Warum es nach dem Gilmore Girls-Revival unmöglich ist, im Team Logan zu sein

Foto: CW Network/Everett Collection.
Von allen Diskussionen, die derzeit über die Gilmore Girls und ihr Revival geführt werden, ist die über Rory’s Freunde wohl die Hitzigste. Macht am Ende das Team Jess, Team Dean oder Team Logan das Rennen?

Natürlich hat jede von Rory’s Jugendlieben ihre Pros und Kontras. Nachdem nun aber endlich das langersehnte Revival der Serie zu sehen ist, könnten Vertreterinnen der Logan-Fraktion allerdings ein wenig in Erklärungsnot geraten.
(Wenn du die vier Folgen des Comebacks noch nicht in Gänze gesehen haben solltest, eine kleinen Warnung bevor du hier weiterliest: Es folgt ein Spoiler!)

Im Original der Serie ließ sich über den jungen Herrn Huntzberger so einiges sagen: Er war der Junge mit dem Treuhandfond, der sich gegen seinen Vater auflehnte, Mitglied der Life and Death Brigade, die Rory immer wieder zu Dummheiten anstiftete und ein Freund großer Gesten, die er stets mit diesem gewissen schiefen Grinsen servierte. Ein Jahrzehnt später in Gilmore Girls: A Year in the Life ist er all das auch – jedoch gibt es da auch einen nicht ganz unwichtigen Zusatz. Er ist heute auch ein unverbesserlicher Fremdgeher.

Zwar kann das Team Logan in den neuen Folgen durchaus einen kleinen Erfolg für sich verbuchen, denn auch die 32-jährige Rory verfällt dem Charme ihres gut aussehenden, in London lebenden Exfreundes, doch es gibt einen bittersüßen Beigeschmack. Beide sind nämlich mittlerweile anderweitig liiert: Rory mit dem unscheinbaren Paul und Logan mit seiner vermeintlichen Verlobten Odette, einer Französin aus gutem Hause.

„Es hat mich überrascht“, gab Alexis Bledel gegenüber ET Online zu. „Ich denke für Rory ist das schon irgendwie eine unangenehme Situation, auch wenn sie so tut, als ob es für sie ok wäre. Sie versucht sich da emotional nicht so reinzuhängen.”

Als wir uns damals von der jungen Rory verabschiedet haben, stand sie gerade davor ihre Karriere
richtig ins Rollen zu bringen und sollte über die Kampagne eines aufstrebenden jungen Senators namens Barack Obama berichten. Die erwachsene Rory hat zwar einen gefeierten Artikel im New Yorker vorzuweisen, doch ihr langersehnter Termin bei Condé Nast wird verschoben und sie beginnt an ihrem Talent zu zweifeln. Seit ihren Tagen bei der Yale Daily News ist viel Zeit vergangen. In dem sie sich wieder mit ihrem Freund von damals einlässt, versucht sie möglicherweise, ihre hoffnungsvollen Ambitionen aus früheren Zeiten zu reanimieren.

Offenbar hat Rory nichts daraus gelernt, als sie sich damals noch einmal mit Dean einließ und damit seine Ehe zerstörte. Sorry not sorry, liebes Team Dean; unserer Heldin war der Herzschmerz, den sie damals verursachte, keine Lehre. Dass sie auch Lorelai zunächst nicht von ihrer Affäre mit Logan erzählt, beweist nur einmal mehr, dass sie ihr Verhalten selbst nicht sonderlich ehrenwert findet.
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Offene Beziehungen können für manche Menschen wirklich großartig und eine gesunde Lösung sein, für Rory und Logan war das aber schon zu Yale-Zeiten keine Option, warum also sollte es dann jetzt für sie funktionieren? Das weiß auch Rory und so beendet sie die Sache schließlich, als Logan ihr vorschlägt, sie solle ihn besuchen und im Hotel übernachten, weil er mittlerweile mit seiner französischen Verlobten zusammen wohnt.

„Mir ist klar geworden, dass ich dich nicht mehr anrufen kann, weil sie da ist”, erklärt Rory gegenüber Logan, als sie den Schlussstrich zieht. „Das wars, wir machen Schluss. Im Grunde können wir ja auch gar nicht wirklich Schluss machen, wir sind ja nicht mal zusammen.” Es ist gut zu wissen, das Rory irgendwo eine Grenze zieht, auch wenn sie dafür lange gebraucht hat.

Logan auf der anderen Seite weiß von Anfang an, das die Sache nirgendwo hinführt. Das scheint ihn aber in keinster Weise zu jucken, muss es ja eigentlich auch nicht. Er kann von der verbotenen Frucht naschen, ohne die Konsequenzen tragen zu müssen. Er hätte sogar im Restaurant seiner Familie davon genascht. Logan ist eben der Typ, der Rory dorthin ausführt, wo sie ziemlich sicher auf seinen Vater treffen werden, obwohl er weiß, dass die beiden nicht das beste Verhältnis haben. Er ist der Typ, der nicht so einfach akzeptiert, dass Rory mit ihm Schluss gemacht hat, sondern eine letzten von den Beatles inspirierten Aktion der Life and Death Brigade folgen lässt. Letztlich bietet er ihr augenscheinlich selbstlos (aber im Grunde einfach nur egoistisch) an, sie könne in dem Haus seiner Familie in Maine wohnen, um dort Ruhe zum Schreiben zu haben.

Man will sich schließlich alle Optionen offen halten.
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