Drogenprävention: Mit diesem neuen Pop-up geht Instagram einen Schritt in die richtige Richtung

PHOTOGRAPHED BY RACHEL CABITT.
Vor Kurzem hatte Instagram die Suche nach drogenbezogenen Hashtags wie #Opiates #Oxycontin und #Fentanyl vorübergehend komplett gesperrt. Diese Entscheidung wurde angetrieben von der FDA und einigen amerikanischen Senator*innen, die anmerkten, dass Instagrams fehlende Kontroll- sowie Aufklärungsfunktion bei drogenbezogenen Inhalten ein entscheidender Faktor in der wachsenden Opioid-Krise in den USA sei.
Zwar wurde die Sperre wieder aufgehoben – was geblieben ist, ist Handlungsbedarf. Positiv ist anzumerken, dass die Debatte eine dringend nötige Auseinandersetzung mit dem Thema Drogenprävention in den sozialen Medien losgetreten hat. Auch der Verkauf illegaler Substanzen mit Hilfe von Hashtags, der selbstverständlich nicht gestattet ist aber trotzdem von einigen Nutzer*innen betrieben wird, wurde so wieder in den Vordergrund gerückt.
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Die Sperre war aber nur deshalb eine temporäre Lösung, weil sie sich als ineffektiv herausstellte. Zum einen finden sich für Dealer*innen schnell Wege, Blockaden zu umgehen – beispielsweise indem sie neue Hashtags kreieren – und zum anderen werden die Inhalte so auch für Ermittler*innen der Polizei sowie Hilfesuchende unsichtbar.

Instagram will Menschen mit Suchtproblemen helfen

„Menschen auf der ganzen Welt nutzen Hashtags, Kommentare und andere Tools um Hilfe anzubieten oder sich mit anderen Betroffenen in Verbindung zu setzen, die mit ähnlichen Süchten oder Problemen zu kämpfen haben,“ heißt es in einer Pressemitteilung von Instagram.
Statt des kompletten Verbotes von drogenbezogenen Hashtags wird Nutzer*innen ab sofort in den USA, und in Kürze auch weltweit, ein Pop-up-Fenster angezeigt, wenn sie auf Instagram nach bestimmten illegalen und verschreibungspflichtigen Substanzen suchen. Darauf wird auf die Gefahren hingewiesen und die Möglichkeit gegeben, sich direkt über die App kostenlos Hilfe zu holen oder sich über die Risiken zu informieren. Möchte man dies nicht in Anspruch nehmen, kann man den Banner wegklicken und die Inhalte so trotzdem ansehen.
Instagram behält sich die Option der Sperre bestimmter Hashtags trotzdem vor, sollten sie regelmäßig mißbraucht werden, heißt es außerdem.
Solltest du oder eine dir nahestehende Person Hilfe in Sachen Drogensucht benötigen, wende dich bitte an die bundesweite Sucht- und Drogen-Hotline (24 Stunden): 01805 - 31 30 31 (kostenpflichtig). Weitere Adressen und landesbezogene Anlaufstellen findest du hier.
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