10 Tipps von Menschen, die gut riechen

Illustration: Mallory Heyer.
Es gibt diese Menschen, die, egal was sie tun, immer gut riechen. Man hat das Gefühl, man könnte ihnen direkt nach dem härtesten Power-Workout auflauern und sie würden noch immer nach frischen Blumenfeldern und Meeresbrisen oder Sandelholz und Orangenblüten duften. Nun sammelt man also allen Mut zusammen, macht ein Kompliment und fragt nach dem Parfum. Im Idealfall bekommt man konkrete Informationen und probiert es an sich selbst aus,
Verzwickt wird es genau dann: In 45 Prozent der Fälle riecht es an einem komplett anders. In weiteren 45 Prozent der Fälle riecht es im ersten Moment zwar ähnlich, bleibt aber nicht lange haften oder riecht nach einigen Stunden schon wieder ganz anders. Nur zu zehn Prozent hat man bei sich selbst auch Erfolg.
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Wir haben uns mit Parfumeuren aus der ganzen Welt unterhalten und gefragt, woran genau das eigentlich liegt, und wie man für einen wohlriechenden eigenen Körperduft sorgen kann.
Gute Nachrichten: Es gibt sie, die Formel und Mittelchen, zu denen man greifen könnte. Allerdings umfasst das sehr viel mehr, als nur das richtige Parfum. In den folgenden Slides haben wir 10 Tipps zusammengestellt, mit denen ihr euch auch selbst gut riechen könnt.
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Illustration: Mallory Heyer.
Du bist, was du isst. Und anscheinend dünstest du auch alles aus, was du isst. Parfumeurin Julia Zangrilli bestätigt, dass es für einen guten Körpergeruch genauso wichtig ist, sich sehr bewusst zu ernähren.

„Gewürze, Zwiebeln und Knoblauch sind einerseits gesund, andererseits geben wir alles, was wir essen, auch wieder ab“, so Zangrilli. „Besonders dieses notorische Trio ist bis zu 48 Stunden nach dem Verzehr noch im Körpergeruch und im Atem enthalten.“

Anne Sanford fügt dieser Liste noch rotes Fleisch hinzu und merkt an, dass sich das Essen nicht nur im natürlichen Körpergeruch niederschlägt, sondern auch die Entfaltung von Parfums auf der Haut beeinflusst. „Was einen angenehmen Körperduft begünstigt, ist viel Obst, Gemüse und Proteine in Form von Fisch, Nüssen & Co. Diese Foodgruppen halten den Körper frisch und wirken wie Öl für den eigenen Motor und bieten somit die beste Grundlage für die volle Entfaltung eines Duftes“, erzählt Sanford.

Zu der Liste der eher zu vermeidenden Lebensmittel gehört übrigens auch Alkohol. „Unsere Körper verarbeiten Alkohol zu Zucker, der teilweise über die Poren ausgeschieden wird, was wiederum zu einem unangenehmen, süß-säuerlichen Geruch führen kann.“
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Illustration: Mallory Heyer.
Viel Wasser ist grundlegend und wichtig – sowohl für die Gesundheit als auch für den Körpergeruch. Denn auch die Haut braucht ausreichend Feuchtigkeit, um intakt zu bleiben und gut zu riechen, auch wenn es darum geht, ein Parfum aufzutragen. Die enthaltenen Wirkstoffe können bereits trockener Haut noch mehr Feuchtigkeit entziehen.
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Es mag auf der Hand liegen, aber das Waschmittel ist wesentlich für die Entfaltung und die Wirkung von Duftstoffen auf der Haut. Zangrilli empfiehlt hautfreundliche und möglichst leichte bis neutrale Waschmittel.
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Mit Parfums sollte man sich nicht willkürlich einsprühen, sondern genau darauf achten, wo man welchen Spritzer hinsetzt. Parfumeur Karl Bradl empfiehlt zum Einsprühen „alle Chakra-Punkte: Knöchel, Kniekelen, Schambereich, Brust und hinter den Ohren“. So hole man das Meiste aus dem Duft raus.

Sanford erklärt außerdem, dass es ein paar „Hot Spots“ gibt, die wärmer sind als andere Stellen am Körper und den aufgetragenen Duft intensivieren, wie etwa am Nacken oder am Bauch.

Bradl führt fort, indem er dazu rät, dass man sich das Parfum etwa 30 Minuten auftragen sollte, bevor man das Haus verlässt. Und das auch am besten auf Armlänge, anstatt nur aus 15 cm Entfernung.
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Heutzutage kommen Düfte nicht mehr nur als Eau de Parfum oder Eau de Toilette und selbst diese kommen nicht mehr nur in zauberhaften Flakons. Es gibt wohlriechende Körperlotionen, Seifen, Body Sprays oder sogar Öle. Laut Parfumeurin Sanford sollte man auch mit diesen Produkten spielen, um herauszufinden, ob sie nicht als Ersatz eintreten oder eine gute Grundlage bilden können.
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Außerdem kann man auch Düfte schichten: Bradl berichtet, dass viele seiner Kunden Molecule 01 als Grundlage verwenden. Molecule besteht aus einem einzigen Wirkungsstoff, Iso E Super, ein synthetischer Aromastoff, der den natürlichen Körpergeruch und alle aufgetragenen Duftstoffe noch einmal unterstreicht. So kann es Gerüche je nach Mensch leicht bis stark modifizieren und betont dabei bei wirklich jeder Trägerin ihre Einzigartigkeit.
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Wenn „langanhaltend“ ein Schlüsselkriterium ist, sollte man gleich wissen, dass sich Parfums ganz unterschiedlich auswirken. Zitrusbasierte Düfte und Eaux de Cologne verblassen schnell und halten nicht sehr lange. Parfums dagegen, die eine höhere Konzentrationsfähigkeit aufweisen oder schwerer riechen, halten meist auch deutlich länger.
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Illustration: Mallory Heyer.
Ein Parfum ist natürlich hauptsächlich dafür da, auf den Körper aufgetragen zu werden. Es schadet jedoch nicht, gelegentlich auch dem Kopfkissen oder Handtuch einige Spritzer zu gönnen. So nimmt sowohl der Raum den Duft an, als auch man selbst, wenn man sich beispielsweise regelmäßig in einen wohlduftenden Bademantel schlingt.

Sanford betont: „So lässt sich ein toller Komplementärduft zu Duftkerzen oder anderen Raumdüften schaffen.“
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Illustration: Mallory Heyer.
Die wichtigste Komponente des gut Riechens ist natürlich der Duft an sich und der ist gar nicht so leicht zu finden. Hierfür sollte man sich ohne schlechtes Gewissen erkundigen und erst einmal kleine Testgrößen mit nach Hause nehmen. Keiner der befragten Duftexperten hielt im Interview viel davon, einen Duft auf einen Papierstreifen zu sprühen und sich binnen Minuten vor Ort zu entscheiden. „Manchmal dauert die Entscheidung mehrere Wochen und mehrere Pröbchen“, erinnert Sanford.
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Illustration: Mallory Heyer.
Nachdem man sich also durch die Testgrößen probiert hat, kann man sich der vollen Größe widmen. „Man sollte sich für die sorgfältige Auswahl eines Parfums wirklich Zeit nehmen. Wer einmal über längere Zeit einen Duft verwendet hat, der weiß, dass er Teil des Charakters wird“, so Zangrilli. „Es kann außerdem auch die eigene Laune unterstreichen oder einem dabei helfen, sich wohler zu fühlen. Der eigene Duft kann ein richtiges Accessoire sein!“
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