Warum sollte nur die Familie etwas zu Weihnachten bekommen?

Mama, Papa, Schwester. Länger ist meine Weihnachtsliste dieses Jahr nicht. Nicht weil ich keinen großen oder engen Freundeskreis habe, ganz im Gegenteil, nur hat es sich so eingebürgert, dass wir uns nichts schenken. Ich brauche nichts, sie haben alles. Das Leben ist schon teuer genug – im Januar sind schon wieder die Versicherungen dran und gespart hat man schon wieder das ganze Jahr über nicht. Aber es geht nicht immer um den Konsum, oder? Eher darum, den Liebsten eine Freude zu machen und Danke zu sagen.
Wieso ist Schenken bei manchen ein Muss und wird bei anderen, einem viel näher stehenden wiederum gar nicht erst in Erwägung gezogen? Ich möchte hier kein „Wer verdient es am meisten“-Ranking aufstellen, bitte versteht mich nicht falsch, aber wenn der Auszug aus dem Elternhaus bereits ein paar mehr Jahre zurückliegt und man zumindest so weit weg wohnt, dass man nicht die selbe Postleitzahl hat, werden die Freunde nun einmal zur Familie.
Wie dem auch sei, ich möchte meinen Freundeskreis nicht mehr kategorisch aus meinem Kreis der zu Beschenkenden ausschließen. Ich möchte generell keine Personen mehr obligatorisch beschenken müssen. Es tut mir leid, lieber Onkel, aber du bist leider raus.

Schenken als Wille und nicht als Muss

Eine Person kommt dieses Jahr also noch zu meiner Liste hinzu. Sie möchte ich am liebsten beschenken – wahrscheinlich weil ich es nicht muss. Sie soll wissen, wie sehr ich unsere Telefonate schätze, besonders die, die statt mit Sprechen mit minutenlangem Schlurzen meinerseits beginnen. Danke sagen dafür, dass sie mein Glas ab und zu mit Wasser statt Gin Tonic füllt und all die WhatsApp-Herzchen-, Küsse- und Du-schaffst-das-schon-Emojis in reeller Form zurückgeben. Ohne Absprache, ohne Druck, ohne Preislimit. Für alle Gleichgesinnten gibt es in der Slideshow noch mehr Inspirationen für den oder die BFF.

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