Nostalgie pur – diese Fotos wecken Erinnerungen an Teenie-Tage

Foto: Fumi Nagasaka
Fumi Nagasaka beschäftigt sich in ihrer Fotografie seit mehr als einem Jahrzehnt mit Jugendkultur in ihren vielfältigen Formen. Die Künstlerin lebt heute in New York City, kam aber in Japan auf die Welt und wuchs dort auf. „Wegen der Arbeit meines Vaters wuchs ich als Kind an verschiedenen Orten auf. Er war ein professioneller Rennfahrer, und so zogen wir zwischen Nagoya, der Stadt, aus der meine Eltern sind, und Tokio hin und her. Ich war ein ruhiges Kind, das sich sehr für Sport begeisterte und eine Zeit lang auch gemobbt wurde. Diese Phase war wirklich prägend für mich.“ Die Erfahrungen, die Nagasaka als Teenager machte, und die Isolation, die sie empfand, trugen dazu bei, dass sie die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein immer wieder als besonders spannend empfand. Das Leben treibt einen als Teenager in einem unruhigen Tempo voran, oder? Nagasaka fand es schon immer faszinierend, wie verschiedene Menschen mit dieser Zeit des Heranwachsens umgehen.
Nagasakas erstes Fotobuch, Dreaming Till The Sun Goes Down, wurde 2008 veröffentlicht. Darin folgt sie dem Leben dreier Jungen aus drei verschiedenen Städten (West London, Ålesund und Berlin) und zeigt jeden von ihnen in seiner häuslichen Umgebung. Im Jahr 2016 veröffentlichte sie Untitled Youth, eine Sammlung einfacher Porträts, die sie über einen Zeitraum von sieben Jahren angefertigt hatte. Jetzt hat sich Nagasaka einem neuen Projekt mit dem Titel Teenage Riot zugewandt. Diesmal stehen vier Mädchen aus verschiedenen Teilen der Welt im Mittelpunkt.
„Bei Untitled Youth wollte ich mich auf die einfache und ehrliche Schönheit der Jugendlichen konzentrieren. Ich wollte das einfangen, was uns Erwachsenen fehlt, weil wir erwachsen geworden sind und es einfach nicht mehr haben: Unverdorbenheit trifft wahrscheinlich am ehesten den Nagel auf den Kopf. Meine Vision war es, den Weg dorthin zurückzuverfolgen.“ Teenage Riot fühlt sich wie ein natürlicher nächster Schritt in Nagaskas Arbeit an. Dafür schlüpfte sie in das Leben ihrer Modelle und bat sie, sie dorthin mitzunehmen, wo sie sich gerne aufhalten, und ihr zu zeigen, wie sie Dinge angehen. Mit rührender Sensibilität baute Nagaska zu jedem der Mädchen eine enge Verbindung auf. „Mädchen haben viel zu sagen, aber in diesem Alter wissen sie noch nicht immer, wie sie es ausdrücken können. Wir redeten viel miteinander, als ich sie fotografierte. Die Bilder strahlen eine Ehrlichkeit aus, die von ihnen ausgeht, und sie vertrauten darauf, dass ich sie nie in irgendeiner Weise beurteilen würde.“
Anhand von Nagasakas vier Protagonistinnen – Maxine, Fubuki, Alana und Isabella – sehen wir ein bewegendes Porträt dessen, was sie die „stillen Unruhen“ der Teenie-Zeit nennt: die Höhen und Tiefen, die raschen Veränderungen in Sachen Geschmack und Stil, die Art und Weise, wie Identitäten und Beziehungen geschmiedet werden und sich entwickeln, und das chaotische und ergreifende Innenleben, das sie zu enträtseln versuchen und von dem sie Nagasaka erzählen.
Im Folgenden stellt uns Nagasaka diese vier Mädchen vor und erzählt von einigen ihrer schönsten Erlebnisse mit ihnen.

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