Auf Jobsuche? Bei diesen DAX-Unternehmen lohnt sich die Bewerbung

ILLUSTRATION: Anna Sudit
Man bastelt in akribischer Kleinarbeit den Lebenslauf zusammen, holt tief Luft, drückt auf Senden... und wartet. Drei Tage, drei Wochen, drei Monate – und irgendwann bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob das E-Mail-Programm seltsam oder keine Antwort auch eine Antwort ist.

Diese Situation kann man nicht nur nachvollziehen, wenn man sich gerade selbst auf Jobsuche befindet: Auch immer mehr Firmen verstehen, wie wichtig Schnelligkeit ist, wenn es darum geht, ihre offenen Stellen zu besetzen.

Das zeigt eine neue Analyse deutscher Bewerber, für die das Karriereportal Kununu über 75.0000 Bewertungen ausgewertet hat.

Die Reaktionsgeschwindigkeit von Unternehmen auf die Bewerbung wird darin am besten bewertet. Je länger der Bewerbungsprozess dauert, desto komplexer wird die Sache und damit steigt laut der Analyse auch die Unzufriedenheit der Bewerber selbst. Als besonders frustrierend wird empfunden, dass oft nicht klar ist, wie der Prozess weitergeht und wie lange man auf die Zu- oder Absage wartet.

Welche Firmen in allen Bereichen rund um den Bewerbungsprozess überdurchschnittlich gut abschneiden? Kununu hat dafür einen gesonderten Blick auf die DAX30-Unternehmen, also die umsatzstärksten und größten Firmen mit Sitz in Deutschland, geworfen. Der Spitzenreiter aus mehr als 1.000 Bewertungen ist die Commerzbank, direkt darauf folgen die Deutsche Telekom und ProSiebenSat1Media. Auch die Allianz, Fresenius, Beiersdorf und Siemens befinden sich in den Top 10.

„Bewerber wollen heute einen Bewerbungsprozess, der einfach, schnell und transparent ist“, erklärt Dr. Ekkehard Veser, Geschäftsführer DACH von Kununu dazu. Das klingt selbstverständlich, scheint es aber nicht immer zu sein.

Die Bewerbungsstudie 2016 des Jobportals Indeed zeigt zum Beispiel, dass sich beinahe die Hälfte der befragten Bewerber schon mal nicht auf eine Stelle beworben hat, weil ihnen die Art und Weise zu kompliziert vorkam. Eine Art Der Teufel trägt Prada-Effekt im realen Berufsleben wurde darin übrigens auch festgehalten: 22 Prozent der Bewerber haben im Laufe ihrer Karriere ein Jobangebot abgelehnt, weil sie sich im Bewerbungsprozess nicht genug wertgeschätzt gefühlt haben.
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