Der Stressball für Millennials: Das Anti-Smartphone wirkt unglaublich beruhigend

Foto: Natalia Mantini
Wenn ich mir überlege, wie oft ich nach meinem Smartphone greife, es entsperre und (wahllos) hin- und herscrolle, erschrecke ich fast. Denn häufig weiß ich gar nicht mehr, was genau ich eigentlich damit wollte. Es scheint aber, als würde mich diese "wahllose" Scrollen und Zoomen irgendwie beruhigen.
Das merkte auch der Designer Klemens Schillinger, weshalb er sich mit dem Thema genauer auseinander gesetzt hat – aber nicht unbedingt mit dem Reiz, der das Digitale auf uns auswirkt, sondern mit der reinen Haptik eines Smartphones. Muss es unbedingt das Öffnen einer App oder das Runterscrollen sein? Genügt es nicht vielleicht auch, einfach die Haptik nachzuempfinden? Mit seinem Projekt "Substitute Phones" probiert er genau das aus.
Er entwarf wohlgeformte, schwarze Quader, die in verschiedenen Varianten mit runden Steinen versehen sind, welche uns die verschiedenen, fast schon automatischen Bewegungen auf dem Smartphone nachempfinden lassen. Allein schon, weil das Anti-Smartphone so unfassbar schön ist, würden wir es gerne besitzen. Und wer weiß, vielleicht ist es ja wirklich beruhigend, einfach ein bisschen auf den Steinkugeln zu scrollen.
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