Angst etwas zu verpassen? Diese Tipps helfen dir, damit umzugehen

Illustration: Chloe Seroussi.
Es ist wirklich ein furchtbares Gefühl: Du scrollst durch deinen Instagram-Feed und plötzlich lächeln dir deine Freundinnen entgegen, die sich offenbar ganz köstlich ohne dich amüsiert haben.

FOMO (kurz für „fear of missing out“, also die Angst etwas zu verpassen) tut weh und das Internet trägt nun nicht unbedingt dazu bei, die ganze Angelegenheit für uns alle einfacher zu gestalten. Ob Snapchat, Instagram oder Facebook – an Möglichkeiten es uns immer wieder unter die Nase zu rubbeln, wenn wir ein gesellschaftliches Ereignis verpassen, mangelt es nicht gerade. Ja, Social Media ist großartig - lustige Face-Swap-Bilder teilen und Freunde auf ulkigen Memes vertaggen macht Freude, aber das Gefühl ausgeschlossen worden zu sein, kennen wir wohl alle nur zu gut, gerade in der Onlinewelt.

Zum Glück gibt es da einige Tipps und Tricks mit der Sorge ums Verpassen umzugehen, ohne gleich sämtliche Social-Media-Aktivitäten komplett einstellen zu müssen. Wir haben uns mit Lizzie Post, Sprecherin des Emily Post Instituts und Co-Moderatorin des Podcasts Awesome Etiquette, unterhalten und sie dazu befragt, wie wir uns in diesen unangenehmen Situationen verhalten können ohne der Freundschaft zu schaden.

Die folgenden Tipps können helfen mit FOMO umzugehen und trotzdem weiterhin ein aktives Mitglied der Onlinegemeinde zu sein.
Werbung
1 von 6
Illustration: Chloe Seroussi.
Wenn du auf einen Post stößt, der deine Freundinnen bei einer gemeinsamen Unternehmung zeigt, zu der du nicht eingeladen warst, wäre es vermutlich das beste, es einfach gut sein zu lassen, rät Post. Schließlich tust du selbst auch Dinge mit den unterschiedlichsten Leuten und lädst nicht immer deine Freundinnen zu jeder Aktivität ein.

„Der Trick ist sich nicht zu vergraben und immer wieder zu fragen „Warum war ich nicht eingeladen?“, so Post. „Wenn es sich bloß um eine einmalige Angelegenheit handelt, ist das kein Problem! Nächstes Mal bist du vielleicht eine der vier, die eingeladen werden und jemand anderes ist nicht dabei.“

Wenn das aber regelmäßig vorkommt - und du siehst immer wieder Fotos von deinen Freunden ohne dich - solltest du die Sache vielleicht ansprechen. Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass deine Freundin vermutlich erst einmal abwehrend reagiert und sich nicht direkt entschuldigt, erklärt Post.
2 von 6
Illustration: Chloe Seroussi.
Solltest du ein Bild, dass bei dir das Gefühl ausgeschlossen worden zu sein auslöst, solltest du es auf gar keinen Fall einen Kommentar á la „Warum war ich nicht eingeladen?“ hinterlassen. Das wird eure Freundschaft nicht verbessern und du wirkst verzweifelt.

„Es ist keine gute Idee seinen Kummer öffentlich zu posten“, so Post. „Diese Unterhaltung sollte man privat führen.“ Außerdem kann durch Körpersprache und Ton bei einem persönlichen Gespräch oder Telefonat noch viel mehr ausgedrückt werden, als dies online möglich wäre.
Werbung
3 von 6
Illustration: Chloe Seroussi.
Wenn du FOMO gar nicht erst erfahren möchtest, solltest du daran arbeiten deine Freundschaften zu stärken, online und offline.

Das heißt nicht, dass eine Freundschaft nicht auch über Social Media aufrechterhalten werden kann - solange du die Kontrolle darüber hast und nicht anders herum. In manchen Freundschaften sind das Vertaggen von Freunden und das Verschicken lustige GIFs wichtige Bestandteile. Und das ist super! Wenn du aber das Gefühl hast etwas zu verpassen, ist die einfachste Lösung einfach selbst Pläne zu machen.

Als Person, die die Initiative ergreift, solltest du aber auch die Interessen deiner Freunde in deine Planung mit einbeziehen. Möglicherweise steht ihr nicht alle auf Karaoke oder Aktionfilme. Sollen aber alle Freunde häufiger zusammenkommen, müssen eben auch mal Kompromisse gemacht werden.
4 von 6
Illustration: Chloe Seroussi.
Es ist einfach sich anzugewöhnen permanent Facebook und Instagram durchzuscrollen. Es ist vollkommen in Ordnung seine Social Media Apps regelmäßig zu checken. Aber genauso leicht passiert es, dass man sein handy zur Handy nimmt und ganz schnell sind ein paar Stunden vergangen und man klebt immer noch am Display.

Erinnerst du dich, das Post erwähnt hat, dass wir unsere Freunde selbst auch nicht zu allen Aktivitäten einladen? Anstatt sich vor dem Zubettgehen stundenlang durch Fotos zu klicken, die uns ein unangenehmes Gefühl vermitteln, könnte man sich doch an schöne Momente in der Freundschaft erinnern (oder der Freundin einfach eine nette Nachricht schicken).
5 von 6
Illustration: Chloe Seroussi.
Laut Post gibt es aber auch Freundschaften die fast ausschließlich online existieren. Es ist toll das Facebook und Co. Menschen in unterschiedlichen Ländern und über den ganzen Erdball verbinden können. Aber wenn du lange nicht mit jemandem gesprochen hast, lohnt es sich ab und an auch mal das Telefon zur Hand zu nehmen. (Bei alten Freunden fühlt es sich dann häufig so an, als wäre überhaupt kein Zeit vergangen, so Post). Facetimen mit den Freunden kann um einiges befriedigender sein als sie in einem Post zu vertaggen.
6 von 6
Illustration: Chloe Seroussi.
Glaub es oder glaub es nicht, bei Facebook, Snapchat und Instagram geht es nicht darum, dass du dich wegen deines Lebens schlecht fühlst (oder andere eifersüchtig zu machen) Klar, fühlt es sich gut an, wenn jemand die eigenen Posts liked. Wenn du aber an den Punkt gelangst, dass haufenweise Likes dir wichtiger sind als die Verbindung zu anderen Leuten, ist es wahrscheinlich Zeit mal eine kleine Auszeit von der Sache zu nehmen.
Werbung

Mehr aus Technik

Watch

R29 Originals