Schon mal was von Personal Jewelry gehört?

In den letzten Jahren kam man quasi nicht mehr drum herum Modeberatung mit dem abschließenden Rat, „das Ganze mit einem auffallenden Statement-Stück zu toppen“, zu erhalten. Ausladende Kettendesigns, Ohrringe im Großformat und sogenannte ‚Arm-Partys‘ gehören seit Beginn der 2010er Jahre zu den Essentials eines jeden gut durchdachten Outfits. Die Aussagen hinter den Statement-Schmuckstückes war oftmals nicht mehr als „GUCK! SCHAU HER! SCHAU MICH AN! HIER BIN ICH!“.

Langsam kommt aber auch der Schmuck zur Ruhe, seine Aussage wird mehr und mehr zu einem ruhig-verschmitzten Schnurren. Accessoires werden kleiner, subtiler, filigraner – und langlebiger. Anstelle großer Weihnachtskugeln, die man täglich an- und wieder abhängt, treten leichte Verzierungen, die man einmal trägt und nicht mehr abnimmt. Oft bemerkt man sie erst dann, wenn man mit seinem Gegenüber ins Gespräch kommt und ein schüchternes Glitzern am Hals, Arm oder am Ohrläppchen bemerkt. Der Schmuck ist intim, wird einem Tattoo ähnlich, das man immer auf der Haut trägt. Schmuck ist nun Personal Jewelry, keine Statement Jewelry. Er ist persönlich, kein generischer Klunker mehr. Erfrischend normal.
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Foto: Mayan Toledano.
Foto: Mayan Toledano.
Spinnfadendünne Kettchen ersetzen Millionen von Ringe und aneinander gereihte Freundschaftsarmbänder. Dabei kann man farblich gleich bleiben oder verschieden farbene Metalle miteinander mischen, um den Sammler-Effekt noch weiterzutreiben.
Foto: Mayan Toledano.
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Eine der ersten Regeln von Statement-Schmuck ist Minimalismus: Große Ohrringe, breite Ketten und Ringe trägt man nicht zusammen. Diese weniger-ist-mehr-Haltung gilt nicht für Personal Jewelry. Hier kann man dem Geschmack, und dem Verlangen nach mehr, freien Lauf lassen und Kettchen über Kettchen über Kettchen tragen.
Foto: Mayan Toledano.
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Die besten Schmuckstücke sind, wie der Name vermuten lässt, persönlich. Teile, die eine persönliche Geschichte tragen, können solche sein, die man sich zu einem bestimmten Anlass gekauft oder geschenkt bekommen hat, oder auch eine ganz eigens ausgewählte Edelsteine. Das alles zählt, denn so trägt man mit dem Schmuck eben auch ein Stück Identität mit sich.
Foto: Mayan Toledano.
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Midi Ringe waren einer der ersten großen Trends der Statement-Bewegung. Und obwohl es lange Zeit cool war, sich einen dünnen Goldring nach dem anderen über die Finger zu stülpen, ist jetzt sorgfältig durchdachte Selektion angesagt. Zwei oder drei ausgewählte Ringe am Finger verteilen et voilà!
Foto: Mayan Toledano.
Foto: Mayan Toledano.
Auch Siegelringe gehören nicht mehr nur an den kleinen Finger schmieriger (männlicher) Oberbosse: Mit einer Prise Understatement versehen, gibt es sie jetzt in sämtlichen Variationen, geätzt oder poliert, Gold oder Silber. Und sie gehören von nun an an jeden Finger!
Foto: Mayan Toledano.
Foto: Mayan Toledano.
Wer in den vergangenen Jahren der klassischen Creole treu geblieben ist, sei vertröstet: Es gibt auch weiterhin unzählige wunderschöne, simple Variationen des großen Rings.

Zu unseren Lieblingsschmucklabels für Personal Pieces, auch in Maya Toledanos wunderschönen Fotos zu sehen, gehören In Got We Trust, Bing Bang NYC und Ariel Gordon; aber auch deutsche Entwürfe, wie beispielsweise die wundervollen Stücke der Schmucklabels Oh Bracelet Berlin und Jukserei haben unser Herz gestohlen.
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