Anzeige von HUAWEI nova 9

“Die beste Kamera ist die, die du dabei hast”

Rae/Mee-Jin über Handyfotos und das Freimachen von Scham in allen Lebenslagen.

Wellenlinie
Oft wird uns nachgesagt, wir würden eh nur am Handy hängen. Und, Hand aufs Herz, meistens stimmt das auch. Aber das Ding ist: die Zeiten, in denen wir uns für unsere Screentime schämen, sind längst gezählt. Gerade in den letzten beiden Jahren ist unser Smartphone der Schlüssel zu so ziemlich allen in unserem Leben geworden. Wir haben auf ihnen Livegigs in der Badewanne gestreamt, hochkarätige Selfies geschossen, die Großeltern auf den neuesten Stand gebracht, Aktivismus betrieben, Playlists an unsere Stimmung angepasst, vielleicht sogar die nächste große Liebe gefunden. Alles und noch viel mehr. Schamlos. Und so machen wir weiter.
Eine Person, die ihr Handy und alles, was mit einer stabilen Internetverbindung daherkommt ganz besonders zu schätzen weiß, ist Rae/Mee-Jin. Für HUAWEI und den Launch des neuen HUAWEI nova 9 haben wir das kreative Multitalent in ihrer Berliner Wohnung besucht, um mit ihr über Schamgefühl, Screentime und alles dazwischen zu sprechen.
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Refinery29: Hi Rae, danke, dass wir dich in deinen vier Wänden besuchen dürfen! Magst du dich kurz vorstellen? 
Rae/Mee-Jin: Na klar, ich freue mich, euch hier zu haben! Ich heiße Rae/Mee-Jin, bin Fotografin, Produzentin und Creative Director. Und ich habe Deutschlands erstes englischsprachiges intersektionales, feministisches Magazin gegründet: YEOJA Mag. Aber ich bin auch einfach ein Krebs, wie er im Buche steht, also das Sternzeichen. Und ein Mensch, der stetig an sich arbeitet und lernt, gesunde Grenzen zu setzen. Ein transracial Adoptivkind, das aktiv versucht, sich selbst zu dekolonialisieren. Eine queere Frau, die daran arbeitet, ihre Queerness in einer heteronormativen Beziehung zu steuern. Eine chronische Overeaterin, eine Nachteule, die gerne ein Morgenmensch wäre, und noch viel mehr. 
Wann hast du dich zum letzten Mal für etwas geschämt, und was war es?
Früher habe ich viel emotionale Energie für Scham verschwendet; Scham in zwischenmenschlichen Situationen, und Scham, die auf mich projiziert wurde, durch eine patriarchale und Weiße Linse. Inzwischen weiß ich aber, dass es nie gesund oder produktiv ist, sich für etwas zu schämen, vor allem nicht für die Person, die ich bin. An Scham kann man nicht wachsen. 
Das soll natürlich nicht heißen, dass ich mein Handeln nicht kritisch hinterfrage. Jetzt analysiere ich aber eher, warum ich in gewissen Situationen auf bestimmte Weisen gehandelt habe. Ich reflektiere und verbessere mich selbst, mache mich aber nicht mehr fertig.
Hattest du schon mal das Gefühl, nicht dazuzugehören? 
Ich wurde aus Korea adoptiert und wuchs in einem jüdischen Haushalt in den Staaten auf und verbrachte deshalb eigentlich meine prägendsten Jahre damit, nicht reinzupassen. Ich denke, so geht es fast allen Kindern, die aus dem Ausland adoptiert werden und anders aussehen, als ihre Eltern und ihr Umfeld. 
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Wenn du mit deinem jüngeren Ich sprechen könntest, welchen Rat würdest du ihr geben?
Lerne, Grenzen zu setzen. Am besten früher als später. Und verwechsle “nett sein” nicht damit, keine Grenzen zu haben. Ganz lange hab ich immer für alle anderen krumm gemacht, egal, wie es mir dabei ging oder ob ich gerade überhaupt Kapazitäten hatte. Ich dachte, so geht nett sein halt. Ich wollte ja kein schlechter Mensch sein. Aber so schadet man im Zweifelsfall allen Beteiligten. 
Wie viel Zeit verbringst du so an deinem Handy? 
Wirklich unmenschlich viel Zeit. Locker sechs Stunden pro Tag, so im Durchschnitt. Auch, weil ich es immer mindestens im Hintergrund laufen lasse. Wenn ich gerade nicht aktiv scrolle, dann läuft Musik oder ein YouTube-Video. Ich beantworte mit meinem Handy Emails oder andere Nachrichten und brauche es für meine Arbeit. Privat auf Social Media unterwegs zu sein macht da definitiv den kleinsten Teil aus. Wobei ich gerade schon mehr und mehr auf TikTok aktiv werde.
Du bist ja auch eine großartige Fotografin. Wie stehst du zu Handykameras? 
Erstmal: Danke dir! Chase Jarvis meinte mal: “Die beste Kamera ist die, die du dabei hast” – und das sind dann wohl zweifelsohne die Kameras auf unseren Smartphones, ohne die wir das Haus quasi nie verlassen. Wenn wir mit dem Handy fotografieren und so den ganzen Schnickschnack weglassen, sind wir dazu gezwungen, uns mehr auf unsere eigene Fähigkeiten zu berufen, um ein wirklich gutes Bild zu schießen. Ein gutes Foto hängt zum einen von Licht und Komposition ab, zum anderen davon, im entscheidenden Moment abzudrücken. Beides geht mit einer Handykamera ohne Probleme. 
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Was braucht ein wirklich gutes Foto sonst noch?  
Um Potter Stewart lose zu zitieren: du weißt es, wenn du es siehst. Es gibt diese Bilder, an denen bleibt das Auge einfach hängen, wenn du sie siehst. Dein Herz mischt dann irgendwie mit. Es sind diese Fotos, die dich einfach berühren. 
Wenn dir noch das richtige Smartphone für diese emotional geladenen Fotos fehlt, dann check hier das HUAWEI nova 9 mit der sagenhaften 50 MP Ultra Vision Kamera aus. 
Fotos: Kendra Storm Rae
Text & Art Direction: Tina Blech
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