilingualen R&B-Tunes droppt, die Musikdeutschland je zu Gehör bekommen hat, lebt ihre ganz eigene Definition von Femininität. In ihren Songs, in der Art wie sie sich kleidet, und in allen anderen Bereichen des Lebens auch. Wir haben die Künstlerin, die ihre Songs aktuell mit Unterstützung von adidas und Zalando rausbringt, zum Trademarks-Interview getroffen, um zu erfahren, wie sie tickt, was sie antreibt und wie sie ihre Weiblichkeit immer wieder neu erfindet. 
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Als wir Elisa darum bitten, ihre neuen adidas Originals Pieces für unser Shooting in Kooperation mit Zalando und adidas Originals zu stylen und zu kombinieren, fällt auf, wie unterschiedlich ihre Looks daherkommen. Baggy Jogginghosen und weiße Sneaker wie der neue adidas Astir treffen auf durchsichtige Netzoberteile, hochsitzende Stringtangas (einfach jetzt schon das coolste Comeback des Jahres 2022, danke Euphoria!), und knappe Tops. Smooth wie ihr Rap-Debüt auf ihrem neuen Track “Chardonnay” gelingen ihr die Übergänge zwischen sexy, lässig und modern, zwischen farbenfroh und all black everything. Auf die Frage, was für sie ein femininer Style ist, antwortet sie: “Alles kann feminin und bestärkend aussehen, solange du dich wohl fühlst. Wenn ich mich kleide, möchte ich mich confident und powerful fühlen. Für die Eine regelt das ein cooler, rockiger Look. Für die Andere passiert das, wenn sie halbt nackt an der Stange tanzt und wieder eine Andere fühlt sich am stärksten, wenn sie einen Anzug anzieht. Ich glaube nicht an die eine Femininität, wir Frauen sind ganz faszinierende, mysteriöse Wesen!”
Ob andere ihre Outfits als zu offenherzig, zu girly oder zu tomboy-ish bewerten, oder jemand ihre pastellfarbenen Kuschelsocken belächelt, ist ihr inzwischen egal, wie sie uns verrät. Jetzt, wo ihre Musik so langsam abhebt, werden auch die Stimmen von außen lauter, und dafür sollte man gerüstet sein, merkt sie. “Alle haben eine Meinung. Alle wollen mir sagen, wie ich Sachen machen soll und wie ich Sachen nicht machen soll. Wie meine Songs klingen sollen und wie ich mich anziehen soll. Was überhaupt ‘ich’ ist und was nicht. Ich habe mir aber von Anfang an intensiv Gedanken dazu gemacht, wofür ich stehe, was für eine Künstlerin und was für ein Mensch ich bin.”
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Diese Selbstbestimmtheit, in der Mode und in ihrem Wesen, musste sich die Berlinerin aber erst erarbeiten. “Für mich persönlich war es ein großer Schritt, mich aktiv zu lösen von dem, was die Gesellschaft oder die Menschen um mich herum von mir erwartet haben. Wie eine Frau auszusehen und sich zu verhalten hat. Oft hört man: ‘Ein gutes Mädchen macht das nicht, ein gutes Mädchen trägt so einen Rock nicht.’ Aber irgendwann, erst in meinen Zwanzigern, habe ich das so richtig hinterfragt und mich davon losgelöst.” Jetzt switcht die Sängerin zwischen Highheels und Sneakern (aktuell am liebsten der adidas Originals Forum Bold mit den schneeweißen Schnürsenkeln), wie sie gerade Bock hat. Mal trifft man sie im bequemen Tomboy-Look, mal hyper-sexy in knappen Bodycon-Kleidchen.
Dass Freizügigkeit oftmals noch als etwas Negatives bewertet wird, tangiert Elisa inzwischen genauso wenig, wie Kommentare zu ihrem starken Auftreten und Selbstbewusstsein. Wenn sie sich fühlt, dann hat sie nichts zu verstecken. Sie macht ihre feminine Seite zu ihrem Markenzeichen und nutzt sie als Mittel, an Confidence zu gewinnen, zu sich selbst zu finden und sich lieben zu lernen.
Genau so schaffte sich die “Melanin Queen”-Interpretin mit ihren gefühlvollen Lyrics, die ihr neben Deutsch auch mal auf Englisch, Französisch und Portugiesich über die geglossten Lippen fließen, ihren Platz in der Musikszene, was als Frau auch heute noch eine Challenge ist: “Dir überhaupt Gehör zu verschaffen und ernst genommen zu werden, dass dich Leute nicht nur auf dein Aussehen reduzieren – wir Frauen haben es echt nicht leicht in der deutschen Musikindustrie.” 
Umso wichtiger, dass wir uns aktiv dafür einsetzen, Frauen gewinnen zu sehen. So, wie es adidas Originals und Zalando tun, wenn sie ganz unterschiedlichen Frauen eine Plattform bieten, auch abseits von Women’s-Day- und Muttertagskampagnen, und in ihnen mehr sehen, als nur cute Mannequins für ihren neuesten Drop. Über die Kooperation mit der Sportswear-Brand kommt Elisa noch einmal ins Schwärmen: “Deshalb passt das auch so gut mir der Collabo, weil wir für die gleichen Dinge einstehen. Der Support von adidas und Zalando bestätigt mir dann auch noch mal, dass das, was ich mache, genau richtig so ist. Dass ich immer richtig so war.” Always been.
Talent: Elisa Loah
Fotos: Kendra Storm Rae
Foto-Assistenz: Arne Bonneau-Rae
Styling: Isi Ahmed
Hair and Make-up: Naomzz
Creative Direction and Producer: Rebecca Moede
Text: Tina Blech
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