Wie es ist, 30 Tage lang auf Kaffee zu verzichten

Vor ein paar Monaten ging ich mit einem Mann aus, der alles, aber auch wirklich ALLES auf meinen Kaffeekonsum schob. Nicht auf Koffein, nein, auf Kaffee!

Müde? Das kommt vom Kaffee. Hibbelig? Auch Kaffee. Kannst du nicht mehr klar denken? Kaffee. Nicht gut geschlafen? Kaffee, was sonst.

Kaffee war also der Übeltäter für alles, was geschah. Obwohl es rein gesundheitlich natürlich richtig ist, ging er mir damit so sehr auf die Nerven – vor allem in den Instanzen, in denen er falsch lag –, dass ich mich überwand, einen Monat lang auf Kaffee zu verzichten. Nicht, weil er mich überzeugt hatte, sondern weil ich ihm zeigen wollte, dass er falsch lag und keine Ahnung hatte, worauf er sich da ohne Kaffee einlassen würde.

Es war das erste und letzte Mal, dass ich das getan habe. Dabei geht es nicht so sehr um irgendwelche Entzugserscheinungen, wie Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen, sondern weil ich dieses Morgenritual schlicht und ergreifend liebe. Ich hatte zwischendurch zu Grüntee gewechselt, aber nichts tut (und riecht) morgens so gut wie eine volle Tasse frisch gebrühten Kaffees.

Während dieser 30 Tage habe ich Tagebuch geführt. Zugegeben, es waren eher kurze Notizen und an manchen Tagen war ich zu schlapp (!), um überhaupt etwas Gescheites zu Papier zu bringen. Trotzdem möchte ich meine Erfahrungen niemandem vorenthalten. Also: here goes...

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