Ein Fotograf & die Beziehung zu seiner Mutter – in Bildern (NSFW)

Foto: Charlie Engman.
„Die Mutter des Künstlers“ oder „der Künstlerin“ ist eines der ältesten Motive der Kunstgeschichte. Die eigene Mutter zu verewigen, ist ein liebevoller, einfühlsamer Akt – ganz egal, ob er neugierig, vorsichtig, schmeichelhaft oder brutal ehrlich ausfällt. Die Nähe und Intimität zu einer Mutter als Motiv ist einzigartig, und für das eigene Kind zu posieren, zeugt von mütterlicher Liebe.

Zahllose große Künstler:innen haben Porträts ihrer Mütter erschaffen und sie im Laufe der Jahrhunderte auf Film, in Farbe oder Worten festgehalten. Andy Warhols getupftes Pop-Art-Porträt seiner Mutter Julia ist eines seiner berühmtesten Werke. David Hockney erschuf ein ikonisches Mosaik aus Fotos, das schlicht betitelte „My Mother“. Und eines von Pablo Picassos ausdrucksstärksten Porträts stellt seine Mutter im pastellfarbenen Profil dar. „Ich will, dass meine Eltern ewig leben“, meinte auch der berühmte amerikanische Fotograf Larry Sultan, der einen großen Teil seines Lebens der Aufgabe widmete, seine Eltern abzulichten, um sie auf eine Art unsterblich zu machen.

Charlie Engman fotografiert und filmt seine Mutter Kathleen McCain nun schon seit einem Jahrzehnt. Dieser Prozess begann als lockeres Hobby, bei dem er sie in ihrem Alltag aufnahm; im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus ein Projekt, bei dem er sie nach Fashion-Shootings in Designerklamotten und vor der Linse in verschiedene Rollen schlüpfen ließ. Als seine Fotografenkarriere durchstartete, arbeitete Engman unter anderem mit Vivienne Westwood, Vogue und Stella McCartney zusammen – doch blieb seine Mutter seine wahre Muse, und die fand ihren Weg schließlich auch in seine bezahlte Arbeit.

Hier erzählt Engman, wie sich diese Zusammenarbeit mit seiner Mutter entwickelte, und teilt einige seiner liebsten Bilder von ihr mit uns.

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