Michelle Obamas Kosmetikerin verrät ihre Skincare-Routine

Foto: Andrew Lipovsky/NBC/NBCU Photobank
Wir wissen nicht, was Michelle Obama gerade tut, doch egal was es ist, sie wird dabei ganz sicher strahlen. Das kommt zum einen durch ihren gesunden Lebensstil, zum anderen durch ihren Skin Guru, der Kanadierin Jennifer Brodeur, die seit 2014 unter anderem für alle Hautangelegenheiten der ehemaligen First Lady verantwortlich ist. Für die Becoming-Autorin und ihre weiteren prominenten Klient*innen, zu denen auch Oprah Winfrey zählt, entwickelt sie speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Skincare-Strategien, mixt ihre perfekten Seren eigens zusammen und verschreibt ihnen fast schon magische Facials, von denen sie noch Jahre später profitieren werden. Einige ihrer Expertinnentipps, die sie seit Jahren an den wohl bekanntesten Gesichtern unserer Zeit anwendet, verrät Brodeur nun gegenüber Refinery29.
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So ist es, Michelle Obama kennenzulernen

Kennengelernt haben Mrs. Obama und ich uns an ihrem 50. Geburtstag über Ms. Winfrey. Wenig später haben wir in einem Privatzimmer die erste Gesichtsbehandlung zusammen durchgeführt. Erst Wochen später bekam ich einen Anruf von ihrem Team, das mich darum bat, einen Sechs-Monatsplan für Frau Obamas Haut zu entwickeln. Diesen besprachen wir bei unserem zweiten Treffen und sie machte deutlich, wie wichtig ihr das Zusammenspiel von gesunder Ernährung, Self-Care, Self-Love und einer ganzheitlichen und möglichst natürlichen Beauty-Routine ist. Sie möchte unbedingt in Würde altern und sich von innen heraus wohl fühlen.
Meinen ersten Besuch im Weißen Haus werde ich niemals vergessen. Ich machte wie immer meinen Job und erst beim Verlassen kam mir der Gedanke, Oh mein Gott ich habe gerade ein Facial im Weißen Haus gegeben. Am Flughafen lagen all diese Magazine, viele davon zeigten Mrs. Obama auf dem Cover und ich konnte nur immer wieder denken Wow, das habe ich gerade gemacht.

Der FLOTUS-Glow: Strahlen wie Michelle Obama

Wenn man den Umstand bedenkt, dass eine First Lady immer bereit für Kameras sein muss – und all das Make-up –, muss ich sagen, dass ihre Haut bereits vor meinen Behandlungen in ziemlich gutem Zustand war. Konzentriert habe ich mich vor allem auf die Bekämpfung von Pigmentflecken und anderen Verfärbungen – für ein ebenmäßiges Hautbild auch ohne viel Kosmetik.
Ich war noch nie ein großer Fan von harten Peelings, deswegen haben wir damit begonnen, bestehende Entzündungen zu hemmen und dann erst Produkte mit Vitamin C und A in ihre Routine einzuführen. Diese sorgen ganz ohne manuellen Abtrag für reine und ebenmäßige Haut. Als nächstes war es mein Ziel, ihre Haut bestmöglich mit Pflege zu versorgen. Meist kamen meine maßgeschneiderten Seren und Cremes unangekündigt in unbeschrifteten, ominösen Pötten bei Mrs. Obama an. Für diese Art der Zusammenarbeit muss ganz klar Vertrauen zwischen beiden Seiten herrschen!
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Mrs. Obamas Produkt-Enthusiasmus

Vor wichtigen Panel-Talks oder anderen Terminen liebe ich es, mit Vitamin C angereichertes Kollagen als Treatment aufzutragen und die Mixtur anschließend mit der Oxygen-Facial-Methode einzuarbeiten. Auf diesem Weg kann die Haut die Inhaltsstoffe am besten absorbieren. Ganz zum Schluss fahre ich das Gesicht und Dekolleté noch mit einem LED-Gerät namens Max ab. Das gelbe Licht sorgt nämlich für extra Strahlkraft.
Ein Produkt, das ich immer in meinem Kit habe, sind diese Kollagen-Kapseln von WithinUs. Mit ihrer speziellen Zusammensetzung an Elektrolyten sind sie besonders gut für Flüge geeignet, denn sie pflegen die Haut von innen heraus. Ein weiterer Tipp bei langen Reisen – egal ob in der Air Force One oder in der Holzklasse – ist, gänzlich auf Make-up zu verzichten. All die Umwelteinflüsse in der Luft verstopfen die Poren. Nach der Landung sollte das Gesicht erst gründlich gereinigt werden und danach erst wieder Feuchtigkeit in Form eines entzündungshemmenden Öls, wie dem Peoni L'extrait, zugeführt werden. Mrs. Obama benutzt es sogar für ihre Nägel!

Das wahre Glow-Geheimnis von Michelle Obama

Mrs. Obama hat von klein auf gelernt, dass es wichtig ist, sich selbst zu einer Priorität zu machen. Dazu gehört auch, sich Zeit für Hautpflege zu nehmen, denn es geht um so viel mehr als den reinen Akt des Eincremens oder Abschminkens. Es geht auch nicht um Eitelkeit, sondern um die Liebe zu sich selbst. Das ist die wohl wichtigste Lehre, die ich von Mrs. Obama mitbekommen durfte: Es ist okay sich aufrecht hinzustellen und den eigenen Platz voll für sich zu beanspruchen. In ihrer Präsenz macht man sich fast von alleine gerade – das muss an ihrer Eleganz liegen. Ich bin unheimlich stolz darauf, diese spannende Reise mit ihr gegangen zu sein. Auch weil sie mir beigebracht hat, dass es keine Altersgrenze dafür gibt, sich selbst und die eigenen Wünsche zu verwirklichen.
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